Die Fläche rechts neben dem Vereinsgelände des TuS Elch am Wertstoffhof könnte nach Ansicht der SPD als Freilauffläche und Hundewiese geeignet sein. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)

Hundebesitzer können aufatmen: Verein für Freilauffläche am Oelpfad gefunden

Die Fläche rechts neben dem Vereinsgelände des TuS Elch am Wertstoffhof könnte nach Ansicht der SPD als Freilauffläche und Hundewiese geeignet sein. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)
Wie es aussieht kann auf der Fläche rechts neben dem Vereinsgelände des TuS Elch am Wertstoffhof tatsächlich bald eine Freilauffläche und Hundewiese entstehen. Ein Trägerverein ist gefunden. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Das nennt man dann wohl eine echte Win-win-Situation: In Fröndenberg gibt es einen Verein „Unser Hundegarten“ e.V., der dort schon lange vergeblich nach einer Freilauffläche für Hunde sucht. In Holzwickede gibt es eine Freilauffläche, aber bislang noch keinen Verein, der als Träger in Frage kommt. Doch nun haben alle Beteiligten endlich zusammengefunden und das glückliche Ende einer schier unendlichen Geschichte scheint nahe: „Es sieht so aus, als ob wir die Freilauffläche für Hunde am Oelpfad realisieren können“, informierte Fachbereichsleiter Uwe Nettlenbusch die Politik im Planungs- und Bauausschuss diese Woche.

Für viele Hundebesitzer in Holzwickede hört sich das tatsächlich wie ein Märchen an: Schon vor einigen Jahren hatten sie versucht, eine Hundewiese zu installieren und dafür sogar fast 1.000 Unterschriften gesammelt (Emscherblog berichtete). Trotzdem wurde ihr Begehren mit dem Hinweis abgelehnt, es stehe keine geeignete gemeindeeigene Fläche zur Verfügung.

„Unser Hundegarten“ e.V.

Die beiden Vorsitzenden des Vereins „Unser Hundegarten“ e.V., Ursula Aust aus Fröndenberg und Beate Hahn-Heinrichs aus Holzwickede (re.) mit ihren vierbeinigen Lieblingen. ((Foto: privat)

Im Januar dieses Jahres stellte die SPD dann ganz konkret den Antrag, eine Fläche für Hunde am Oelpfad nahe dem Wertstoffhof zur Verfügung zu stellen. Aber dieser Antrag wäre beinahe wieder gescheitert. Die Gemeindeverwaltung forderte verantwortliche Ansprechpartner für ein solches Projekt, gerne in Vereinsform.

Diese konnten zunächst nicht gefunden werden. Eigentlich unverständlich: Denn bereits im Oktober 2020, also vor über einem Jahr, war auch unter Beteiligung von Hundebesitzern aus Holzwickede der Verein „Unser Hundegarten“ e.V. in Fröndenberg gegründet worden. Ziel dieses Vereins ist die Einrichtung und der Betrieb einer Hundefreilauffläche in der Ruhrstadt, so die stellvertretende Vorsitzende dieses Vereins, die Holzwickederin Beate Hahn-Heinrichs. In Fröndenberg konnte der Verein allerdings bisher keine geeignete Fläche finden.

Umso glücklicher ist das Führungsduo Beate Hahn-Heinrichs und die Vorsitzende Ursula Aust aus Fröndenberg, dass ihr Verein nun endlich eine Fläche in Holzwickede gefunden hat. „Die Fläche ist ja so was von schön mit ihrem alten Baumbestand. Wir sind ganz begeistert“, schwärmte Beate Hahn-Heinrichs nach der ersten Besichtigung.

„Die Fläche ist ja so was von schön mit ihrem alten Baumbestand. Wir sind ganz begeistert“

– Beate Hahn-Heinrichs (stv. Vereinsvorsitzende)

Den Kontakt zum Verein hergestellt hatten die beiden Holzwickederinnen Elke Weitner und Elisabeth Willecke. Letztere hatte auch schon bei der Unterschriftensammlung vor einigen Jahren für eine Freilauffläche für Hunde gekämpft.

