Rüffel im Rat: Von der Prinzenrolle zum Stutenkerl

Auweih (Small)

Für diesen gemein­samen Auf­tritt von Bür­ger­mei­ster Jenz Rother und dem Kul­tur­aus­schuss­vor­sit­zenden und Spit­zen­kan­di­daten der SPD, Michael Klim­ziak, bei der Eröff­nung des Weih­nachts­marktes gab es einen Rüffel von der CDU im Gemein­derat. (Foto: Peter Gräber)

Bei aller Har­monie im letzten Gemein­derat des Jahres wandte sich CDU-Chef Frank Laus­mann dann doch noch mit einer kri­ti­schen Spitze an Bür­ger­mei­ster Jenz Rother. Dass der Holzwickeder Weih­nachts­markt inzwi­schen bis weit ins Umland beliebt ist, freue ja auch die CDU, nahm Laus­mann Anlauf. „Ich habe mich dann aber doch sehr gewun­dert, dass Sie, Herr Bür­ger­mei­ster, den Weih­nachts­markt in diesem Jahr nicht wie üblich alleine, son­dern gemeinsam mit dem Kul­tur­aus­schuss­vor­sit­zenden, Michael Klim­ziak, eröffnet haben.“

In all den Jahren seiner Amts­zeit habe der Bür­ger­mei­ster den Weih­nachts­markt stets alleine eröffnet. Auch Jochen Hake (FDP) oder Frank Laus­mann selbst wären in ihrer Zeit als Kul­tur­aus­schuss­vor­sit­zende noch nie bei einer Weih­nachts­markt-Eröff­nung auf der Bühne gestanden. „Warum war denn der Kul­tur­aus­schuss­vor­sit­zende dieses Jahr dabei, genau drei Tage nach seiner Wahl als Spit­zen­kan­didat der SPD für die Bür­ger­mei­ster­wahl näch­stes Jahr?“, erkun­digte sich Laus­mann süf­fi­sant. Dabei sei Rother doch augen­schein­lich ganz gut auch alleine in der Lage gewesen, den Markt zu eröffnen. „Ich erwarte mir künftig ein­fach einen anderen Umgang mit sol­chen Ange­le­gen­heiten“, stellte der CDU-Chef unmiss­ver­ständ­lich klar.

Wir wissen natür­lich nicht, wie fit Holzwickedes Bür­ger­mei­ster tat­säch­lich am Eröff­nungstag war. Jenz Rother erklärte seinen gemein­samen Auf­tritt mit Michael Klim­ziak im Rat jeden­falls so: „Ich brauchte wegen der vielen Stu­tenkerle, die zu ver­teilen waren, drin­gend eine Ver­stär­kung.“ Außerdem ver­sprach Rother, dessen Amts­zeit im Oktober 20156 endet: „Näch­stes Jahr werde ich das auch ganz bestimmt nicht wieder tun.“

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