Ausgeschaukelt: Der Ausschuss für Jugend, Familie, Senioren und Gleichstellung hat sich gegen einen neuen Spielplatz an der Fridrich-Ebert-Straße ausgesprochen. (Foto: A. Spratt - Unsplash)

CDU und Bürgerblock lehnen neuen Spielplatz an Friedrich-Ebert-Straße endgültig ab

Ausgeschaukelt: Der Ausschuss für Jugend, Familie, Senioren und Gleichstellung hat sich gegen einen neuen Spielplatz an der Fridrich-Ebert-Straße ausgesprochen. (Foto: A. Spratt - Unsplash)
Ausgeschaukelt: Der Ausschuss für Jugend, Familie, Senioren und Gleichstellung hat sich gegen einen neuen Spielplatz an der Fridrich-Ebert-Straße ausgesprochen. (Foto: A. Spratt – Unsplash)

Einen neuen Kinderspielplatz an der Friedrich-Ebert-Straße wird es nicht geben. Darauf verständigte sich der Ausschuss für Jugend, Familien, Senioren und Gleichstellung am Montagabend. In der Sitzung wurde ein entsprechender Antrag der FDP abgestimmt und mit fünf Stimmen des Bürgerblocks und der CDU gegen drei Stimmen der FDP und Grünen im Ausschuss abgelehnt. Die SPD-Fraktion enthielt sich der Abstimmung.

Rückzieher des TuS Elch

Der Antrag der FDP, der auf einen Bürgerantrag zurückgeht, hat eine längere Vorgeschichte: Nachdem bei einigen Eltern der Wunsch nach einem Spielplatz in diesem Bereich laut geworden war, hatte alles zunächst nach einer Win-Win-Situation ausgesehen. In Gesprächen mit der Verwaltung hatte der Vorstand des TuS Elch Zustimmung des Tennisvereins signalisiert, den Spielbereich auf dem Vereinsgelände als öffentlichen Kinderspielplatz der Gemeinde nutzen zu können. Doch dann wurden kritische Stimmen in der Mitgliedschaft des Vereins laut und der Vorstand machte einen Rückzieher. „Man muss dem TuS Elch aber zugute halten, dass der Verein auch gesagt hat, dass jedes Kind, das auf der vereinseigenen Spielfläche spielen möchte, kommen kann“, erinnert Holzwickedes Beigeordneter, Bernd Kasischke, in der Sitzung gestern. „Nur die Kooperation lehnt der Verein ab. Damit stehen wir am Anfang.“

Keine geeignete andere Fläche

Nach Mitteilung der Verwaltung gibt es keine andere geeignete Fläche im Bereich Friedrich-Ebert-Straße für einen Kinderspielplatz. Die Herrichtung einer Fläche, wofür auch ein Bodenaustausch notwendig wäre, würde zudem Kosten von einmalig 93.000 Euro sowie laufende Folgekosten von jährlich 10.600 Euro nach sich ziehen. „Das können wir uns in diesen Zeiten nicht leisten“, so der Beigeordnete. „Ein weiterer Spielplatz in diesem Bereich geht aber auch am Bedarf vorbei.“

Der Kinderspielplatz an der Sachsenstraße wird gerade erneuert. Anwohnern des Neubaugebietes Krummer Weg können den Spielplatz auch teilweise mitgestalten. Nach Fertigstellung der Brücke über die B1/A44 Anfang nächsten Jahres ist dieser Spielplatz fußläufig in etwa sechs Minuten zu erreichen. Die Spielfläche an den Tennisplätzen liegt sogar 50 Meter weiter entfernt. Deshalb empfahl die Verwaltung, den FDP-Antrag abzulehnen.

„Wir wollen doch eine familienfreundliche Gemeinde sein. Die Kinder über die Autobahnbrücke laufen zu lassen, ist keine Alternative.“

Ritva Heldt (FDP)

FDP-Sprecherin Ritva Heldt mahnte vergeblich: „Wir wollen doch eine familienfreundliche Gemeinde sein. Die Kinder über die Autobahnbrücke laufen zu lassen, ist keine Alternative. Die Eltern wären auch mit einer kleineren Lösung an der Friedrich-Ebert-Straße zufrieden.“

Doch die fünf Stimmen des Bürgerblocks und der CDU, die von Anfang an gegen einen weiteren Spielplatz in diesem Bereich gestimmt hatte, reichten aus, um die Grünen und die FDP-Vertreterin  im Ausschuss zu überstimmen, da sich die fünf Mitglieder der SPD enthielten.

Friedrich-Ebert-Straße, Spielplatz


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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