Schlagwort: Wohnpark Emscherquelle

Auf dem Gelände der ehemaligen Emscherkaserne tut sich für alle sichtbar etwas: Die Hochbauarbeiten für den künftigen Wohnpark Emscherquelle haben begonnen. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)

„Wohnpark Emscherquelle“: Kanalnetz geprüft und intakt – Hochbau hat begonnen

Auf dem Gelände der ehemaligen Emscherkaserne schreiten die Bauarbeiten für den „Wohnpark Emscherquelle“ für alle sichtbar voran. Nach dem erfolgreichen Rückbau wurde in den vergangenen Monaten intensiv an Grundstücksvorbereitungen und der Erschließung gearbeitet, wie der Projektentwickler WILMA Immobilien GmbH in einer Pressemitteilung mitteilt.

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Teuer Wohnen: Junge Familien von Wohnpark Emscherquelle enttäuscht

Mit diesem Lageplan wirbt die Wilma für den Wohnpark Emscherquelle. Im Bild unten rechts die beiden Haustypen, die Wilma anbietet. (Skizze: Wilma GmbH)

Vor dem Bürgerbegehren zur Umwandlung des ehemaligen Kasernengeländes hatten die Befürworter des neuen Wohngebietes damit geworben, dass dort preiswertes Bauland für junge Familien entstehen soll. Vor allem die CDU wurde nicht müde, zu betonen, dass es ein Wohngebiet vor allem für junge, nicht ganz so finanzstarke Familien würde. Sogar eine mögliche Subvention des Baulandes brachte CDU-Chef Frank Lausmann ins Gespräch. Noch im alten Jahr hat der Investor, die Wilma Wohnen West Projekte GmbH, nun die Kaufpreise für die beiden Standard-Haustypen im Wohnparkpark Emscherquelle veröffentlicht. Und siehe da: Die Enttäuschung gerade bei jungen Familien ist groß.  

Gleich mehrere von ihnen meldeten sich beim Emscherblog telefonisch und auch schriftlich, um ihrer Enttäuschung Ausdruck zu verleihen. Einer von ihnen ist der Holzwickeder Christian K. (30 J.). Der junge Familienvater bittet allerdings darum, seinen Namen nicht zu nennen, weil er weiterhin eine Immobilie im Raum Holzwickede sucht und Nachteile befürchtet: „Ich habe mich schon sehr früh bei der Wilma gemeldet, gleich nachdem der Projektleiter von Wilma die erste Planung im Forum vorgestellt hatte“, berichtet er.

Rd. 443.000 Euro für Standard-Haustyp

Wir können uns das als junge Familie kaum leisten.“

Familienvater K. (30 Jahre)

K. wohnt mit Frau und Kind zur Miete in Holzwickede und hatte große Hoffnung in den Wohnpark Emscherquelle gesetzt. „Es hieß doch immer, dass die Häuser dort auch für junge Familien erschwinglich sein sollen.“  Als er dann vor Weihnachten die Angebote mit Preisen von Wilma zugeschickt bekam, war er ziemlich geschockt. Konkret soll die Doppelhaushälfte mit Garage und Stellplatz am Haus im Wohnpark rd. 443.000 Euro, mindestens aber 383.000 Euro kosten bei rd. 140 qm Wohnfläche und Grundstücken um die 300 qm – wobei Käufer die Wahl zwischen zwei Haustypen (W 193 oder W 145) haben. Hinzu kommen noch Kosten für Malerarbeiten, Fußböden und Extrawünsche, die vom Standard (z.B. bei Elektrik, Sanitärobjekten usw.) abweichen. Weitere Kosten kommen auf Käufer für Notar- und Gerichtskosten sowie natürlich die Grundsteuer zu. Alles in allem summieren sich da noch einmal locker Zusatzkosten in satter fünfstellige Höhe.

