Landrat und ver.di-Chef Bsirske einig: Öffentlicher Dienst unverzichtbar

: Landrat Makiolla und ver.di-Chef Bsirske mit dem Personalratsvorsitzenden Frank Brüggemann (4.v.l.) auf dem Weg zur Personalversammlung. Foto: B. Kalle – Kreis Unna

Landrat Makiolla und ver.di-Chef Bsirske mit dem Per­so­nal­rats­vor­sit­zenden Frank Brüg­ge­mann (4.v.l.) auf dem Weg zur Per­so­nal­ver­samm­lung. (Foto: B. Kalle – Kreis Unna)

(PK) Spit­zen­be­such in der Kreis­ver­wal­tung: Der ver.di-Bundesvorsitzende Frank Bsirske traf sich erst mit Landrat Michael Makiolla zum internen Aus­tausch und war dann einer der Gast­redner bei der Per­so­nal­ver­samm­lung der Kreis­ver­wal­tung.

Bsirske und Andreas Hem­sing, der stell­ver­tre­tende Vor­sit­zende der Gewerk­schaft Komba NRW, folgten einer Ein­la­dung, die der Per­so­nalrat der rund 1.000 Mit­ar­beiter zäh­lenden Kreis­ver­wal­tung Unna aus­ge­spro­chen hatte.

Die beiden Gewerk­schafter gingen ange­sichts der gerade eröff­neten Tarif­runde für die Beschäf­tigten der Kom­munen und beim Bund natür­lich ganz aktuell auf die der­zeit lau­fenden Gespräche der Tarif­partner ein.

In seinem Gruß­wort hatte Landrat Makiolla zuvor deut­lich gemacht, dass ihm als Behör­den­leiter und damit als Arbeit­geber bei Tarif­ver­hand­lungen eine andere Rolle als den Gewerk­schaf­tern zukomme. Als lang­jäh­riger Mit­ar­beiter des öffent­li­chen Dien­stes und Gewerk­schafts­mit­glied sei es für ihn jedoch selbst­ver­ständ­lich, dass die im öffent­li­chen Dienst Beschäf­tigten „an der all­ge­meinen Ein­kom­mens­ent­wick­lung in Deutsch­land teil­haben sollen“, denn: „Für gute Arbeit muss auch eine ange­mes­sene Ent­loh­nung gewährt werden“.

Kreishaushalt braucht Entlastung für finanzielle Spielräume

Makiolla unter­strich, dass der öffent­liche Dienst in den letzten Monaten ange­sichts der Flücht­lings­be­we­gung gezeigt habe, „was wir lei­sten und wie unver­zichtbar wir für dieses Land sind“.

Da ins­be­son­dere die Kom­munen im Ruhr­ge­biet struk­tu­rell unter­fi­nan­ziert seien, sei es aber schwer, die berech­tigten und ver­dienten Ein­kom­mens­zu­wächse der Beschäf­tigten ohne Spar­maß­nahmen und die Erhö­hung ört­li­cher Steuern zu finan­zieren.

Der Behör­den­leiter erin­nerte daran, dass die Sozi­al­ko­sten 60 Pro­zent des Kreis­haus­halts aus­machten. Eine Ent­la­stung bei der Ein­glie­de­rungs­hilfe und den Kosten der Unter­kunft sei drin­gend not­wendig, um finan­zi­elle Spiel­räume über­haupt zu schaffen. Landrat Makiolla unter­strich des­halb, dass er bei „diesem poli­ti­schen Kampf auf die aktive Unter­stüt­zung von ver.di und Komba“ setzt.

Der ver.di-Bundesvorsitzende Bsirske ließ zu Beginn seiner Aus­füh­rungen keinen Zweifel daran, dass er „ganz nah beim Kreis Unna“ sei und die For­de­rungen von Landrat Makiolla unein­ge­schränkt unter­stütze: „Ein wei­teres Aus­blu­tung der Kom­munen muss unbe­dingt ver­hin­dert werden.“ Der Gewerk­schafter sicherte zu, sich in diesen Sinne auch weiter zu enga­gieren.

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