Kommunen und Land – Hand in Hand: Hans-Willi Körfges zu Gast in Unna

Rüdiger Weiß, MdL Herbert Goldman, B90/Die Grünen, MdL Herbert Dörrmann, Werkstatt Unna Werner Kolter Bürgermeister Unna Michael Makiolla, Landrat Hartmut Ganzke, SGK/MdL Hans-Willi Körfges, MdL Wilhelm Jasperneite, CDU Kreistagsfraktion Roland Schäfer, Bürgermeister Bergkamen

Tref­fen zum Kom­mu­na­len Früh­ling in Unna, v.l.: Rüdi­ger Weiß, MdL, Her­bert Gold­man, B90/Die Grü­nen, MdL, Her­bert Dörr­mann, Werk­statt Unna, Wer­ner Kol­ter Bür­ger­mei­ster Unna, Micha­el Makiol­la, Land­rat, Hart­mut Ganz­ke, SGK/MdL, Hans-Wil­li Körf­ges, MdL­Wil­helm Jas­per­n­ei­te, CDU Kreis­tags­frak­ti­on, Roland Schä­fer, Bür­ger­mei­ster Berg­ka­men. (Foto: pri­vat)

Kom­mu­na­ler Früh­ling“ – unter die­sem Mot­to tra­fen sich bei der Werk­statt im Kreis Unna in der ehe­ma­li­gen Katha­ri­nen­schu­le rund 50 sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Rats- und Kreis­tag­mit­glie­der, Sach­kun­di­ge Bür­ger und Bür­ger­mei­ster, an Kom­mu­nal­po­li­tik Inter­es­sier­te sowie Gäste von CDU, Grü­ne und FDP.

Ein­ge­la­den hat­te Hart­mut Ganz­ke, MdL und Vor­sit­zen­der der Kreis SGK (Sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Gemein­schaft für Kom­mu­nal­po­li­tik) den stell­ver­tre­ten­den Vor­sit­zen­den der SPD-Land­tags­frak­ti­on Hans-Wil­li Körf­ges aus Mön­chen­glad­bach. Mit sei­ner lang­jäh­ri­gen Erfah­rung aus dem Rat sei­ner Hei­mat­stadt unter­strich Hans-Wil­li Körf­ges gleich zu Beginn, dass die Par­tei­en, die sich auch vor Ort mit allen Lebens­be­rei­chen beschäf­ti­gen, Bür­ge­rin­nen und Bür­ger wirk­lich reprä­sen­tie­ren, rea­le Sor­gen und Pro­ble­me ken­nen, sich um Lösun­gen im Sin­ne gemein­sa­mer Wer­te bemü­hen, die Volks­par­tei­en sind. Popu­li­sti­sche Rat­ten­fän­ger haben dann kei­ne Chan­ce, wenn Lösun­gen erar­bei­tet wer­den, die die Men­schen bewe­gen.

Natür­lich setzt dies die Hand­lungs­fä­hig­keit der Kom­mu­nen vor­aus, dafür brau­chen sie die Unter­stüt­zung des Lan­des, aber auch des Bun­des um die umfäng­li­chen sozia­len Auf­ga­ben zu mei­stern, für eine gute Infra­struk­tur zu sor­gen, Kul­tur- und Ver­eins­le­ben attrak­tiv zu gestal­ten oder in die Zukunft unse­rer Kin­der und Jugend­li­che zu inve­stie­ren. Das Land ist bereit zu hel­fen und  gibt z.B. den Stär­kungs­pakt­kom­mu­nen — im Kreis zäh­len dazu Selm, Schwer­te und Bönen — wie­der eine Per­spek­ti­ve. Und alle Städ­ten und Gemein­den im Land erhal­ten rund 300 Mio. Euro im Jahr zusätz­lich, z.B. über einen erhöh­ten Anteil an der Grund­er­werbs­steu­er. 2016 hat die Gemein­de­fi­nan­zie­rung mit 10,38 Mrd. Euro die Rekord­sum­me seit Bestehen des Lan­des NRW erreicht, rund 3 Mrd. mehr als zu Beginn der Regie­rung Kraft. Klar ist: Um die Kom­mu­nen nach­hal­tig zu ent­la­sten, soll­te der Bund min­de­stens 50% der kom­mu­na­len Sozi­al­lei­stun­gen über­neh­men, die auf Grund von Bun­des­ge­set­zen erbracht wer­den müs­sen – immer­hin umfas­sen die­se sozia­len Trans­fer­lei­stun­gen rund 60% des Kreis­haus­hal­tes, bemerk­te Land­rat Micha­el Makiol­la dazu.