„Wenn man sich die Beschreibung ansieht, ist die Leistung von Wilma im Vergleich gar nicht mal so exorbitant teuer“, räumt K. dennoch ein. Trotzdem: „Wir können uns das als junge Familie kaum leisten. Woran wir uns vor allem stoßen, ist, dass vorher ein so falscher Eindruck erweckt worden ist.“ Das sei einfach ärgerlich. „Wir hätten uns schon auch eine preiswertere Variante in dem Neubaugebiet gewünscht“, meint K. „Vielleicht auch einen Haustyp, der nicht unterkellert und dafür etwas preiswerter ist.“ 

Neben rein finanziellen Überlegungen ist K. allerdings auch enttäuscht von der übrigen Planung des Wohnparks. „Da war vorher ja relativ viel Grün vorgesehen. Das gibt es jetzt auch nicht mehr.“ Aufgegeben hat der Familienvater den Wunsch nach einem eigenen Haus noch nicht. „Aber wir ziehen den Wohnpark wohl nicht mehr ernsthaft in Erwägung. Vielmehr schauen wir uns jetzt auch nach gebrauchten Immobilien um.“  

„Wasser auf die Mühlen“ der Kritiker

Da wurden einfach falsche Erwartungen geweckt.“

Wilfried Brinkmann

Die Kritik des Holzwickeder Familienvaters ist „Wasser die Mühlen“ des Bürgerblock-Sprechers Wilfried Brinkmann: Der Vorsitzende des Planungs- und Bauausschusses hat schon sehr früh immer wieder darauf hingewiesen, dass es in dem Neubaugebiet auf dem ehemaligen Kasernengelände weder günstige Baupreise noch das versprochene Grün geben wird. Zudem sei die Verkehrssituation längst nicht befriedigend geklärt. „Da wurden einfach falsche Erwartungen geweckt. Zur Ehrenrettung von Wilma muss man aber sagen: Die Wilma hat nie gesagt, dass sie besonders preisgünstig baut.“ Noch in einer der letzten öffentlichen Sitzungen des Jahres hatte Brinkmann vorgerechnet: Man müsse heute „für eine gute Eigentumswohnung von 3.000 Euro pro Quadratmeter“ ausgehen. „Die Wilma baut unterkellert und mit ausgebautem Dachgeschoss. Dafür verlangt sie auch einen stolzen Preis.“

Dass die CDU falsche Erwartungen geweckt habe, sieht ihr Vorsitzender allerdings nicht so. „Ich kenne die konkreten Angebote der Wilma nicht, aber im Moment sind die Baupreise schon happig. Man muss aber den ganzen Baumarkt bewerten.“ Die steigenden Preise gingen vor allem auf die aktuelle Zinspolitik zurück. „Es gibt derzeit eine hohe Nachfrage und ein geringes Angebot.“ Dass diese Entwicklung gerade für junge Familien nicht günstig ist, räumt Lausmann ein.

CDU hofft auf freie Marktwirtschaft

Die aktuelle Situation ist nichts, was wir uns gewünscht haben.“

Frank Lausmann

Als CDU-Chef trete er aber auch für die freie Marktwirtschaft ein. „Die Frage, ob die Häuser zu teuer sind, wir der Markt beantworten.“ Für einen echten Vergleich müsse man den Wohnpark mit anderen Neubaugebieten in der Nachbarschaft vergleichen. „Ich bin sicher, dass sich Wilma am Markt orientiert und reagiert, wenn sie ihre Häuser nicht verkaufen kann“, glaubt Lausmann. „Die aktuelle Situation ist nichts, was wir uns gewünscht haben“, räumt er ein. „Aber für unsere Entscheidung, das Wohngebiet auszuweisen, war die demografische Entwicklung die größte Herausforderung. Wir wollen über den Zuzug junger Familien unsere Schulen und Kitas sowie die übrige Infrastruktur sichern.“

Es habe ja sogar auch die in Aussicht gestellten Subventionen für junge Familien gegeben. „Es gibt das Baukindergeld und auch die Grunderwerbsteuer ist gesenkt worden“, erinnert der CDU-Chef. „Das betrifft zwar nicht speziell den Wohnpark Emscherquelle. Aber wir als Gemeinde haben da auch wenig Handlungsspielraum“, behauptet Lausmann. „Wir versuchen seit 16 Jahren eine vernünftige Lösung für das Kasernengelände zu finden. Mit dem Wohnpark Emscherquelle ist das gelungen.“

Dort, wo sich die Stein- und Erdhaufen türmen, wächst der Wohnpark Emscherquelle: Der Planungs- und Bauausschuss empfiehlt dem Rat, die planerischen Voraussetzungen abzuschließen in seiner Sitzung heute. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)

Wohnpark Emscherquelle: Fachausschuss empfiehlt Planverfahren abzuschließen

Der Planungs- und Bauausschuss hat dem Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstagabend (9.7.) mit Mehrheit der Stimmen von SPD und CDU empfohlen, die geänderten Planunterlagen (Flächennutzungs- und Bebauungsplan) für das Neubaugebiet Wohnpark Emscherquelle zu beschließen. „Wir freuen uns, jetzt endlich loslegen zu können“, so SPD-Sprecher Michael Klimziak. Ähnlich äußerte sich die CDU.

