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DRK-Einsatzkräfte aus Holzwickede und weiteren Kommunen des Kreises unterstützen die Gesundheitsbehörden des Kreises Unna bei der Corona-Testung im Schmallenbach-Haus in Fröndenberg. (Foto: DRK)

DRK-Einsatzeinheiten unterstützen große Corona-Testung im Schmallenbach-Haus

Rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Seniorenheimes Schmallenbach-Haus in Fröndenberg wurden seit dem 31. März von den Gesundheitsbehörden des Kreises Unna, der Feuerwehr Fröndenberg und den DRK-Einsatzeinheiten UN 02 und UN 03 auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet. Beteiligt waren neben den DRK-Ortsvereinen Unna und Holzwickede auch die Ortsvereine Schwerte und Fröndenberg.

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Das Modellprojekt "JRK & Schule" ist für ein weiteres Jahr gesichert. Damit können am CSG und anderen Schulen im Kreis weiterhin Schulsanitäter ausgebildet werden. (Foto: DRK)

DRK Ortsverein: Wahlen und Ehrungen

In der Gemeinschaftsversammlung des DRK Ortsvereins Holzwickede am vergangenen Samstag wurden in den Vorstand gewählt:

Alexandra Grund (Rotkreuzleiterin); Thorsten Grund (Rotkreuzleiter); Yannick Franken (Stellvertretender Rotkreuzleiter); Dr. Dirk Westermann (Rotkreuzarzt)

Als neue Mitglieder wurden Dirk Westermann, Carina Timpeltei und Christian Lagemann aufgenommen.

Außerdem wurden langjährige Mitglieder geehrt:

Stephan Wagner (25 Jahre i.d. Gemeinschaft); Rabea Reiter (25 Jahre); Klaus Meuer (40 Jahre) sowie Werner Brauckmann (65 Jahre).

Die Folgenutzung der Immobilie beschäftigt derzeit die Politik. SPD und auch FDP haben jetzt eigene Anträge dazu gestellt. der AWO-Kindergarten in Opherdicke. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Nachnutzung von Gebäuden in Bergdörfern beschäftigt Politik: Anträge von SPD und FDP

Die Folgenutzung der Immobilie beschäftigt derzeit die Politik. SPD und auch FDP haben jetzt eigene Anträge dazu gestellt. der AWO-Kindergarten in Opherdicke. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)
Die Folgenutzung der Immobilie beschäftigt derzeit die Politik. SPD und auch FDP haben jetzt eigene Anträge dazu gestellt. der AWO-Kindergarten in Opherdicke. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Durch den Bau der beiden neuen Kindertagesstätten im Emscherpark und in Opherdicke werden sich erstmals zum neuen Kindergartenjahr (ab 1. August) ganz neue räumliche Möglichkeiten in Opherdicke und Hengsen ergeben, die derzeit auch die Holzwickeder Politik beschäftigen. Vor diesem Hintergrund haben die SPD und auch die FDP jetzt jeweils gesonderte Anträge zur Nachfolgenutzung von Immobilien gestellt.

Der SPD-Antrag zielt dabei auf die Folgenutzung des Geländes der AWO-Kita Sonnenblume in Opherdicke ab. Das Grundstück dort befindet sich im Eigentum der Gemeinde. Das darauf stehende Gebäude ist stark sanierungsbedürftig. „Der Abriss, verbunden mit einem Neubau, scheint hier die wirtschaftlichste Alternativer“, heißt es im SPD-Antrag dazu. Seitens der Verwaltung gibt es verschiedene Überlegungen zur Nachnutzung für die Immobilie. „So hat man an eine Möglichkeit der Nahversorgung gedacht, konkret an das Modell eines Hofladens, aber auch mögliche kleinere Dependancen von Discountern dort einzurichten“, heißt es in dem Antrag weiter. Hier gibt die SPD-Fraktion allerdings zu bedenken, „dass kleinere Läden der Nahversorgungkeine keine längere Lebensdauern in Opherdicke aufweisen konnten“.  