Soziale Transferleistungen machen 60 % des Kreisetats aus

Hartmut Ganzke (r.) überreicht Hans-Willi Körfges und seiner Frau ein Gastgeschenk. (Foto: privat)

Hart­mut Ganz­ke (r.) über­reicht Hans-Wil­li Körf­ges und sei­ner Frau ein Gast­ge­schenk. (Foto: pri­vat)

Hans-Wil­li Körf­ges dank­te den Tau­sen­den von frei­wil­li­gen Hel­fe­rin­nen und Hel­fern und den Kom­mu­nen, die es geschafft haben, dass alle, die vor Krieg und Ver­fol­gung flie­hen muss­ten eine Dach über dem Kopf und eine Grund­ver­sor­gung mit dem lebens­wich­ti­gen Din­gen bekom­men. Rund vier Mil­li­ar­den ste­hen in 2016 für Flücht­lin­ge im Lan­des­haus­halt, die Hälf­te geht direkt an die Kom­mu­nen mit der ande­ren sorgt das Land für gelin­gen­de Inte­gra­ti­on. Dafür soll es einen Inte­gra­ti­ons­plan NRW geben, der noch vor der Som­mer­pau­se verb­schie­det wird. „Woh­nungs­not, Lang­zeit­ar­beits­lo­sig­keit und erneue­rungs­be­dürf­te Infra­struk­tur gab es schon vor der Flücht­lings­kri­se. Unse­re Auf­ga­be besteht dar­in, preis­wer­ten Wohn­raum, gute Arbeit, Infra­struk­tur und Bil­dung für alle Men­schen zur Ver­fü­gung zu stel­len“, stellt Hans-Wil­li Körf­ges klar.

Woh­nungs­not, Lang­zeit­ar­beits­lo­sig­keit und erneue­rungs­be­dürf­te Infra­struk­tur gab es schon vor der Flücht­lings­kri­se. Unse­re Auf­ga­be besteht dar­in, preis­wer­ten Wohn­raum, gute Arbeit, Infra­struk­tur und Bil­dung für alle Men­schen zur Ver­fü­gung zu stel­len“

Hans-Wil­li Körf­ges, stv. Vor­sit­zen­der SPD-Land­tags­frak­ti­on

Alle Betei­lig­ten müs­sen schnell Klar­heit über die Bleibe­per­spek­ti­ve bekom­men, so der Sozi­al­de­mo­krat. Nur so kann Inte­gra­ti­on tat­säch­lich begin­nen. Und auch für die­je­ni­gen, die kei­nen Anspruch auf Asyl oder Aner­ken­nung als Kriegs­flücht­ling haben, brau­chen wir eine Ant­wort, unter­strich Hans-Wil­li Körf­ges.

Vie­le Men­schen wer­den lan­ge oder für immer bei uns blei­ben, so Frak­ti­ons­vi­ze Körf­ges. Nicht nur Wirt­schaft und das Hand­werk sehen lang­fri­stig einen gro­ßen Nut­zen für unser Land. Aber unse­re Kom­mu­nen müs­sen schnell bei den Kosten der Auf­nah­me, der Unter­brin­gung und der Inte­gra­ti­on unter­stützt wer­den.

Das Lob für die kom­mu­nal­po­li­ti­schen Ver­ei­ni­gun­gen, an vor­der­ster Front die SGK, als Küm­me­rer und Inter­es­sen­ver­tre­ter gegen­über Bund und Land hör­te der Kreis­vor­sit­zen­de Hart­mut Ganz­ke gern. „Unse­re Demo­kra­tie kann nur mit einer akti­ven und hand­lungs­fä­hi­gen kom­mu­na­len Ebe­ne funk­tio­nie­ren. Der Dank geht beson­ders an die vie­len Ehren­amt­li­chen vor Ort,“ unter­strich er in sei­nem Schluss­wort.

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visage

Dipl.-Journalist

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