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Im Planungs- und Bauausschuss stellte Wilma-Projektmanager Andreas Häcker (r.), hier mit Fachbereichsleiter Uwe Nettlenbusch, erstmals öffentlich die Planungen für den Wohnpark Emscherquelle vor.

Gemeinde und Bauträger laden Bürger zum Info-Abend „Wohnpark Emscherquelle“ ein

Die Planungen zur Entwicklung der ehemaligen Emscherkaserne zum „Wohnpark Emscherquelle“ schreiten voran. Mittlerweile liegen alle relevanten Fachgutachten sowie der Bebauungsplan nebst Begründung im Entwurf vor. An dieser Stelle sieht das Baugesetzbuch im Bebauungsplanverfahren eine frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung vor. Diese frühzeitige Beteiligung wird in Form einer Informationsveranstaltung durchgeführt. Diese findet am Donnerstag, 8. November, ab 18 Uhr im Forum des Schulzentrums an der Opherdicker Straße statt.

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FDP-Kritik an Grünen: Nein zu vorgeschlagener Verkehrsentlastung voreilig

Um die Verkehrsentlastung im Quartier nach Besiedlung des Wohnparks Emscherquelle ist ein Streit zwischen den Gegnern des Neubaugebietes entbrannt: die Sölder Straße in Höhe der ehemaligen Emscherkaserne. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)
Um die Verkehrsentlastung im Quartier nach Besiedlung des Wohnparks Emscherquelle ist ein Streit zwischen den Gegnern des Neubaugebietes entbrannt: die Sölder Straße in Höhe der ehemaligen Emscherkaserne. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

FDP und Grüne, die beide das Neubaugebiet Wohnpark Emscherquelle ablehnen, streiten um die mögliche Verkehrsentlastung des Quartiers: Die Liberalen reagieren verschnupft darauf, dass Grünen zwei von drei ihrer jüngsten Vorschläge zur Verkehrsentlastung bereits öffentlich abgelehnt haben ohne sich vorher mit den Details auseinandergesetzt zu haben.

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Die FDP will den Einmündungsbereich Sölder- und Hauptstraße auf Kosten eines Parkplatzes und Grünbeetes übersichtlicher gestalten lassen. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Verkehrsgutachter: Straßen durch Wohnpark Emscherquelle nicht nennenswert belastet

Maximal 45 Sekunden Wartezeit sagt der Verkehrsgutachter auf der Sölder Straße / Hazuptstraße voraus, wennd er Wohnpark Emscherquelle voll belegt ist. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)
Die Verkehrsbelastung durch den Wohnpark Emscherquelle hält sich auch an dieser Stelle in Grenzen:  Maximal 45 Sekunden Wartezeit sagt der Verkehrsgutachter voraus, wenn der Wohnpark Emscherquelle voll belegt ist. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Das Ingenieurbüro Lindschulte & Kloppe stellte die Ergebnisse des Verkehrsgutachtens zum Wohnpark Emscherquelle heute (24. April) im Planungs- und Bauausschuss vor. Wie nicht anders zu erwarten, sahen sich Befürworter und Gegner des geplanten Baugebietes auf dem Gelände der ehemaligen Emscher-Kaserne gleichermaßen in ihrer Einschätzung bestätigt, welche Auswirkungen der Wohnpark auf die Verkehrssituation haben wird.