SPD schlägt seniorengerechtes Wohnen vor

„Durch unsere Ortsvorsteherin und unseren Bürgermeisterkandidaten wurde aber bekannt, dass Wohnraum für ältere Menschen in Opherdicke fehlt, verbunden mit eine Pflege- und Versorgungseinrichtung“, so SPD-Fraktionschef Michael Klimziak. „Sie wissen von vielen Gesprächen, dass es Senioren, die Ihr Haus nicht mehr selbst ,bewirtschaften‘ können, sehr schwer fällt, das ,geliebte Dorf‘ zu verlassen.“

Das Grundstück der AWO-Kita sei groß genug, so dass dort „mehrere Wohnungen für Senioren zu errichten“ wären, schlägt der Fraktionsvorsitzende vor. Für die Betreuung der Menschen in den Seniorenwohnungen könnte auch die AWO infrage kommen, so Klimziak weiter.  In Verbindung mit dem seniorengerechten Wohnraum könnte dort auch eine Bäckerei vielleicht auch mit einem Café, ähnlich wie der Betrieb im Landweg, entstehen, das darüber hinaus auch „über eine kleine Auswahl an täglichen Bedarfsartikeln verfügen“ könnte.

„Wir denken hier nicht nur an die Senioren und die sonstigen Einwohner von Opherdicke und Hengsen, sondern z.B. auch an die vielen Fahrradtouristen, die das Dorf passieren“, erläutert Michael Klimziak. Daher beantragt seine Fraktion, die Verwaltung mit der Prüfung einer solchen Idee für die Nachnutzung des Geländes zu beauftragen. „Hier ist sicher auch unsere kreiseigene UKBS einzubeziehen“, fordert Klimziak. Im nächsten Fachausschuss soll die Verwaltung dann berichten.

FDP für Unterbringung des DRK

Feuerwehrgerätehaus Schwerter Straße
Nach Ansicht der FDP als neues DRK-Domizil weniger gut geeignet: das ehemalige Feuerwehrgerätehaus an der Schwerter Straße in Hengsen. (Foto: Archiv)

Die FDP hat ihren Antrag zur Überplanung des Grundstücks an der Schwerter Straße mit dem Feuerwehrgerätehaus und der Kita Schatzkiste in Hengsen für den kommenden Planungs- und Bauausschuss gestellt. Auch die Nachnutzung der Gebäude auf dieser Fläche wurde bereits in den Haushaltsberatungen im Herbst thematisiert: Bekanntlich ist von der Verwaltung beabsichtigt, den DRK-Pavillon am aktuellen Standort Im Hof neben der Dudenrothschule aufzugeben und nach Hengsen in die Räumlichkeiten der ehemaligen Feuerwehr an der Schwerter Straße zu verlagern. Die Räume dort werden aktuell noch von der Kita Schatzkisten nebenan mitgenutzt.

„Die FDP hält diesen Standort in Hengsen, der gemeinsam mit der Fläche und den Gebäuden der noch genutzten Schatzkiste zu betrachten wäre, für nicht geeignet“ als neues DRK-Domizil, wie ihr Vorsitzender Lars Berger erklärt. „Neben dem Feuerwehrhaus, wird auch die Immobilie der evangelischen Tageseinrichtung bald einer neuen Nutzung unterzogen werden müssen“, begründet er diese Auffassung. „Die Fläche als gesamte Einheit betrachtet birgt ein erheblich größeres Potential für eine zukünftige Nachnutzung.“ 

Gesamtfläche in Hengsen hat mehr Potenzial

Die Liberalen sehen an diesem Standort „viel eher eine mögliche Nutzung für eine kleine Nahversorgung als am ehemaligen Standort des AWO-Kindergartens in Opherdicke“, so Berger weiter. „Die vorhandene verkehrliche Erschließung an der Schwerter Straße birgt allein durch das höhere Verkehrsaufkommen ein größeren Zulauf für eine mögliche gewerbliche Nutzung im Bereich der Nahversorgung.“  Einen weiteren Vorteil sieht die FDP-Fraktion in der Möglichkeit, „das DRK alternativ nach Opherdicke in den jetzigen Standort der AWO Kita zu verlagern“.  Denn der Neubau der AWO-Kita im Emscherpark wird voraussichtlich eher fertiggestellt, als die neue evangelische Kita an der Unnaer Straße, in die die Kita Schatzkiste umziehen wird.

Ein Auszug des DRK am Standort neben der Dudenrothschule wäre also früher möglich, womit auch die notwendige Erweiterung der OGS der Schule eher beginnen könnte.  

