Schlagwort: Flüchtlingsinitiative

Gottesdienst zum Weltflüchtlingstag

Der 20. Juni ist Weltflüchtlingstag. Zurzeit sind weltweit über 70 Millionen Menschen auf der Flucht. Mehr als die Hälfte der Flüchtlinge weltweit sind Kinder unter 18 Jahren. Daran erinnert Roswitha Göbel-Wiemers von der Flüchtlingsinitiative "Willkommen in Holzwickede" und lädt zu einem besonderen Gottesdienst ein:

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Flüchtlingsinitiative auch in Corona-Zeiten aktiv: Arbeit radikal umgestellt

Lange hat die Flüchtlingsinitiative nichts von sich hören lassen, weil die Monatstreffen seit März wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden konnten. Jetzt gibt es von Roswitha Göbel-Wiemers einen Rundbrief an die Mitarbeitenden sowie Freundinnen und Freunde der Initiative und ein Lebenszeichen. „Auch die Flüchtlingsinitiative hat ziemlich radikal umstellen müssen. Unsere wöchentliche Treff- und Sprechstunde am Donnerstag können wir zurzeit nicht abhalten. Auch wird von der Gemeinde zum gegenseitigen Schutz gewünscht, dass wir uns nicht direkt in den Einrichtungen aufhalten“, berichtet Roswitha Göbel-Wiemers.

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Offener Brief an die Politik: Eklatante Corona-Gefahr für Flüchtlinge in Unterkünften

In den Sammelunterkünften von Geflüchteten im Kreis Unna, in denen die Flüchtlinge wohnen müssen, sind die während der Corona-Pandemie geltenden Abstands- und Hyngienevorschriften häufig nicht einzuhalten: Das Archivfoto zeigt Bewohner der Unterkünfte an der Massener Straße. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)
In den Sam­mel­un­ter­künften von Geflüch­teten im Kreis Unna, in denen die Flücht­linge wohnen müssen, sind die wäh­rend der Corona-Pan­demie gel­tenden Abstands- und Hyn­gie­ne­vor­schriften häufig nicht ein­zu­halten: Das Archiv­foto zeigt Bewohner der Unter­künfte an der Mas­sener Straße. (Foto: P. Gräber – Emscher­blog)

In einem offenen Brief haben sich jetzt Flücht­lings­in­itia­tiven, der Cari­tas­ver­band und der Ev. Kir­chen­kreis an die Lan­des­re­gie­rung, Bezirks­re­gie­rung, den Landrat, die Bür­ger­mei­ster der Kom­munen und das Gesund­heitsamt des Kreises Unna gewandt und auf die „besorg­nis­er­re­gende Gefähr­dung“ und das „ekla­tante Risiko“ für Men­schen hin­ge­wiesen, „die wäh­rend der Corona-Pan­demie ver­pflichtet sind, in Sammel- und Mas­sen­un­ter­künften zu wohnen“.

Inzwi­schen ist in meh­reren zen­tralen Unter­brin­gungs­ein­rich­tungen in NRW Corona aus­ge­bro­chen, was zu extremen Qua­ran­täne-Maß­nahmen ganzer Ein­rich­tungen geführt hat. Dem Aus­bre­chen der Pan­demie in den Ein­rich­tungen im Kreis Unna wollen wir Maß­nahmen ent­ge­gen­setzen“, heißt es in dem Schreiben.