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SPD will Verkehrsgutachten zum Wohnpark Emscherquelle noch einmal überprüfen

Auch das will die SPD prüfen lassen: Kann eine Ampel im Einmündungsbereich der Sölder- und Hauptstraße für einen besseren Verkehrsfluss sorgen?. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)
Auch das will die SPD prüfen lassen: Kann eine Ampel im Einmündungsbereich der Sölder- und Hauptstraße für einen besseren Verkehrsfluss sorgen?. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Traut die SPD dem vorliegenden Verkehrsgutachten zum Wohnpark Emscherquelle nicht mehr? Die Fraktionen will jedenfalls auf Nummer Sicher gehen und hat jetzt beantragt, das Verkehrskonzept zum Wohnpark Emscherquelle noch einmal zu überdenken bzw. zu überplanen.

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Im Planungs- und Bauausschuss stellte Wilma-Projektmanager Andreas Häcker (r.), hier mit Fachbereichsleiter Uwe Nettlenbusch, erstmals öffentlich die Planungen für den Wohnpark Emscherquelle vor.

Investor stellt Pläne für Wohnpark Emscherquelle vor

Diese perspektivische Darstellung zeigt den geplanten Wohnpark Emscherquelle mit den sechs Mehrfamilienhäusern an der Sölder Straße (oben re.) sowie dem Grünzug in der Mitte mit der zweizügigen Kita am nördlichen Ende und den Gruben zur Versickerung des Oberflächenwassers am linken Rand. (Foto: Wilma)
Diese perspektivische Darstellung zeigt den Wohnpark Emscherquelle mit den sechs Mehrfamilienhäusern an der Sölder Straße (oben re.), den 135 Einfamilienhäusern sowie dem Grünzug in der Mitte mit der zweizügigen Kita am nördlichen Ende. Am linken Rand: die Gruben zur Versickerung des Oberflächenwassers. (Foto: Wilma)

Im Planungs- und Bauausschuss stellte heute der neue Eigentümer der ehemaligen Emscherkaserne und Investor, die Wilma Immobilien GmbH, erstmals öffentlich seine Planung für den Wohnpark Emscherquelle vor.

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Schlüsselübergabe heute auf der Expo in München, v.l. haben (von links): Dr. Gerald Brummund, BImA-Vorstandsmitglied Paul Johannes Fietz, Stefan Welkner sowie Felix Nolte (Verkaufsmanager bei der BImA für Ostwestfalen–Lippe). (Foto: BiMA)

Geheimnis gelüftet: Wilma AG kauft ehemaliges Kasernengelände

Schlüsselübergabe heute auf der Expo in München, v.l. haben (von links): Dr. Gerald Brummund, BImA-Vorstandsmitglied Paul Johannes Fietz, Stefan Welkner sowie Felix Nolte (Verkaufsmanager bei der BImA für Ostwestfalen–Lippe). (Foto: BiMA)
Schlüsselübergabe heute auf der Expo in München, v.l. (von links): Dr. Gerald Brummund, BImA-Vorstandsmitglied Paul Johannes Fietz, Stefan Welkner sowie Felix Nolte (Verkaufsmanager bei der BImA für Ostwestfalen–Lippe). (Foto: BImA)

Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Auf ihrem Stand auf der Immobilienmesse Expo Real in München hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) heute das Geheimnis gelüftet, wer im Bieterverfahren den Zuschlag für das Kasernengelände bekommen hat: die Firma Wilma Immobilien AG. Der Projektentwickler aus Ratingen will die ehemalige Emscherkaserne auf dem 8,8 Hektar großen Areal in ein Wohngebiet umwandeln.

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Wohnpark Emscherquelle: Bei ökologischer Ausrichtung wollen auch Grüne mitarbeiten

Die Holzwickeder Grünen wollen ihren Widerstand gegen den Wohnpark Emscherquelle aufgeben. Voraussetzung dafür ist eine ökologische Ausrichtung des Wohngebietes.
Die Holzwickeder Grünen wollen ihren Widerstand gegen den Wohnpark Emscherquelle aufgeben. Voraussetzung dafür ist eine ökologische Ausrichtung des Wohngebietes.

Genau wie FDP und Bürgerblock sind auch die Holzwickeder Grünen weiterhin gegen die geplante Wohnbebauung des ehemaligen Kasernengelände. Bislang verweigerten die Grünen deshalb auch konsequent jede Zusammenarbeit mit der CDU und SPD, wenn es um den Wohnpark Emscherquelle ging.  Jetzt ändern die Holzwickeder Grünen ihre Haltung und haben einen Antrag zum Wohnpark Emscherquelle zur Beratung im Umweltausschuss gestellt.

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