Nach zweijähriger Vorarbeit hat der Kreistag jetzt den Medienentwicklungsplan für die Schulen des Kreises Unna beschlossen. (Symbolfoto: unsplash)

Digitalisierung der Schulen: Kreis beschließt Medienentwicklungsplan

Nach zweijähriger Vorarbeit hat der Kreistag jetzt den Medienentwicklungsplan für die Schulen des Kreises Unna beschlossen. (Symbolfoto: unsplash)
Nach zwei­jäh­riger Vor­ar­beit hat der Kreistag jetzt den Medi­en­ent­wick­lungs­plan für die Schulen des Kreises Unna beschlossen. (Sym­bol­foto: unsplash)

Es ist ein Mam­mut­pro­jekt, das die Kreis­ver­wal­tung stemmen muss: Seit Oktober 2018 plant eine Arbeits­gruppe, wie die Schulen in Trä­ger­schaft des Kreises Unna in Sachen Digi­ta­li­sie­rung zukunfts­fähig auf­ge­stellt werden können. Nach fast zwei Jahren Arbeit steht der Medi­en­ent­wick­lungs­plan. Der Kreistag hat ihn beschlossen und damit auch seine Umset­zung in den Jahren 2021 bis 2025. 

Der Plan soll zeitnah umge­setzt werden. Einmal jähr­lich soll die Ver­wal­tung der Politik Bericht erstatten, damit ggf. auch eine Fort­schrei­bung vor 2025 auf den Weg gebracht werden kann. Bei der Erstel­lung des Medi­en­ent­wick­lungs­planes haben externe Berater geholfen. Und die sehen drei Punkte als zen­tral an:

Bessere Infrastruktur nötig

Die Infra­struktur in den Schul­ge­bäuden muss ver­bes­sert werden. Dabei geht es darum, die Ver­net­zung der Schulen zu ver­bes­sern, WLAN aus­zu­bauen und einen Cloud-Dienst ein­zu­richten, damit Lehrer und Schüler von jedem Ort aus auf Daten zugreifen können. Ent­spre­chende End­ge­räte müssen zur Ver­fü­gung gestellt werden. Der Plan emp­fiehlt, für drei Schüler bzw. Lehrer ein End­gerät bereit­zu­halten. Auch die Schulen selbst müssen mit ent­spre­chenden Geräten und Soft­ware aus­ge­stattet werden, um Online-Lehr­an­ge­bote erstellen zu können.

Sinnvolle digitale Inhalte

Digi­tale Inhalte müssen – wo sinn­voll – in den Klassen über Beamer oder Moni­tore prä­sen­tiert werden können. Ange­schafft werden müssen zusätz­lich zu den vor­han­denen Geräten rund 2.800 End­ge­räte, 290 Drucker und Co. sowie 460 Beamer und Moni­tore für die Klas­sen­räume. 

Wartung und Support 

War­tung und Sup­port wird eine Dau­er­auf­gabe sein. Dabei geht es um Instal­la­tion von Soft­ware, Ein­richten von Netz­werken, Daten­si­che­rung, Repa­ra­turen, Pro­blem­be­hand­lung und vieles mehr. Um diesen zusätz­li­chen Auf­wand stemmen zu können, ist ein Bedarf von 9,5 neuen Stellen für fach­li­chen Sup­port (kann optional auch von extern bezogen werden) und 1,5 Stellen für koor­di­nie­rende Auf­gaben beim Schul­träger ermit­telt worden.

Kosten

Das alles kostet natür­lich: Es sollen über den gesamten Zeit­raum rund 6,4 Mil­lionen Euro in Hard­ware, Soft­ware, Prä­sen­ta­ti­ons­technik und Infra­struktur werden. Das zieht auch lau­fende Kosten nach sich wie Sup­port, Inter­net­zu­gänge und neue Stellen für die Koor­di­na­tion. Sie werden im Plan über die Jahre 2021 bis 2025 mit gut 5,3 Mil­lionen Euro ange­geben. Kosten ins­ge­samt: rund 11,7 Mil­lionen Euro. 

Bund und Land wollen unter­stützen und haben – nicht zuletzt auf­grund der Corona-Pan­demie – kurz­fri­stig ver­schie­dene Sofort-Aus­stat­tungs­pro­gramme auf­ge­legt, um die Digi­ta­li­sie­rung schneller vor­an­zu­treiben. Diese Pro­gramme werden im Rahmen der Umset­zung abge­ar­beitet.

Digitalisierung, Kreis Unna

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