Neue Feuer- und Rettungswache an Löschzug II Süd übergeben

Offizielle Übergabe der neuen Feuer- und Rettungswache Süd an den neuen Löschzug II Süd, v.l. Hauptbrandmeister Alfons Kittl, Oberbrandmeister Jörg Engelberg, Bürgermeisterin Ulrike Drossel, stellvertretender Gemeindebrandinspektor Werner Kohlmann, Hauptbrandmeister Thomas Auth, Hauptbrandmeister Jörg Krumme. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Die neue Feuer- und Rettungswache an der Unnaer Straße ist heute (7. April) durch Bürgermeisterin Ulrike Drossel in Anwesenheit zahlreicher Gäste aus Politik und Verwaltung, darunter auch der stellvertretende Landrat Martin Wiggermann, sowie Vertretern der Feuerwehr aus Holzwickede, Unna und dem Kreis Unna an den neuen Löschzug II Süd  übergeben worden.  

Untergebracht ist neben den beiden Fahrzeugen der Rettungswache des Kreises Unna auch der neue Löschzug II Süd. „Es war die richtige Entscheidung“, sagte Bürgermeisterin Ulrike Drossel mit Blick auf Alt-Bürgermeister Jenz Rother, der ebenfalls unter den Gästen weilte und der in seiner Amtszeit den Neubau auf den Weg gebracht hat. Die Bürgermeisterin erinnerte auch daran, dass es keineswegs selbstverständlich gewesen ist, dass sich zwei so traditionsreiche Löschgruppen wie die aus Hengsen und Opherdicke ohne jede Allüren zum neuen Löschzug II Süd zusammengefunden und gemeinsam in einer Unterkunft aufgestellt haben.

„Die Feuerwehr gehört zur Infrastruktur unserer Gemeinde“, so Drossel weiter. „Nicht die Feuerwehr, sondern die Bürger benötigen ein funktionales Feuerwehrgerätehaus.“ Immerhin rd. 3,6 Mio. Euro haben sich die Gemeinde und der Kreis die neue Feuer- und Rettungswache Süd kosten lassen. Der Grundsatzbeschluss zum Bau wurde bereits im Februar 2014 vom Gemeinderat gefasst. Mitte Mai 2014 wurde dann der Auftrag an den Architekt Wilhelm Kemper vergeben und die Planungsgruppe beauftragt, die den Bau begleitete. Im März 2015 erfolgte der erste Spatenstich fünf Monate späte dann im August die Grundsteinlegung. Etwas verzögert wurde Fertigstellung lediglich durch drei Konkurse am Bau beteiligter Firmen sowie zwei Baustellendiebstähle.

Trotzdem gelang es, unterhalb der ursprünglich veranschlagten Baukosten zu bleiben. Die eingesparten rund 200.000 Euro sollen nun in das Feuerwehrgerätehaus Mitte investiert werden. Denn auch dort, so Bürgermeisterin Ulrike Drossel heute, sei die Technik veraltet, beispielsweise der Schwarz-Weiß-Bereich und die Atemschutzmasken-Werkstatt im Kellerbereich.

Die Bürgermeisterin dankte allen, die am Bau beteiligt waren, insbesondere auch der Feuerwehr für ihren Einsatz. Ein besonderes Dankeschön sagte Ulrike Drossel Gemeindebrandinspektor Jürgen Luhmann, der heute krankheitsbedingt nicht an der Übergabe teilnehmen konnte. Jürgen Luhmann sei täglich auf der Baustelle gewesen, habe alle Bauabschnitte begleitet und sich auch in die regelmäßigen Besprechungen eingebracht.

Ein Leben hat die Wache schon gerettet

Bürgermeisterin Ulrike Drossel dankte der Feuerwehr für ihren ehrenamtlichen Einsatz im Beisein zahlreicher Gäste aus Politik, Verwaltung und den Feuerwehren. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

„Gott zur Ehr‘, dem Nächsten zur Wehr“ lautet der Leitspruch der Feuerwehr, unter dem anschließend die beiden Pfarrer Bernhard Middelanis (katholische Liebfrauengemeinde) und Christian Bald (evangelischen Kirchengemeinde) die neue Feuer- und Rettungswache einweihten.

Mit wieviel Einsatz und Engagement die Mitglieder der beiden Löschgruppen den Bau ihres neuen Domizils begleitet haben, wurde deutlich, als die beiden Ortsvorsteher von Opherdicke und Hengsen, das Wort ergriffen. Gemeinsam mit Friedrich-Wilhelm Schmidt richtete Petra Kittl ihren besonderen Dank an die Frauen der Feuerwehrmänner. Diese hätte nämlich auf ihre Männer verzichten müssen, die zwei Jahre lang neben ihren Hauptberufen und dem ehrenamtlichen Feuerwehreinsatz auch noch viel Zeit und Arbeit für die neue Feuer- und Rettungswache geopfert hätten. „Das war wirklich eine Heidenarbeit“, erinnerte Petra Kittl. Mit der Fertigstellung der neuen Wache „sind wir Frauen nun froh, unsere Männer endlich wieder öfters zu Hause zu haben, um mit Ihnen etwas unternehmen zu können.“

Als Glücksbringer durfte schließlich Schornsteinfeger Willi Herkelmann das Schlußwort des offiziellen Tages sprechen. Herkelmann erinnert kurz und knapp an das Wesentliche: „Diese Wache hier hat auch schon ein Leben gerettet. Als nämlich jemand mit einem Herzanfall Hilfe benötigte, war das Rettungsfahrzeug in nur zwei Minuten da.“

INFO zur Feuer- und Rettungswache Süd:

  • Nutzfläche insgesamt 1.339 m2
  • Nutzung Feuerwehr (EG) 735 m2
    sowie im OG weitere 735 m
  • Nutzung Rettungswache (EG) 258 m2
  • Für die Feuerwehr befinden sich fünf Stellplätze in der Wache (einer davon auch als Waschplatz nutzbar). Für die Einsatzfahrzeuge der Rettungswache gibt es zwei Stellplätze.
  • Auf dem Dach der Feuer- und Rettungswache Süd befindet sich eine Photovoltaik-Anlage mit 106 m  Kollektrofläche und 16,36 kWp. Diue Beleuchtung der Wache erfolgt über LED-Technik.

Feuerwehr


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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