Die Bundespolizei nahm am Donnerstag (5.9.) drei Personen bei der Einreise am Dortmunder Flughafen fest. (Symbolfoto: Polizei)

Gesuchter 39-Jähriger geht Bundespolizei im Flughafen ins „Netz“: 639 Tage Gefängnis

Die Bundespolizei nahm einen 39-jährigen mazedonischen Staatsangehörigen bei der Einreise im Dortmunder Flughafen fest. (Symbolfoto: Polizei)
Die Bun­des­po­lizei nahm einen 39-jäh­rigen maze­do­ni­schen Staats­an­ge­hö­rigen bei der Ein­reise im Dort­munder Flug­hafen fest. (Sym­bol­foto: Polizei)

Für fast zwei Jahre lie­ferten Ein­satz­kräfte der Bun­des­po­lizei gestern Morgen (25. 6.) einen maze­do­ni­schen Staats­an­ge­hö­rigen in die Dort­munder Justiz­voll­zugs­an­stalt (JVA) ein.

Der Mann wollte gegen 8.30 Uhr mit einem Flug aus Skopje (Maze­do­nien) über den Dort­munder Flug­hafen in das Bun­des­ge­biet ein­reisen. Bei seiner grenz­po­li­zei­li­chen Ein­rei­se­kon­trolle stellten Bun­des­po­li­zi­sten fest, dass gegen den in Essen wohn­haften Mann gleich zwei Haft­be­fehl vor­lagen.

Bereits im Oktober 2013 war der Mann vom Essener Amts­ge­richt wegen fahr­läs­siger Trun­ken­heit im Ver­kehr ver­ur­teilt worden. Von dem Urteil waren noch 150 Tage Rest­frei­heits­strafe (von zuvor einem Jahr Frei­heits­strafe) offen.

Im Oktober 2014 wurde er erneut vom Amts­ge­richt in Essen ver­ur­teilt. Diesmal wegen Dieb­stahls gering­wer­tiger Sachen, räu­be­ri­schen Dieb­stahls, ver­suchten schweren Dieb­stahls und uner­laubter Abgabe von Betäu­bungs­mit­teln. Des­wegen hatte er noch eine Rest­frei­heits­strafe von 489 Tagen (von ins­ge­samt zwei Jahren und acht Monaten Gesamt­frei­heits­strafe) zu ver­büßen.

Ein­satz­kräfte der Bun­des­po­lizei lie­ferten den Maze­do­nier in die Dort­munder JVA ein, wo er nun die näch­sten 639 Tage ver­bringen wird.

Vorbildlicher Flugreisender

Vor­bild­lich und vor allem arbeits­er­leich­ternd für die Bun­des­po­lizei ver­hielt sich dagegen ein 29-jäh­riger Mann aus Dort­mund. Der koso­va­ri­sche Staats­an­ge­hö­rige mel­dete sich gestern Mittag (25. Juni) in der Wache der Bun­des­po­lizei am Dort­munder Haupt­bahnhof.

Im Gespräch mit einem Bun­des­po­li­zi­sten erklärte der 29-Jäh­rige, dass er am kom­menden Tag eine Flug­reise in den Kosovo antreten würde. Vor der Reise wolle er jedoch klären, ob viel­leicht noch etwas gegen ihn vor­liegen könnte.

Eine Über­prü­fung ergab tat­säch­lich, dass der Dort­munder mit einem Haft­be­fehl gesucht wurde. Offen­sicht­lich hatte der 29-Jäh­rige eine Geld­buße aus dem Jahre 2018 nie begli­chen. Des­wegen wurde gegen ihn ein Haft­be­fehl erlassen.

Weil er noch in der Wache den gefor­derten Betrag von 160,- Euro samt Ver­wal­tungs­ko­sten (28,50 Euro) zahlte, blieb ihm eine Erzwin­gungs­haft von sechs Tagen erspart. Zudem ersparte er sich und der Bun­des­po­lizei die zeit­rau­benden Maß­nahmen am Flug­hafen, vor Beginn seiner Reise.

Bundespolizei, Flughafen

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