Vorstellung der Pläne für Emscherkaserne fällt aus: Genehmigung vom Bundestag fehlt

Die Gemeinde muss die öffentliche Vorstellung der Planung des Investors für den Wohnpark Emscherquelle am 20. Juni absagen. Der Bundestag muss zunächst den Verkauf der Emscherkaserne genehmigen. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Eigentlich sollte die Planung für die Bebauung der ehemaligen Emscherkaserne in einer Sondersitzung des Planungs- und Bauausschusses am kommenden Dienstag (20. Juni) öffentlich vorgestellt werden. Doch daraus wird vorerst nichts. Überraschend sagte die Gemeindeverwaltung die Veranstaltung heute ab.

Der Grund dafür ist nicht etwa eine Absage des Investors. „Wir sind gestern darüber in formiert worden, dass der Verkauf der Fläche der ehemaligen Emscherkaserne erst noch durch den Bundestag genehmigt werden muss“, erklärt Uwe Nettlenbusch. „Anscheinend hängt das mit der Höhe des Kaufpreises zusammen“, vermutet der zuständige Fachbereichsleiter Technische Dienste der Gemeinde. Bekanntlich ist die Gemeinde nicht Eigentümerin der Fläche. „Wir kennen deshalb weder die Spielregeln, nach denen das Gelände verkauft wird, noch den Kaufpreis“, so Nettlenbusch.

Wir kennen deshalb weder die Spielregeln, nach denen das Gelände verkauft wird, noch den Kaufpreis“

Uwe Nettlenbusch, Fachbereichsleiter Technische Dienste der  Gemeinde

Das Bundesamt für Immobilienaufgaben (BIMA), das den Verkauf der ehemaligen Kaserne für den Bund abwickelt, hat der Gemeinde dringend davon abgeraten, vor der Sanktionierung durch den Bundestag eine öffentliche Veranstaltung durchzuführen,

bei der der erwerbende Investor sich oder seine Konzepte präsentiert. „Wenn wir uns nicht daran halten, wäre die Abwicklung des Verkaufs gefährdet“, bestätigt Uwe Nettlenbusch. „Das hat uns die BIMA so mitgeteilt.“

Als Folge dieser Ansage musste die Gemeindeverwaltung nun die eigentlich für diesen Zweck geplante Sondersitzung des Planungs- und Bauausschusses am 20. Juni zunächst ersatzlos absagen. Wann die Vorstellung der Planung für den Wohnpark Emscherquelle vorgestellt werden kann, ist derzeit noch offen. Die Verwaltung geht davon aus, dass der Bundestag noch vor seiner Sommerpause über den Verkauf entscheiden wird.

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Dipl.-Journalist

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