Flüchtlinge müssen auf engstem Raum leben

Und weiter: „Qua­ran­täne in der Erst­auf­nah­me­ein­rich­tung in Massen etwa würde bedeuten, dass rund 300 Bewohner*innen das Gelände der Ein­rich­tung nicht ver­lassen dürften. Schon jetzt sind die Lebens­be­din­gungen der Men­schen in der Ein­rich­tung unzu­mutbar: Die Men­schen – dar­unter auch viele Fami­lien und mehr als 70 Kinder und Min­der­jäh­rige – leben in kleinen Räumen, die jeweils mit vier Prit­schen, einem kleinen Tisch und einem Stuhl ‘möbliert’ sind. Die Ein­rich­tung ist nur für den Auf­ent­halt von wenigen Tagen, aber nicht von meh­reren Wochen oder gar Monaten ein­ge­richtet. Beson­ders für die Kinder und psy­chisch bela­stete, trau­ma­ti­sierte Per­sonen ist diese Enge unzu­mutbar! Im Fall einer nötig wer­denden Qua­ran­täne wäre sie uner­träg­lich.“

Diese schwie­rigen Zeiten lassen sich
nur in Soli­da­rität, die keine Grenzen
kennt, mei­stern“

- Die Unter­zeichner des Briefes

Es sei ins­ge­samt offen­sicht­lich, dass Abstand­hakten in den Ein­rich­tungen meist nicht mög­lich ist. In diesem Zusam­men­hang ver­weisen die Initia­toren auf ein Urteil des Ver­al­tungs­ge­richts Leipzig vom 22. April, dass dem Antrag eines Asyl­be­wer­bers auf vor­läu­figen Rechts­schutz statt­geben und geur­teilt hat: „Die Wohn­pflicht in Auf­nah­me­ein­rich­tung ist zu beenden, wenn der Min­dest­ab­stand nicht ein­ge­halten werden kann!“

Die gel­tenden Abstands­re­ge­lungen sind auch in de Erst­auf­nah­me­ein­rich­tung in Unna-Massen schwer umzu­setzen. „Wir, die Unter­zeichner plä­dieren des­halb für krea­tive und schnelle Lösungen, wie die vor­über­ge­hende Nut­zung leer­ste­hender Hotels oder Gebäude der Stadt, des Landes oder des Bundes“, heißt es in dem offenen Brief weiter.

Vorschläge zur Risikominderung

Zudem könnten die Besuchs­re­ge­lungen die Bele­gung und damit das Ansteckungs­ri­siko in den Unter­künften redu­zieren: Einige der unter­ge­brachten Per­sonen haben Fami­li­en­an­ge­hö­rige, die bereit sind, ihre Ange­hö­rigen bei sich zu Hause auf­zu­nehmen.

Diese schwie­rigen Zeiten lassen sich nur in Soli­da­rität, die keine Grenzen kennt, mei­stern“, schließen die Initia­toren ihren Brief.

Ver­bunden mit der drin­genden Bitte um:

  • Beson­deren Schutz für Geflüch­tete, die zu den Risi­ko­gruppen gehören
  • Ver­mei­dung grö­ßerer Qua­ran­tä­nelager. Dezen­trale Unter­brin­gung der Bewohner von Auf­nah­me­ein­rich­tungen und großen Gemein­schafts­un­ter­künften
  • Schaf­fung klei­nerer Wohn­ein­heiten durch Nut­zung aller Optionen leer­ste­hender Räum­lich­keiten wie Hotels, städ­ti­scher, landes- und bun­des­ei­gener Häuser und anderer Gebäude
  • Über­prü­fung aller Ein­rich­tungen durch die zustän­digen Gesund­heits­ämter.
  • Been­di­gung der Wohn­ver­pflich­tung in Auf­nah­me­ein­rich­tungen
  • Schnelle und unbü­ro­kra­ti­sche Ertei­lung von lang­fri­stigen Besuchs­er­laub­nissen an Per­sonen in Lan­des­un­ter­künften, die bei Fami­li­en­an­ge­hö­rigen unter­kommen können und wollen
  • Sicher­stel­lung der psy­cho­so­zialen und recht­li­chen Bera­tung von Geflüch­teten.
  • Infor­ma­tion und Trans­pa­renz beim Auf­treten von Infek­ti­ons­fällen, Ach­tung der Per­sön­lich­keits­rechte, Zugang zu zeit­naher Dia­gno­stik und Tests
  • Adäquate Gesund­heits­ver­sor­gung für alle durch Ein­glie­de­rung in die gesetz­liche Kran­ken­ver­si­che­rung unab­hängig vom Auf­ent­halts­status.

