Assistierte Ausbildung“ ermöglicht Wechsel in eine bessere berufliche Zukunft

Zusätz­lich zur Aus­bil­dung zum Fach­la­ge­ri­sten macht Jan Niklas Georg zur­zeit den Füh­rer­schein zum Gabel­stap­ler­fahrer. (Foto: Nathalie Neu­haus)

Jan Niklas Georg arbeitet seit dem 1. August bei Paul Vahle GmbH & Co. KG in Kamen und macht dort eine Aus­bil­dung zum Fach­la­ge­ri­sten. Im Rahmen der „Assi­stierten Aus­bil­dung“ wird er bei der Aus­bil­dung unter­stützt und hat dadurch seine Noten ver­bes­sert.

Seine beruf­liche Kar­riere begann schon etwas früher bei dem Unter­nehmen. „Niklas ist schon seit 2015 bei uns. Damals hat er eine Aus­bil­dung zur Fach­kraft für Metall­technik – Mon­ta­ge­technik ange­fangen“, erklärt Bernd Haupt­reif, Pro­ku­rist bei Vahle. Mit den theo­re­ti­schen Inhalten der Berufs­schule hatte der 20jährige Azubi einige Pro­bleme. „Ich hätte wahr­schein­lich nicht die Zwi­schen­prü­fung geschafft. Obwohl ich alles ver­sucht habe, waren meine schu­li­schen Defi­zite zu groß“, erin­nert sich Niklas. Wäh­rend eines Gesprächs mit seinem Aus­bil­dungs­leiter, Tino Beh­rendt, wurde Niklas gefragt, ob er den Aus­bil­dungs­beruf wech­seln möchte. Ihm wurde eine Aus­bil­dung zum Fach­la­ge­ri­sten emp­fohlen und nach kurzem Über­legen nahm Niklas das Angebot an.

Seit dem 1. August absol­viert Niklas nun die Aus­bil­dung zum Fach­la­ge­ri­sten bei Vahle und nimmt gleich­zeitig an der „Assi­stierten Aus­bil­dung“ der Agentur für Arbeit Hamm teil. „Von der assi­stierten Aus­bil­dung pro­fi­tieren Aus­zu­bil­dende und Arbeit­geber glei­cher­maßen“, erklärt Monika Kotzur, Team­lei­terin U25 der Agentur für Arbeit Hamm. „Die schu­li­schen Defi­zite der Jugend­li­chen werden abge­baut und beruf­li­ches Fach­wissen wird ver­tieft. Die Arbeit­geber sichern sich durch Aus­bil­dung ihre zukünf­tigen Fach­kräfte und bleiben so wett­be­werbs­fähig.“ Die Kosten für die assi­stierte Aus­bil­dung werden voll­ständig von der zustän­digen Agentur für Arbeit getragen. Mit der Umset­zung wurde die Werk­statt im Kreis Unna beauf­tragt. Die „Assi­stierte Aus­bil­dung“ besteht aus zwei Phasen, an denen die Jugend­li­chen indi­vi­duell teil­nehmen können. Die Phase 1 unter­stützt Jugend­liche bei der Suche nach einem Aus­bil­dungs­platz. In der zweiten Phase, in der sich Niklas befindet, werden die schu­li­schen Lei­stungen ver­bes­sert, um am Ende die Aus­bil­dung erfolg­reich zu beenden.

Förderunterricht in der Werkstatt im Kreis Unna

In der „Assi­stierten Aus­bil­dung“ bekommt Niklas neben der Berufs­schule zusätz­li­chen För­der­un­ter­richt. Zwei Mal in der Woche geht er von 16 bis 18 Uhr dorthin, weil Niklas noch Pro­bleme in Mathe­matik hat. „Durch den För­der­un­ter­richt möchten wir Niklas Lei­stung so weit stei­gern, dass er die Aus­bil­dung mit der Note drei abschließt“, erklärt Jürgen Bult­mann, Aus­bil­dungs­be­gleiter „Assi­stierte Aus­bil­dung“ bei der Werk­statt im Kreis Unna. „Und ich bin über­zeugt, dass er das schaffen wird. Niklas ist bissig, hat den Willen zur Lei­stung und nimmt Hilfe von anderen an.“ An dem För­der­un­ter­richt nehmen noch wei­tere Aus­zu­bil­dende teil. Sie unter­stützen sich, lernen gemeinsam und moti­vieren sich gegen­seitig. Die Kosten trägt die Agentur für Arbeit.

Seit dem Wechsel des Aus­bil­dungs­be­rufes sind Niklas´ Noten in der Berufs­schule besser geworden. „Niklas schlech­teste Note war bisher eine 2 Minus“, bestä­tigt sein Aus­bil­dungs­leiter Tino Beh­rendt. „Er hat sich von Vieren und Fünfen auf Einsen und Zweien ver­bes­sert.“ Bernd Haupt­reif ist mit der Situa­tion in seinem Unter­nehmen zufrieden und kann das Pro­blem des Fach­kräf­te­man­gels nicht nach­voll­ziehen. „Es ist Zeit, dass wir uns wieder mehr um die Men­schen küm­mern. Wenn wir För­der­an­ge­bote wie „Assi­stierte Aus­bil­dung“ öfter nutzen, sorgen wir nicht nur für gute und zuver­läs­sige Mit­ar­beiter, son­dern stärken gleich­zeitig unser Unter­nehmen.“ Zur­zeit erhält Niklas zusätz­lich die Aus­bil­dung zum Fahren eines Gabel­stap­lers.

Arbeitsagentur, Werkstatt Kreis Unna

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