Das Clara-Schumann-Gymnasium wird zum kommenden Schuljahr nur drei Eingangsklassen bilden können. Ob auswärtige Schüler abgelehnt werden müssen, wird sich ab kommenden Freitag zeigen. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Einstimmiger Beschluss: Clara-Schumann-Gymnasium soll dauerhaft vierzügig werden

Nach einstimmigem Beschluss der Fraktionen im Hauptausschuss diese Woche soll die dauerhafte Vierzügigkeit beantragt werden: das Clara-Schumann-Gymnasium.  (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)
Nach einstimmigem Beschluss der Fraktionen im Hauptausschuss diese Woche soll die dauerhafte Vierzügigkeit beantragt werden: das Clara-Schumann-Gymnasium. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Erwartungsgemäß haben sich die Fraktionen im Hauptausschuss am Donnerstagabend dafür ausgesprochen, das Clara-Schumann-Gymnasium ab dem Schuljahr 2021/2022 dauerhaft auf vier Züge zu erhöhen. Die Schulverwaltung wurde beauftragt, einen entsprechenden Antrag bei der Bezirksregierung zu stellen. Der Beschluss wurde einstimmig gefasst, also auch mit den Stimmen der Grünen, die sich bislang gegen eine dauerhafte Vierzügigkeit ausgesprochen hatten.

Grundlage des Beschlusses ist das Gutachten von Dr. Habeck zur Schulentwicklungsplanung bis zum Jahr 2030. Für die Schuljahre 2019/20 und 2020/21 sind am CSG 116 bzw. 93 Schülerinnen und Schüler (SuS) angemeldet worden, darunter fünf bzw. sechs SuS mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf. Wie berichtet sollen die nötigen zusätzlichen Räumlichkeiten durch einen neuen Anbau an das Gymnasium geschaffen werden.

Dringenden Raumbedarf hat auch die offene Ganztagsbetreuung der Dudenrothschule. Die Pläne für das fast vier Mio. Euro Erweiterungsprojekt, mit dem schnellstmöglich begonnen werden soll, sind bereits vorgestellt worden. Errichtet werden soll ein zweistöckiger Anbau, für den der vorhandene ehemalige DRK-Pavillon abgerissen werden muss. Zusätzlich wird eine neue Trafo-Station zur Energieversorgung auf dem Schulgelände entstehen. Für die Baumaßnahme muss ein erheblicher Teil (15 Bäume) des vorhandenen Baumbestandes weichen. Auch dafür gab die Politik in der Sitzung ebenfalls einstimmig grünes Licht.

Alte Bäume müssen für neue Ganztagsbetreuung weichen

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Die Dudenrothschule aus der Vogelperspektive: Der rot umrandete Bereich markiert den Planungsbereich des Erweiterungsbaus für die OGS. (Luftbild: Geoservice.Kreis-Unna.de)

Allerdings fiel der Beschluss dazu erst nach längerer Diskussion und einem abgeänderten Beschlussvorschlag: Statt der zunächst vorgesehenen 14 Ersatzpflanzungen werden nunmehr auch Wunsch der Politik 22 neue Bäume auf dem Schulgelände gepflanzt, und zwar so, dass der Schulhof möglichst gut beschattet wird. Als Ersatzbäume sind neben verschiedenen Ahornbäumen auch Platanen, Eschen und eine Sandbirke vorgesehen.

Wunsch nach Ersatzbau für Brücke mit Wirtschaftsweg

Ebenfalls einstimmig wurde die Verwaltung auf Antrag der SPD beauftragt, sich noch einmal für einen Ersatzbau der Brücke mit dem Wirtschaftsweg zwischen der Rausinger Straße und dem Eco Port einzusetzen. Die Brücke sei für viele Naherholungssuchende, aber auch Arbeitnehmer im Eco Port und auch als Radwegeverbindung wichtig. Die Verwaltung hatte sich zwar auch schon im Rahmen der Planfeststellung für den sechsspurigen Ausbau der B1 vergeblich für einen Ersatzbau eingesetzt. Inzwischen hat jedoch die Zuständigkeit zum beim nunmehr zuständigen Bundesfernstraßenbauamt gewechselt. Darum soll noch ein weiterer Versuch unternommen werden.

Medienlernzentrum nur „vorläufig“ aufgegeben

Ganz und gar nicht einstimmig fiel der Beschluss zur Nachnutzung des Bürgerbüros aus. Zwar waren sich alle Fraktionen einig, dass ein Medienlernzentrum samt Bibliothek vorläufig nicht an der Allee 4 realisiert werden kann, wenn das Bürgerbüro mit Fertigstellung des neuen Rat- und Bürgerhauses erst leergezogen ist. Dass die ISEK-Maßnahme 16, hinter der sich dieses Projekt verbirgt, „nicht mehr weiterverfolgt wird“, wie es die der Beschlussvorschlag der Verwaltung vorsah, war vor allen den kleineren Fraktionen dann aber doch „zu endgültig“ formuliert, wie es Stefanie Meier für den Bürgerblock formulierte. Ihre Fraktion, aber auch FDP, Grüne und Die Partei wollen sich zumindest die Möglichkeit in der Zukunft noch offen halten, die Gemeindebibliothek samt Medienlernzentrum an der Allee 4 zu realisieren. Deshalb überstimmten sie mit 10:6 Stimmen die CDU und SPD und sorgten dafür, dass der Beschlussvorschlag um ein Wort ergänzt und die ISEK-Maßnahme 16 nur noch „vorläufig nicht weiterverfolgt wird“.  

CSG, HFPA, OGS


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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