Wie aus Obst und Getreide Hochprozentiges entsteht: DRK lädt zu Brennereibesuch ein

Zu einem Besuch in der Märkischen Spezialitätenbrennerei in Hagen (Bild) lädt das DRK am 11. Februar ein. (Foto: DRK Kreisverband Unna)

Wer schon immer wissen wollte, wie aus Obst und Getreide feine Schnäpse und Liköre entstehen, für den ist dieser „Tagesreise mit Service“ genau richtig: Der DRK-Kreisverband besucht die Märkische Spezialitätenbrennerei am Dienstag, 11. Februar. Es sind noch Plätze frei bei dieser Tagersfahrt nach Hagen.

Klar, Spirituosen werden aus Getreide oder Früchten gemacht. Aber wie genau funktioniert das eigentlich in der Praxis? Und was macht geschmacklich den Unterschied zwischen standardisierter Industrieware und liebevoll in Handarbeit gebrannten Whiskys, Bränden und Likören?

Genau diesen Fragen wird beim Besuch der Märkischen Spezialitätenbrennerei Hagen im Rahmen der nächsten Tagesreise des DRK-Kreisverbandes Unna auf den Grund gegangen.

Brennereiführung mit Verkostung

Die Teilnehmenden erwartet eine spannende Brennereiführung, bei der sie nicht nur Einblicke in die verschiedenen Destillationsverfahren bekommen, sondern sich – wie könnte es anders sein – auch mit Zunge und Nase ein Bild von den guten Tröpfchen machen können. So werden während des zweistündigen Rundganges insgesamt vier Brände und ein Likör zur Verkostung angeboten. Im Anschluss können sich die Reisenden dann bei einem leckeren regionalen Drei-Gänge-Menü im hauseigenen Restaurant stärken und selbstverständlich auch die eine oder andere Flasche als Andenken oder Mitbringsel erwerben.

Los geht’s um 9 Uhr am Unnaer Busbahnhof. Die Rückkehr ist für ca. 15 Uhr geplant.

Die Kosten für das Rundum-Programm inklusive Anreise, Einritt, Führung, Verköstigung und Drei-Gänge-Menü belaufen sich auf 62 Euro pro Teilnehmer. Der Ausflug zur Spezialitätenbrennerei ist Teil des Angebotes „DRKTagesreisen mit Service“, bei dem das DRK-Team regelmäßig begleitete Tagesausflüge mit Programm organisiert. Wer gerne aktiv ist, Gesellschaft schätzt und sich das lästige Planen vorab sparen möchte, ist hier genau richtig. Zur Teilnahme ist keine DRK-Mitgliedschaft erforderlich. Alle Interessierten sind herzlich willkommen.

Informationen und Anmeldung: Tel. 0 23 03 25 45 30 oder per E-Mail reisen@drk-kv-unna.de

  • Termin: Dienstag (11. Februar) ab 9 Uhr Unnaer Busbahnhof

Mit dem DRK die eigene Region entdecken: Neues Programm „Tagesreisen mit Service“

Die Villa Hügel in Essen ist im April das Ziel einer „Tagesreise mit Service“ des DRK-Kreisverbandes Unna. (Foto: euroluftbild.de/Grahn – euroluftbild.de/Grahn, CC BY-SA 3.0 de)

Vom Schiff aus den Rhein erkunden und anschließend durch die Düsseldorfer Altstadt bummeln, in der Märkischen Spezialitätenbrennerei feine Tröpfchen verkosten oder die baulichen Schönheiten der Villa Hügel und des Schloss Corvey bewundern – das neue Tagesreisen-Programm des DRK-Kreisverbandes Unna hat wohl für fast jeden Geschmack den passenden Ausflug im Angebot.

Pünktlich zur grauen Jahreszeit – in der die Sehnsucht nach dem ersten sonnigen Tagesausflug des neuen Jahres wächst – präsentierte das Team der Sozialen Dienste des DRK-Kreis Unna das neue Programm für 2020. Insgesamt sechs Tagesausflüge mit Service stehen im kommenden Jahr auf dem Reiseplan. Erste Einblicke erhielten zum Jahresende exklusiv die Stammgäste der bisherigen Fahrten, die sich gerne schon mal den einen oder anderen Termin reservierten.