Unter­zeichner des offenen Briefes sind:
Arbeits­kreis Asyl Schwerte
Cari­tas­ver­band für den Kreis Unna e.V.
Evan­ge­li­scher Kir­chen­kreis Unna
Flücht­lings­in­itia­tive „Will­kommen in Holzwickede„
Flücht­lingsrat in Kreis Unna
Inte­gra­ti­onsrat der Kreis­stadt Unna
Initia­tive Welt­Offen Unna

Die selbstgenähten Masken. für die Geflüchteten (Foto: privat)

Schnelle Hilfe für Geflüchtete: Sonntägliche Maskenproduktion

Die Flüchtlingsinitiative "Willkommen in Holzwickede" freut sich über das von einer Holzwickederin gesetzte Zeichen der Solidarität: Wie Roswitha Göbel-Wiemers dazu erklärt, waren am vergangenen Freitag (24.4.) noch nicht alle in der Gemeinde lebenden Flüchtlinge über die Maskenpflicht beim Einkauf und in Bussen und Bahnen informiert. Deshalb waren sie ganz plötzlich mit dem Beschaffungsproblem von Mund-Nase-Masken konfrontiert.

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Treffen der Flüchtlingsinitiative

Die Flücht­lings­in­itia­tive „Will­kommen in Holzwickede“ trifft sich am Don­nerstag (26. Sep­tember), um 19.30 Uhr im Alois-Gemmeke-Haus. Ein­ge­laden sind alle inter­es­sierten Bürger aus Holzwickede und selbst­ver­ständ­lich alle Geflüch­teten. Es geht u.a. um die Pla­nung von Info-Ver­an­stal­tungen mit der Ver­brau­cher­initia­tive, um die aktu­elle Wohn­si­tua­tion in den Unter­künften und um die Suche nach gebrauchten Lap­tops.

  • Termin: Don­nerstag (26. Sep­tember), 17 Uhr, Alois-Gemmeke-Haus, Hauptstr. 51

Flüchtlingsinitiative trifft sich mit Leiterin Fb Soziales

Die Flücht­lings­in­itia­tive „Wil­kommen in Holzwickede“, bestehend aus ehren­amt­lich Mit­ar­bei­tenden aus Holzwickede und Geflüch­teten, trifft sich am Don­nerstag, 27.6. um 19.30 Uhr im Alois-Gemmeke-Haus.

Bei diesem monat­li­chen Aus­tausch­treffen wird Stefanie Hein­rich vom Fach­be­reich „Soziales“ zu Gast sein. Nach der Umstruk­tu­rie­rung der Flücht­lings­ar­beit in Holzwickede ist dies eine gute Gele­gen­heit sich über die Ver­än­de­rungen aus­zu­tau­schen, gemein­same Schnitt­mengen wahr­zu­nehmen und die jeweilig eigen­stän­digen Bereich zu beschreiben. Die Lei­tung des Abends hat Ina Raven­schlag vom Kom­mu­nalen Inte­gra­ti­ons­zen­trum des Kreises Unna.

  • Termin: Don­nerstag (27. Juni), 19.30 Uhr, Alois-Gemmeke-Haus, Kirch­straße

Ein wahres Fest der Begegnung an der Mühlenstraße

Es sollte ein Fest der Begeg­nungen werden, zu dem die Flücht­lings­in­itia­tive „Will­kommen in Holzwickede“ mit Unter­stüt­zung der Gemeinde Holzwickede am Samstag (21.7.) auf das Gelände des Flücht­lings­wohn­heims an der Müh­len­straße ein­ge­laden hatte – und es wurde das erhoffte Fest der Begeg­nungen.

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