Das neue Drehleiterfahrzeug der Holzwickeder Feuerwehr rollte zur offiziellen Übergabe am Samstag umhüllt von künstlichem Nebel aus dem Feuerwehrgerätehaus Mitte. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Neue Drehleiter der Holzwickeder Feuerwehr mit ökumenischem Segen übergeben

Das neue Drehleiterfahrzeug der Holzwickeder Feuerwehr rollte zur offiziellen Übergabe am Samstag umhüllt von künstlichem Nebel aus dem Feuerwehrgerätehaus Mitte. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)
Das neue Dreh­lei­ter­fahr­zeug der Holzwickeder Feu­er­wehr rollte zur offi­zi­ellen Über­gabe am Samstag umhüllt von künst­li­chem Nebel aus dem Feu­er­wehr­ge­rä­te­haus Mitte. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Nein, ein „Schnäpp­chen“ ist die neue Dreh­leiter der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr der Gemeinde mit 650.000 Euro Anschaf­fungs­ko­sten sicher nicht, wie Bür­ger­mei­sterin Ulrike Drossel am Samstag bei der offi­zi­ellen Über­gabe erklärte. Doch mit dem neuen Hub­ret­tungs­fahr­zeug ist die Holzwickeder Feu­er­wehr „tech­nisch und ein­satz­tak­tisch super für die näch­sten Jahre auf­ge­stellt“, bestä­tigt so Udo Fern­holz, stell­ver­tre­tender Ein­heits­führer des Lösch­zugs Mitte, wo das Fahr­zeug sta­tio­niert ist.

Bevor das neue Fahr­zeug schließ­lich in künst­li­chen Nebel­ge­hüllt aus dem Gerä­te­haus an der Bahn­hof­straße rollte, konnten die Zuschauer, unter ihnen Ver­treter der Politik und Ver­wal­tung, der ehe­ma­lige Fach­be­reichs­leiter Volker Risse und Mit­glieder der Alters- und Ehren­ab­tei­lung, noch einen letzten Blick auf das alte Dreh­lei­ter­fahr­zeug werfen, das nun ver­kauft wird. 22 Jahre lang hat die alte Dreh­leiter gute Dienste geleitet, wie Udo Fern­holz betonte. Bei beson­deren Brand­ein­sätzen wie bei Marco mes­sebai in Holzwickede, dem Stahl­werk Ergste Zapp, der GWA in Bönen und am Frank­furter Weg oder auch als Unter­stüt­zung bei etli­chen Pati­en­ten­trans­porten. Bestellt wurde das alte Fahr­zeug sei­ner­zeit gemeinsam mit Fahr­zeugen für Berg­kamen und Dort­mund, wodurch die Anschaf­fung gün­stiger geworden war.

Symbolische Schlüsselübergabe

Von rechts: Bürgermeisterin Ulrike Drossel überreicht Einheitsführer Werner Kohlmann den symbolischen Schlüssel für das neue Einsatzfahrzeug, das von Pfarrer Bernhard Middelanis und Pfarrerin Claudia Brühl-Vonhoff anschließend den ökumenischen Segen erhielt. Ebenfalls im Bild die beiden stellvertretenden Einheitsführer Udo Fernholz und Jens Preetz. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)
Von rechts: Bür­ger­mei­sterin Ulrike Drossel über­reicht Ein­heits­führer Werner Kohl­mann den sym­bo­li­schen Schlüssel für das neue Ein­satz­fahr­zeug, das von Pfarrer Bern­hard Mid­de­lanis und Pfar­rerin Claudia Brühl-Von­hoff anschlie­ßend den öku­me­ni­schen Segen erhielt. Eben­falls im Bild die beiden stell­ver­tre­tenden Ein­heits­führer Udo Fern­holz und Jens Preetz. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Die neue Dreh­leiter wurde auf Basis eines MAN durch die Firma Rosen­bauer in Karls­ruhe gebaut. Die Bau­zeit betrug zwölf Monate. Vier Mit­glieder der Holzwickeder Feu­er­wehr, dar­unter auch eine Kame­radin, waren dann im Sep­tember nach Karls­ruhe gefahren, um sich in der neuen Technik ein­weisen zu lassen und das Fahr­zeug zu über­nehmen. Die neuen Maschi­ni­sten können nun mehr aus­ge­bildet werden.

