Die Paul-Gerhardt-Schule stellt sich im Rahmen von zwei Schulrundgängen und einem Informationsabend vor. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)

Schulsozialarbeit mittelfristig gesichert: So wollen Kommunen den Landeszuschuss verteilen 

Paul-Gerhardt-Schule
Die Schul­so­zi­al­ar­beit an den Grund­schulen ist mit­tel­fri­stig gesi­chert. Die Schul­de­zer­nenten im Kreis Unna haben sich jetzt darauf ver­stän­digt, wie der Lan­des­zu­schuss ver­teilt werden soll: die Paul-Ger­hardt-Schule in Hengsen. (Foto: Peter Gräber)

(PK) Die Schul­so­zi­al­ar­beit im Kreis­ge­biet ist mit­tel­fri­stig gesi­chert. In einer Schul­de­zer­nenten-Runde haben die Ver­treter der Städte und Gemeinden und des Kreises ein Kon­zept ent­wickelt, wie der Lan­des­zu­schuss ver­teilt werden soll. Dar­über hinaus wurden auch inhalt­liche Ver­ab­re­dungen getroffen.

Nicht nur für 40 Schul­so­zi­al­ar­beiter gibt es durch die Finanz­spritze des Landes Nord­rhein-West­falen in Höhe von jähr­lich 1,26 Mil­lionen Euro für die näch­sten drei Jahre eine Per­spek­tive, son­dern vor allem auch für die Kinder und Jugend­li­chen, mit denen sie zusam­men­ar­beiten. „Ich halte die Schul­so­zi­al­ar­beit für unver­zichtbar, ins­be­son­dere wenn es darum geht, Schü­le­rinnen und Schüler aus schwie­rigen sozialen und fami­liären Ver­hält­nissen zu unter­stützen“, sagt Landrat Michael Makiolla.

Der Eigen­an­teil in Höhe von jähr­lich 540.000 Euro für die Stellen in den Städten und Gemeinden sowie beim Kreis wird 2015 aus orga­ni­sa­to­ri­schen Gründen über den Kreis­haus­halt finan­ziert. Ab 2016 zahlt jeder Schul­träger den Eigen­an­teil selbst.

Für mich ist die Tätig­keit der Schul­so­zi­al­ar­beiter ein Bau­stein meiner Kam­pagne zur Hal­bie­rung der Jugend­ar­beits­lo­sig­keit bis zum Jahr 2020.“

Michael Makiolla, Landrat Kreis Unna.

Makiolla und die Schul­de­zer­nenten sind davon über­zeugt, dass es sich lohnt, an dieser Stelle Geld aus­zu­geben. Wenn es gelinge, mehr Jugend­liche in Aus­bil­dung zu bringen, müsse man später weniger Sozi­al­ko­sten tragen. „Für mich“, erläu­tert Makiolla, „ist die Tätig­keit der Schul­so­zi­al­ar­beiter ein Bau­stein meiner Kam­pagne zur Hal­bie­rung der Jugend­ar­beits­lo­sig­keit bis zum Jahr 2020.“ Des­halb sei er den Schul­de­zer­nenten und der Bür­ger­mei­ster­kon­fe­renz, die letzt­lich grünes Licht für den Vor­schlag gegeben hat, sehr dankbar für das schnelle Han­deln. „Das Kon­zept ist ein gutes Bei­spiel für eine erfolg­reiche inter­kom­mu­nale Zusam­men­ar­beit“, so Makiolla.

  • Hin­ter­grund: Ursprüng­lich sollte die Finan­zie­rung der Schul­so­zi­al­ar­beit über das Bil­dungs- und Teil­ha­be­paket des Bundes im Sommer 2014 aus­laufen. Auf Vor­schlag von Landrat Michael Makiolla beschloss der Kreistag jedoch die Wei­ter­fi­nan­zie­rung der wich­tigen Arbeit bis zum Schul­jah­res­ende 2014/​15. Nach der För­der­zu­sage von NRW-Mini­ster­prä­si­dentin Han­ne­lore Kraft geht es nun auch über diesen Zeit­raum hinaus defi­nitiv weiter.

Schulsozialarbeit

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