Ab sofort können nun alle Interessierten einen Blick ins Programmheft werfen und sich für die Tagesreisen anmelden. Im Rahmen des Programms „DRK-Tagesreisen mit Service“ organisiert das DRK-Team bereits seit Jahren regelmäßig begleitete Tagesausflüge mit Programm. Wer gerne aktiv ist, Gesellschaft schätzt und sich das lästige Planen vorab sparen möchte, ist hier genau richtig.

Denn jeder Ausflug beinhaltet ein Rundum-Programm inkl. Anreise, Verpflegung und Einritt. Zur Teilnahme ist keine DRK-Mitgliedschaft erforderlich. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Info/Anmeldung: Tel. 02303-25 45 30 oder per EMail an reisen@drk-kv-unna.de

Die „Tagesreisen mit Programm 2020“ in der Übersicht:

Märkische Spezialitätenbrennerei Hagen
Dienstag, 11. Februar
Preis: 62 Euro inkl. Bustransfer, Einritt, Führung, Verköstigung und Drei-Gänge-Menü

Villa Hügel in Essen
Donnerstag, 23. April
Preis: 49 Euro inkl. Bustransfer, Einritt, Führung und Mittagessen

Düsseldorf erkunden: Rheinschifffahrt, Rheinturm und Altstadt
Donnerstag, 18. Juni
Preis: 59 Euro inkl. Bustransfer, Einritt, Schifffahrt, Mittagessen, Kaffee und Kuchen

Glockengießerei Gescher
Dienstag, 18. August
Preis: 59 Euro inkl. Bustransfer, Eintritt, Führung, Mittagessen, Planwagenfahrt, Kaffee und Kuchen

Schloss Corvey Höxter
Mittwoch, 28. Oktober
Preis: 51 Euro inkl. Bustransfer, Eintritt und Mittagessen

Weihnachtsfeier Clemens August
Montag, 7. Dezember
Preis: 49 Euro inkl. Bustransfer, Mittagessen, Kaffee und Kuchen, Glühweinfahrt und Weihnachtsfeier

Mit dem Verkauf gebrauchter Bücher, hier beim DRK-Blutspendetermin in der Rausinger Halle, erzielte der Verein "Wir für Holzwickede" auch im Vorjahr wieder einen wesentlichen Einnahmen für die Vereinsarbeit. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Blutspende und Büchertisch in der Rausinger Halle

Das DRK Holzwickede lädt am morgigen Freitag (13. Dezember) in der Zeit von 16 bis 19.30 Uhr wieder zur Blutspende in die Rausinger Halle ein. Gleichzeitig können sich interessierte Holzwickede zum letzten Mal vor dem Weihnachtsfest mit Lesestoff am Büchertisch des Vereins „Wir für Holzwickede“ eindecken. Auch wer kein Blut spenden und nur den Büchertisch besuchen möchte, ist herzlich willikommen.

  • Termin: Freitag (13. Dezember), 16 bis 19.30 Uhr, Rausinger Halle  
Das Modellprojekt "JRK & Schule" ist für ein weiteres Jahr gesichert. Damit können am CSG und anderen Schulen im Kreis weiterhin Schulsanitäter ausgebildet werden. (Foto: DRK)

DRK-Modellprojekt: „Schulsanitäter“ kriegen Verstärkung durch „Juniorhelfer“

Im Notfall schnell und richtig reagieren, Verletzte in die stabile Seitenlage bringen oder einem Bewusstlosem durch die Beatmung das Leben retten – im Modellprojekt „JRK & Schule“ zeigt Koordinator Sebastian Bunse den Schülern der weiterführenden Schulen im Kreis Unna, dass Erste Hilfe und Rotkreuz-Arbeit mehr ist, als Pflaster kleben und Verbände wickeln. Das Projekt ist nun für ein weiteres Jahr gesichert, wie der DRK Kreisverband heute (12. September) mitteilt.

