Nicht nur von oben schön – auch die inneren Werte sind sehenswert, wie die Besucherzahlen der Ausstellungen auf Haus Opherdicke bestätigen. (Foto: Hans Blossey)

Kreistag beschließt Umbau des ehemaligen Schafstalls von Haus Opherdicke

Nicht nur von oben schön – auch die inneren Werte sind sehenswert, wie die Besucherzahlen der Ausstellungen auf Haus Opherdicke bestätigen. (Foto: Hans Blossey)
Der Kreistag beschloss heute den Umbau des ehemaligen Schafstalls – ein Baustein zur Weiterentwicklung der Gastronomie auf Haus Opherdicke. (Foto: Hans Blossey)

Des Kreises Unna tagte heute und hat sich unter anderen Themen auch mit der Weiterentwicklung von Haus Opherdicke befasst. Der Kreistag beschloss den Umbau des ehemaligen Schafstalls, um die Entwicklung des seit den 1980er-Jahren im Kreisbesitz befindlichen Schlosses weiter zu fördern, wie die SPD-Kreistagsfraktion dazu mitteilt.

So sind im Schafstall ein Kunstmagazin, ein Passepartout-Raum, ein allgemeines Lager und ein Aufenthaltsraum geplant. Der Bau einer Werkstatt unterstützt darüber hinaus auch die museumspädagogischen Angebote in Opherdicke. Durch die Baumaßnahme ergibt sich die Möglichkeit, die Kellerräume des Haupthauses komplett für das Bistro zu nutzen. „Der Umbau des Schafstalls ist somit ein Baustein für die Weiterentwicklung der Gastronomie auf Haus Opherdicke“, betont Jens Schmülling für die Sozialdemokraten.

Der Kreistag beauftragte zugleich den Landrat, für die Bewirtschaftung des Kulturcafés/Bistros sowie die exklusive Durchführung des Caterings bei Veranstaltungen auf Haus Opherdicke einen geeigneten Betreiber bzw. eine geeignete Betreibergemeinschaft zu suchen. In der Übergangszeit soll es einen Café-Betrieb geben.

Kreistag ruft offiziell Klimanotstand aus

Außerdem setzte der Kreistag ein Zeichen in Sachen Klimaschutz: Mit gleich drei Beschlüssen, so die SPD weiter, wurde die Dringlichkeit des Themas untermauert. So ruft der Kreis Unna offiziell den Klimanotstand aus und macht auf diese Weise die Auswirkungen auf Klima und Umwelt zu einem permanenten Kriterium aller künftigen Entscheidungen. Und: In Abstimmung mit den kreisangehörigen Kommunen wird ein integriertes Klimaanpassungs- und Klimaschutzkonzept entwickelt.

Die auf Kreis- und kommunaler Ebene bislang verwirklichten Einzelmaßnahmen, wie zum Beispiel der schrittweise Umstieg auf E-Mobilität, sollen Bestandteil dieses Konzeptes werden. Auch gilt es zu prüfen, welche Maßnahmen des Kreises – über die bisherigen Klimaschutzbemühungen hinaus – zur Verringerung der Treibhausgasemissionen unmittelbar beitragen können. Klimaschutz soll außerdem zu einem Leitziel der strategischen Steuerung des Kreises werden.

Der Landrat wurde beauftragt, künftig einen jährlichen Bericht über die Auswirkungen der CO2-Emissionen im Kreis Unna zu geben.

Gäste im Kreistag waren Unnaer Schüler, die sich im Rahmen der Fridays-for-Future-Proteste regelmäßig für den Klimaschutz engagieren.

Prüfauftrag für Werkstatt Unna

Schließlich beschloss der Kreistag mehrheitlich zusammen mit der Kreisstadt Unna einen Prüfauftrag für die Werkstatt Unna. Dazu soll per Gutachten (50.000 Euro teuer) überprüft werden,  ob und inwieweit Maßnahmen und Angebote der Werkstatt in eine Kreisgesellschaft überführt werden können. Damit entspricht der Kreistag einer Bitte aus Unna.

Die Werkstatt ist die wichtigste außerschulische Bildungs- und Beschäftigungseinrichtung im Kreis, die in allen größeren Kommunen aktiv ist (außer Werne) und jährlich über 6.000 Menschen aus den unterschiedlichsten Zielgruppen erreicht. Aktuell sind bei der Werkstatt 500 Mitarbeitende in fünf Gesellschaften beschäftigt. Die „Kernangebotsfelder“ umfassen:

  • in der Schule (als präventive Angebote): Schulsozialarbeit, Potenzialanalyse, Berufsorientierung, Bewerbungstraining, Elternarbeit
  • nach der Schule (Übergang Schule-Ausbildung): assistierte Ausbildung, Jugendwerkstatt, Produktionsschule, Berufsausbildung, Schulsoziarbeit in Berufskollegs
  • nach der Ausbildung (Übergang in Arbeit): Umschulung, Nachqualifizierung, Trainings, Gesundheitsförderung, Beschäftigungsförderung.

Für die SPD-Kreistagsfraktion unterstrich Brigitte Cziehso ,  dass das Gutachten ergebnisoffen angelegt ist.

Haus Opherdicke, Klimanotstand, Kreistag

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