Grüne lehnen Fällung von elf Bäumen für neue Kita ab

Das Grundstück im Emscherpark, auf dem die neue Kita errichtet werden soll. (Foto: Gemeinde Holzwickede)
Das Grundstück im Emscherpark, auf dem die neue Kita errichtet werden soll. (Foto: Gemeinde Holzwickede)

Die Holzwickeder Grünen wollen der Empfehlung der Gemeindeverwaltung, die maximale Anzahl von Bäumen für die neue Kita im Emscherpark zu beseitigen, nicht zustimmen. Nach dem Bericht im Emscherblog zur Fällung von elf Bäumen für den Kita-Neubau haben die Grünen heute erstmals Stellung zum voraussichtlichen Verlust der Bäume genommen.

„Für uns Grüne ist der Schutz der Bäume sehr wichtig“, betont ihr Fraktionsvorsitzender, Friedhelm Klemp. Seine Fraktion habe beispielsweise „die Fällung der Bäume für die Erweiterung der Paul-Gerhardt-Schule in Hengsen sehr kritisch“ betrachtet und „auch gegen die Abschaffung der Baumschutzsatzung“ gestimmt. „Wir waren natürlich erschrocken über die Beschlussvorlage der Verwaltung, nach der für den Bau der Kita bis zu elf Bäumen gefällt werden müssen“, räumt Friedhelm Klemp ein.

Denn damit hatten die Grünen nicht gerechnet, wie ihr Fraktionssprecher andeutet: Schließlich habe der zuständige Fachbereichsleiter Uwe Nettlenbusch in der Vergangenheit „zum Ausdruck gebracht, dass das Baufenster so gesetzt werden soll, dass wenige Bäume tangiert werden.“ Dies sei aber bei der nunmehr von seinem Fachbereich vorgelegten Beschlussempfehlung „nicht zu erkennen“.

Erschrocken über Verwaltungsvorschlag 

Ziel der Holzwickeder Grünen war und ist es, „für die Kinder in der Außenfläche ein Spielen als Naturerlebnis zu finden“, betont Klemp. Mit wenigen Bäumen würde das Naturerlebnis selbstverständlich eingeschränkt und ein starker Eingriff in die Natur vorgenommen.  „Wir haben deshalb auch schon mit Jörn Raffel vom NABU Kontakt aufgenommen, um das Vorhaben zu bewerten.“ 

Das Baurecht muss dazu verändert werden und bis zur Ratssitzung im Oktober ist noch etwas Zeit.“

Friedhelm Klemp, Fraktionsvorsitzender Die Grünen

Wie die Ausschussmitglieder der Grünen sich bei der Abstimmung im Umweltausschuss verhalten werden, deutet der Fraktionsvorsitzende bereits an: „Wir würden uns wünschen, dass alle Fraktionen im Umweltausschuss diese Entscheidung ablehnen und dafür eintreten, dass Baufenster so zu verschieben, dass  mehr Bäume erhalten bleiben.“ Zumal nach Auskunft der Verwaltung das Baufenster so versetzt werden könnte, dass die versiegelte Fläche zwischen Festplatz und Emscherpark einbezogen werde. „Das Baurecht muss dazu verändert werden und bis zur Ratssitzung im Oktober ist noch etwas Zeit“, fordert Friedhelm Klemp. Aber: „Das hätte zur Folge, dass der Zeitrahmen sich um einen Monat verschieben würde, weil der Bebauungsplan dann nochmals für einen Monat öffentlich ausgelegt werden müsste“.

Der Erhalt der Bäume in der Gemeindemitte wäre diesen Zeitverlust wert, glaubt der Fraktionschef der Grünen. 

Emscherpark, Kita-Neubau, Umweltausschuss


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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