Auf der Bürgerwaldfläche am Wertstoffhof steht ab sofort ein 1.000 Liter-Wassercontainer zum Gießend er Jungbäume bereit. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)

Neuer Bürgerwald soll hinter Feuerwache Süd in Hengsen wachsen

Im Bürgerwald am Wertstoffhof soll es kein Pflanzfest mehr geben, Stattdessen wird eine Fläche südlich der neuen Rettungs- und Feuerwache in Hengsen als Bürgerwald aufgeforstet. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)
Im Bür­ger­wald am Wert­stoffhof soll es kein Pflanz­fest mehr geben, Statt­dessen wird eine Fläche süd­lich der neuen Ret­tungs- und Feu­er­wache in Hengsen als Bür­ger­wald auf­ge­for­stet. (Foto: P. Gräber – Emscher­blog)

Der Bür­ger­wald und Erhalt zweier großer Pap­peln auf dem Platz von Lou­viers waren zwei wei­tere Themen im Umwelt­aus­schuss am Dienstag dieser Woche. Wie Tanja Flor­mann, die Umwelt­be­auf­tragte der Gemeinde berich­tete, soll auf einer rd. 7.000 m2 großen Fläche hinter der Feuer- und Ret­tungs­wache Süd im Orts­teil Hengsen ein neuer Bür­ger­wald ent­stehen. Die Fläche wurde ins Auge gefasst, weil der der Bür­ger­wald der gemeind­li­chen Fläche öst­lich des Wert­stoff­hofes nicht mehr weiter wachsen kann.

Von der 13.000 m2 großen Flä­chen sind dort knapp 7.500 m2 für den Bür­ger­wald in Anspruch genommen. 108 hei­mi­sche Laub­bäume sind dort gepflanzt. Ein Teil der übrigen Bür­ger­wald­fläche dort wird für die Ost­um­ge­hung (L 677n) über­plant, so dass es keinen Sinn machen würde, dort noch wei­tere Bäume pflanzen zu lassen, wie die Umwelt­be­auf­tragte erläu­terte. Viel­mehr sollten die ver­blei­benden Rest­flä­chen des Bür­ger­waldes nach der Fer­tig­stel­lung des Stra­ßen­bau­pro­jektes durch ein­zelne Pflan­zungen ergänzt werden.

Fläche neben TuS Elch im Norden wird auch geprüft

Das erste Areal des Bür­ger­waldes nörd­lich der Klein­gar­ten­an­lage Am Oel­pfad umfasst eine Größe von ca. 5.000 m² und war bereits 2012 voll­ständig mit 54 Bäumen bepflanzt worden. Auf der neuen Bür­ger­wald­fläche süd­lich der Feu­er­wache in Hengsen gibt es Platz für wei­tere 100 Bäume.

Der Umwelt­aus­schuss stimmte diesem Vor­schlag der Ver­wal­tung zu. Kritik gab es jedoch vom Bür­ger­block an der Ver­wal­tung. Spre­cher Jochen Schönsee drückte seine Ver­wun­de­rung dar­über aus, dass die zunächst anvi­sierte Erwei­te­rungs­fläche, die unmit­telbar im Norden an die jet­zige Bür­ger­wald­fläche anschließt und seit Auf­gabe der Ten­nis­plätze des TuS Elch brach liegt, von der Ver­wal­tung „unter Berück­sich­ti­gung der Boden­ver­hält­nisse und Bestands­ve­ge­ta­tion als unge­eignet“ bezeichnet wird. Ein Gut­achten, musste die Umwelt­be­auf­tragte ein­räume, sei dazu nicht ein­ge­holt worden. Die Aus­sage basiere allein „auf der Ein­schät­zung“ durch die Ver­wal­tung. 

Jochen Schönsee bezeich­nete die Fläche dagegen als „sehr wohl geeignet“ und for­derte: „Wir sollten die Fläche genauer prüfen, ob dort im Norden auch eine Auf­for­stung mög­lich ist. Wir können ja beide Fläche nehmen.“

Fällantrag für Pappeln am Festplatz abgelehnt

Der Umweltausschuss lehnte den Fällantrag für diese beiden gemeindeeigenen Pappeln ab. (Foto: Gemeinde Holzwickede)
Der Umwelt­aus­schuss lehnte den Fäll­an­trag für diese beiden gemein­de­ei­genen Pap­peln ab. (Foto: Gemeinde Holzwickede)

Abge­lehnt wurde auch der Fäll­an­trag der Ver­wal­tung, im Rahmen der Ent­sie­ge­lung der alten Roll­schuh­bahn und Umge­stal­tung des Fest­platzes, zwei große alte Pap­peln zu fällen. Die beiden Bäume passten nicht mehr zum Allee-Cha­rakter im Park. Die SPD stimmte dem Antrag zu. Die Pap­peln sei schon sehr alt und ohnehin nicht beson­ders wert­voll. Auf­grund ihres Alters könnten sie auch den Bewuchs mit Efeu nicht mehr ver­tragen, so Fried­rich-Wil­helm Schmidt.

Auch die FDP-Ver­treter stimmten dem Fäll­an­trag zu.

Mit einer Stimme Mehr­heit lehnten aller­dings CDU, Bür­ger­block und auch die Grünen im Aus­schuss eine Fäl­lung ab. Die beiden Pap­peln könnten ohne wei­teres 100 bis 200 Jahre alt werden und seien kern­ge­sund. „Dass die Bäume nicht zum Allee-Cha­rakter passen, fällt jetzt nach 40 Jahren auf?“, wun­derte sich der BBL-Spre­cher. Das Argu­ment sei ledig­lich „vor­ge­schoben“.

Bürgerwald, Festplatz


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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