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Mit dem Verkauf gebrauchter Bücher, hier beim DRK-Blutspendetermin in der Rausinger Halle, erzielte der Verein "Wir für Holzwickede" auch im Vorjahr wieder einen wesentlichen Einnahmen für die Vereinsarbeit. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Blutspendeaktion und Büchertisch in der Rausinger Halle

Das DRK Holzwickede bittet am Freitag dieser Woche (19. Juli) wieder um Blutspenden. Die Blutspendeaktion findet von 16 bis 20 Uhr entgegen ursprünglicher Ankündigungen wie gewohnt in der Rausinger Halle statt. Auch der Verein „Wir für Holzwickede“ wird zu dieser Zeit wieder einen Büchertisch mit gut erhaltenem Lesestoff anbieten. Für Leseratten ist das eine gute Gelegenheit, sich noch einmal vor dem Urlaub mit ausreichend Lesestoff einzudecken.

Auch Laura Kleist (sitzende) absolvierte ihr Freiwilliges Soziales Jahr in der Gemeindebücherei, v.l.: Silke Becker, Natascha Özdilli (DRK), Teamleiter Sina Rumpke, Andreas vom Lehn Kristina Truß. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)

DRK Kreisverband und Gemeinde werben für ein Freiwilliges Soziales Jahr

Werben für das Freiwillige Soziale Jahr, v.l.: Silke Becker, Natascha Özdilli (DRK), Teamleiter Sina Rumpke, Andreas vom Lehn Kristina Truß und Laura Kleist (sitzend) (Foto: P. Gräber - Emscherblog)
Werben für das Freiwillige Soziale Jahr, v.l.: Silke Becker, Natascha Özdilli (DRK), Teamleiter Sina Rumpke, Andreas vom Lehn Kristina Truß und Laura Kleist (sitzend) (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Das Freiwillige Soziale Jahr, kurz: FSJ – Was ist das eigentlich? „Das FSJ richtet sich an Jugendliche, die Spaß an der Arbeit mit Menschen haben, sich gerne sozial engagieren und nach all dem theoretischen Lernen in der Schule mal einen Blick in den praktischen Berufsalltag werden wollen“, sagt Natascha Özdilli, Bildungsreferentin beim DRK Kreisverband Unna. Etwa 700 junge Leute absolvieren derzeit ein FSJ beim DRK Kreisverband Unna. Eine davon ist Laura Kleist, die seit Mitte November in der Gemeindebibliothek eingesetzt ist.

Gemeinsam mit Natascha Özdilli, Kristina Truß und Silke Becker aus der Bücherei, sowie den Teamleitern Sina Rumpke (Sport/Kultur) und Andreas vom Lehn (Soziales) warb Laura Kleist heute für das FJS. Derzeit hat die Gemeinde Holzwickede zwei FJS-Stellen zu besetzen: eine im Bereich Soziales sowie eine in der Bücherei. Die Stelle/Aufgabe im sozialen Bereich hat einen sozialpädagogischen Hintergrund und ist in der Flüchtlingsbetreuung angesiedelt, wie Andreas vom Lehn erläutert. Ende des Monats wird auch die Stelle in der Bücherei frei, da Laura Kleist ihr FJS offiziell beendet, weil sie ihren Wunsch-Studienplatz bekommen hat.

Arbeitswelt schnuppern und Orientierung

Ich kann das FSJ nur allen empfehlen, die noch nicht so sicher sind nach der Schule, welchen Beruf sie ergreifen oder was sie machen wollen.“

Laura Kleist

„Allerdings in einem ganz anderen Bereich“,  wie sie lächelnd erklärt. Dennoch gibt sie eine ganz klare Empfehlung: „Ich kann das FSJ nur allen empfehlen, die noch nicht so sicher sind nach der Schule, welchen Beruf sie ergreifen oder was sie machen wollen. Man kann im FJS ein Jahr lang in einen Berufsbereich reinschnuppern und bekommt einen realistischen Eindruck von einem Arbeitsfeld und lernt die Menschen dort kennen“, sagt Laura Kleist. „Genau das fehlt einem ja in der Schule.“

Auch die 20-Jährige war nach der Gesamtschule in Fröndenberg, die sie mit dem Abitur abschloss, zunächst unsicher, wohin die Reise gehen sollte. „Durch das FJS konnte ich dann ein Jahr überbrücken und habe den Anstoß bekommen, in ein neuen Beruf zu schnuppern. Es hat total Spaß gemacht“, zieht Laura Kleist persönliche Bilanz. „Ich habe hier oft hinter der Theke gesessen, habe geholfen, neue Bücher anzuschaffen und mich ins Archiv eingearbeitet. Vor allem hatte ich sehr, sehr viele Kundenkontakte.“

Holzwickede sei eine „sehr schöne, kleine Gemeinde“ findet die 20-Jährige, in der sich schnell zwischenmenschliche Kontakte ergeben. „Als ich jetzt einige Zeit krank und nicht da war, haben sich viele Leute nach mir erkundigt“, sagt Laura Kleist gerührt.