Noch sind einige formale Hürden zu nehmen, bevor die Hunde losgelassen werden können. „Derzeit lassen wir noch unsere Vereinssatzung so ändern, dass wir als Verein ortsunabhängig agieren können“, sagt Beate Hahn-Heinrichs.

Verein braucht jetzt mehr Mitglieder

Ihr Verein ist auch noch nicht besonders mitgliederstark, räumt die stellvertretende Vorsitzende ein. „Weil wir noch keine Fläche hatten, haben wir uns bei der Mitgliederwerbung zurückgehalten.“ Inzwischen gibt es aber schon eine Facebook-Gruppe des Vereins „Unser Hundegarten“. Dort können sich Interessierte informieren und auch Mitgliedsanträge herunterladen. Für den Verein wären neue Mitglieder wichtig. „Wir müssen jetzt trommeln, um Mitgliedsbeiträge zu bekommen“, weiß Hahn-Heinrichs.

Nach mehreren Besuchen auf der Fläche und Gesprächen mit der Verwaltung können sie und ihre Mitstreiter nun an die konkrete Organisation des Vorhabens gehen. „Es wird auf jeden Fall eine öffentliche Freilauffläche für alle sein. Das ist auch Voraussetzung gewesen. Wir müssen uns nun überlegen, wann welche Hunde dort laufen dürfen und den Betrieb organisieren. Sonst gibt es ein Chaos“, so Beate Hahn-Heinrichs.  „Selbstverständlich muss die Sauberkeit ebenfalls gewährleistet werden.“

„Es sieht so aus, als ob wir die Freilauffläche für Hunde am Oelpfad realisieren können.“

– Uwe Nettlenbusch (Fachbereichsleiter Technische Dienste)

Auch ein Zaun rundum das Gelände wird noch aufgestellt. Davon wird auch abhängen, wie groß letztlich die Fläche wird. Insgesamt stehen wohl fast 2.200 m² zur Verfügung. Die Gemeinde will den Zaun so aufstellen, dass etwa 1.000 m² Freilauffläche zur Verfügung stehen. „Wir hätten den Zaun gerne etwas anders aufgestellt als es bisher vorgesehen ist, eher hinter den Bewuchs. Da werden wir Herrn Kasischke noch einmal ansprechen und uns sicher einigen können“, so die ehemalige Vorsitzende des Seniorenbeirates.

Der Verein geht davon aus, dass die Nutzer der Fläche den nahen öffentlichen Parkplatz am Kleingartenverein mit nutzen können. „Es gibt auch ein paar Stellplätze direkt am Hundegarten. Der Weg zum Wertstoffhof darf nicht zugestellt werden“, so Hahn-Heinrichs. Geplant ist auch noch ein kleiner Unterstand mit Dachfläche. „Dann könnten wir Regenwasser auffangen. Es gibt ja keinen Wasseranschluss dort. Wichtig ist für uns auch, dass die Bäume und Sträucher alle erhalten bleiben. Je mehr Schatten auf der Fläche, desto besser.“

Eröffnung im Frühjahr

Mit einer Eröffnung ist „wohl frühestens im März“ zu rechnen, schätzt die stellvertretende Vorsitzende. „Wir müssen jetzt erst mal auf unsere Satzungsänderung warten.“  Der Vereinsvorstand selbst kann es jedenfalls kaum erwarten, die Freilauffläche endlich zu eröffnen. „Es ist so wichtig eine solche Fläche zu haben, gerade auch in dieser Pandemie“, meint Beate Hahn-Heinrichs. „Es haben ja alle Hundeschulen geschlossen. Die Welpen haben deshalb auch keinen Kontakt untereinander. Wo sollen sie denn etwas lernen? Das ist ähnlich wichtig, als wenn die Kitas alle geschlossen wären.“

Freilauffläche, Unser Hundegarten


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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