Seniorenbeirat wünscht sich altersgerechten sozialen Wohnungsbau auf Kasernengelände

Die Mitglieder des Seniorenbeirastes, hier an ihrem Info-Stand auf dem Streetfood-Markt, haben ihre Vorschläge für den sozialen Wohnungsbau auf dem Kasernengelände zur Diskussion gestellt. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Die Mit­glieder des Senio­ren­bei­rates, hier an ihrem Info-Stand auf dem Street­food-Markt, haben ihre Vor­schläge für alters­ge­rechten sozialen Woh­nungsbau auf dem Kaser­nen­ge­lände zur Dis­kus­sion gestellt. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Der Senio­ren­beirat in Holzwickede ist nicht mit ein­fa­chem sozialem Woh­nungsbau im künf­tigen Wohn­park Emscher­quelle zufrieden. Die Senio­ren­ver­treter haben bereits genaue Vor­stel­lungen, wie das Wohnen in den Mehr­fa­mi­li­en­häu­sern in Sozi­al­bau­weise senio­ren­ge­recht aus­sehen müsste. Einige ganz kon­krete Vor­schläge reichte der Senio­ren­beirat jetzt als Antrag zur Behand­lung im Gemein­derat ein.

Danach wünscht sich der Senio­ren­beirat jeweils in den Erd­ge­schossen alters- und senio­ren­ge­rechte Woh­nungen, denn nur dort sei ein bar­rie­re­freier Zugang mög­lich. Für eine Person sollten ca. 45 m2 Wohn­fläche und für zwei Per­sonen ca. 55 bis 60 m2 große Woh­nungen zu „orts­üb­li­chen Mieten“ geplant werden, da die Kosten­über­nahme durch die Wohn­geld­stelle mög­lich sein muss.

Alters­ge­rechte Woh­nungen in dieser Form sind in der Gemeinde Holzwickede drin­gend erfor­der­lich“, betonen die beiden Vor­sit­zenden des Senio­ren­bei­rates, Beate Hahn-Hein­richs und Hil­de­gard Buse­mann. „Einige dieser Woh­nungen könnten auch spe­ziell für Seh­be­hin­derte mit kon­trast­rei­chen Farben aus­ge­staltet werden, was den Wie­der­erken­nungs­wert erhöht.“ Der Senio­ren­beirat würde es außerdem „positiv bewerten, wenn in einigen dieser Woh­nungen auch Tier­hal­tung erlaubt wäre“.

Außerdem sollte ein sepa­rater klei­nerer Raum für medi­zi­ni­sche Ver­sor­gungen wie Zahn- und Fuß­pflege vor­ge­sehen werden in den sozialen Mehr­fa­mi­li­en­häu­sern im Wohn­park Emscher­quelle.

Kiosk, Barrierefreiheit, „Kümmerer“ und Bushaltestelle

Sehr wün­schens­wert“ sei außerdem ein Kiosk, der werk­tags jeweils drei Stunden geöffnet und ehren­amt­lich betrieben werden könnte, damit sich Bewohner mit lebens­not­wen­digen Waren ver­sorgen könnten.

Ergän­zend dazu könnte ein ‚Küm­merer‘ ange­glie­dert werden, der sich um klei­nere Dinge des All­tags küm­mert, die ältere Men­schen nicht mehr bewäl­tigen können, wie etwa das Wechsel einer Glüh­lampe“, so Hil­de­gard Buse­mann.

Schließ­lich wäre es nach Ansicht des Senio­ren­bei­rates sinn­voll, die Mög­lich­keit zu schaffen, kurz­zeitig einen oder zwei Scooter zur Mobi­li­täts­un­ter­stüt­zung der Senioren aus­zu­leihen.

Eigent­lich schon selbst­ver­ständ­lich, ist eine wei­tere For­de­rung des Senio­ren­bei­rates: Eine woh­nungs­nahe Bus­hal­te­stelle, damit die Orts­mitte und der Bahnhof leicht erreicht werden kann für die älteren Bewohner des Kaser­nen­ge­ländes.

Auch über die Finan­zie­rung er von Ihnen als sinn­voll erach­teten Maß­nahmen hat sich der Senio­ren­beirat Gedanken gemacht: „Beim Mini­ste­rium für Heimat, Kom­mu­nales, Bau und Gleich­stel­lung gibt es För­der­mög­lich­keiten für solche Vor­haben, die der Stär­kung eigener Kom­pe­tenzen der Senioren sowie der För­de­rung sozialer Netz­werke dienen“, erklären die beiden Vor­sit­zenden.

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