Dabei war der Start in ihr FSJ durchaus holprig: Unter den verschiedenen Trägern, darunter auch die Bundeswehr, und Angebote wie das ökologische Jahr fand die Abiturientin zunächst nicht das richtige. „Das DRK sagte mir dann am meisten zu.“ Allerdings gefiel ihr auch dort die erste Verwendung nicht so gut. Doch dann schlug der Kreisverband ihr anhand ihrer Bewerbung die Stelle in der Bücherei der Gemeinde vor.

In Holzwickede gab es dann dieselbe Vorstellungsrunde fürd das FSJ wie bei einem Bewerbungsgespräch für eine normale Stelle, erläutert Sina Rumpke „Schließlich musste es ja auch passen“, ergänzt Silke Becker. Denn der Anstoß bei der Fachbereichsleitung, eine FJS-Stelle in der Bibliothek einzurichten, kam zuvor von den beiden Mitarbeiterinnen dort. „Wir brauchten ganz dringend jemanden zur Entlastung. Denn mit den wachsenden Nutzerzahlen ist auch die Arbeit hier sehr viel mehr geworden“, so Silke Becker. „Natürlich wollten wir auch jungen Menschen die Chance geben, in die Arbeitswelt zu schnuppern. Es war eine richtige Win-win-Situation.“

20-jährige FSJ’lerin für Bücherei „sehr wichtig“

Für die beiden Mitarbeiterinnen in der Bücherei war die junge FSJ’lerin „sehr wichtig“, betont Silke Becker. „Wir hätten die Bücherei sonst auch öfters schließen müssen. Ich selbst mache ja Archiv-Fortbildungen und bin dann nicht da und Kristina Truß hat nur eine 30-Stunden-Stelle. Wenn aber niemand hier ist, müssen wir die Bücherei schließen.“ Doch inzwischen sind die Öffnungszeiten sogar ausgedehnt worden und auch in den kommenden Ferien bleibt die Bücherei offen, bietet sogar einen Sommerleseclub an.

In der Gemeindebücherei hat die FSJ’lerin so mitgearbeitet wie die beiden fest angestellten Mitarbeiterinnen auch, bestätigen Silke Becker und Kristina Truß. „Laura hat hier zuletzt sogar ein paar Mal ganz alleine gesessen und hat abends abgeschlossen.“

Beim DRK gibt es dafür 400 Euro Taschengeld, die aber letztlich die Gemeinde Holzwickede plus Nebenkosten zahlt.  Maximal 18 Monate dauert so ein Freiwilliges Soziales Jahr.  Zum 1. September würde die Gemeinde gerne wieder zwei junge Leute in diesem Rahmen beschäftigen: in der Bücherei und im Sozialamt. „Bewerbungen bei uns sind jederzeit möglich“, sagt die zuständige Bildungsreferentin des DRK Kreisverbandes, Natascha Özdilli. „Wir haben auch jetzt schon wieder einige Bewerbungen vorliegen für nächstes Jahr.“

Fakten zum FSJ im Überblick

  • Voraussetzung: zwischen 16 und 26 Jahre alt
  • Arbeitszeit: Vollzeit (in Ausnahmefällen auch Teilzeit möglich)
  • 30 Tage Urlaub
  • Bezahlung: monatliches Taschengeld, Zahlung der Sozialversicherungsbeiträge, Ausweis für ermäßigte ÖPNV-Nutzung
  • Bis zum 25. Lebensjahr weiterhin Anspruch auf Kindergeld
  • Das FSJ wird als Praxisleistung für das Studium und den Erwerb der Fachhochschulreife anerkannt

Bei der Organisation des FSJ arbeitet die Gemeinde Holzwickede eng mit dem DRK-Kreisverband Unna zusammen. Das DRK ist deutschlandweit einer der größten Träger für Freiwilligendienste und auch seit knapp 30 Jahren in der Region mit vielen Einsatzstellen vertreten.

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