Das neue Dreh­lei­ter­fahr­zeug wiegt satte 15,5 t, ist 3,30 m hoch, 2,50 m breit und etwa 11 m lang. Für ein ordent­li­ches Vor­wärts­kommen zum Ein­satz­tort sorgt ein 290 PS starker Motor in Ver­bin­dung mit einem voll­au­to­ma­ti­schen Getriebe. Der Ret­tungs­korb ist für fünf Per­sonen aus­ge­legt und trägt ca. 500 kg. Ein wei­terer großer Vor­teil ist die fest­ein­ge­baute Was­ser­lei­tung bis in den großen Korb. Mit dem LED-beleuch­teten Ret­tungs­korb können Pati­enten bis 300 kg geborgen werden.

Die alte Drehleiter hat 22 Jahre lang gute Dienste geleistet und wird jetzt "in Rente" geschickt bzw, verkauft. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)
Die alte Dreh­leiter hat 22 Jahre lang gute Dienste gelei­stet und wird jetzt „in Rente“ geschickt bzw, ver­kauft. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Die Ret­tungs­höhe der neuen Leiter beträgt 30 m. Die wich­tigste Beson­der­heit des neuen Ein­satz­fahr­zeuges ist jedoch: Anders als bei der alten Dreh­leiter kann bei dem neuen Fahr­zeug das erste Lei­ter­teil abge­senkt und abge­knickt werden. So kann die Feu­er­wehr nicht nur in großer Höhe, son­dern auch bei­spiels­weise über Häuser hinweg im hin­teren ihren Auf­gaben nach­kommen.

Zur offi­zi­ellen Über­gabe der Dreh­leiter über­reichte Bür­ger­mei­sterin Ulrike Drossel am Samstag an den Ein­heits­führer des Lösch­zuges 1, Werner Kohl­mann, den sym­bo­li­schen Schlüssel für das neue Ein­satz­fahr­zeug. Anschlie­ßend gab es einen öku­me­ni­schen Got­tes­dienst, in dem die evan­ge­li­sche Pfar­rerin Claudia Brühl-Von­hoff und der katho­li­sche Pfarrer Bern­hard Mid­de­lanis die neue Dreh­leiter öku­me­nisch seg­neten und weihten.

Nach der Fahr­zeug­über­gabe wurden drei Beför­de­rungen durch den Leiter der Holzwickeder Feu­er­wehr, Enrico Bir­ken­feld, vor­ge­nommen. Beför­dert wurden Pascal Böse zum Unter­brand­mei­ster, Udo Fern­holz zum Brand­in­spektor und Marco Schäfer zum Gemein­de­brand­in­spektor.

Für die Gäste und Zuschauer gab es nach der Ein­wei­hung schließ­lich Grill­würst­chen und Getränke.

Drehleiterfahrzeug, Feuerwehr


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

Kommentar

  • Hmm,

    nichts gegen eine ordent­liche Aus­rü­stung, die unsere Helfer sicher­lich brau­chen und natür­lich auch haben sollen, aber …

    Die wich­tigste Beson­der­heit des neuen Ein­satz­fahr­zeuges ist jedoch: Anders als bei der alten Dreh­leiter kann bei dem neuen Fahr­zeug das erste Lei­ter­teil abge­senkt und abge­knickt werden“

    Dafür geben wir jetzt 650.000 Euro aus ?
    Warum musste das alte, ja doch eher selten genutzte Spe­zial-Fahr­zeug nach „nur“ 22 Jahren unbe­dingt aus­ge­mu­stert werden ?

    Höhere Häuser als vor­handen sind in Howi seit Jahr­zehnten nicht mehr gebaut worden, das neue Fahr­zeug kann offen­sicht­lich wenig besser als das alte und die Kilo­me­ter­lei­stung (ich tippe mal auf 15 – 20Tkm) kann es ja wohl auch kaum gewesen sein. Ohne das alte Fahr­zeug genau zu kennen, gehe ich über­dies mal von einem sehr guten Pfle­ge­zu­stand aus.

    Warum also ?

    Bleibt nur zu hoffen, daß das alte Fahr­zeug nun gewinn­brin­gend ver­kauft und dieses „Gemeinde-Ver­mögen“ nicht wieder wohl­wol­lend ver­schenkt wird !

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