CDU lehnt sozialen Wohnungsbau westlich der Hauptstraße kategorisch ab

CDU-Fraktionschef: Frank Markowski. (Foto: CDU)

CDU-Frak­ti­ons­chef: Frank Mar­kowski. (Foto: CDU)

Mit klaren Worten hat sich CDU-Frank Mar­kowski gegen jede Wohn­be­bauung auf dem Gelände west­lich der Haupt­straße aus­ge­spro­chen. „Das gilt auch sozialen Woh­nungsbau als Rand­be­bauung zwi­schen Sölder Str. und Lün­scher­mannsweg, wie jetzt von der SPD vor­ge­schlagen“, so Mar­kowski. Der CDU-Frak­ti­ons­chef zeigte sich über­rascht von dem Antrag der SPD, in dem das Gelände als geeignet für sozialen Woh­nungsbau bezeichnet worden ist. „Es gibt seit vielen Jahren eine Ver­ein­ba­rung, diese Fläche nicht zu bebauen, weil die ver­kehr­liche Erschlie­ßung fehlt. Außerdem gehört uns die Fläche gar nicht.“

Auch die zweite im SPD-Antrag genannte Fläche, das ehe­ma­lige Lok­schup­pen­ge­lände, sei für den sozialen Woh­nungsbau unge­eignet. „Die Ent­wick­lung diese Fläche ist der Gemeinde bis zum Jahr 2020 unter­sagt. Nur die ursprüng­lich dort geplanten Not­un­ter­künfte für Flücht­linge wären im Wege einer Aus­nah­me­re­ge­lung mög­lich gewesen.“

CDU will sozialen Wohnungsbau auf Kasernengelände

Die CDU sei grund­sätz­lich eben­falls für sozialen Woh­nungsbau in der Gemeinde. Die Ver­wal­tung sollte prüfen, ob es geeig­nete Grund­stücke dafür gibt in Holzwickede. „Wir sehen den sozialen Woh­nungsbau wei­terhin an der Sölder Straße ent­lang auf dem Kaser­nen­ge­lände. Zwar soll die Kaserne jetzt wieder anders genutzt werden. Doch für uns ist die Umnut­zung für Flücht­linge noch längst nicht durch“, erklärt

Kommt für die Unterbringung von Flüchtlingen endgültig nicht mehr in Frage: die ehemalige Emscherkaserne. (Foto::Peter Gräber)

Die Umnut­zung für Flücht­linge ist nach Ansicht der CDU noch längst nicht rea­li­siert: Gebäude der ehe­ma­ligen Emscher­ka­serne. (Foto: Peter Gräber)

der CDU-Chef. „Es kann durchaus noch pas­sieren, dass die Umnut­zung gar nicht rea­li­sierbar ist. Da ist noch viel zu viel unklar bei diesem Pro­jekt.“ Bei­spiels­weise sollte die absolut not­wen­dige ver­kehr­liche Erschlie­ßung des Kaser­nen­ge­ländes auf die Erschlie­ßungs­ko­sten des Geländes umge­legt und so von den Inve­storen bzw. spä­teren Eigen­tü­mern finan­ziert werden. „Das wäre bei der jetzt geplanten Umnut­zung gar nicht mehr mög­lich. Jetzt müssten wir die Ver­kehrs­er­schlie­ßung selbst bezahlen oder zum Bitt­steller beim Land werden“, meint Mar­kowski.

Sollte die Umnut­zung für Flücht­linge schei­tern, spre­chen sich die Christ­de­mo­kraten wei­terhin für die Son­der­maß­nahme mit den Holz­bauten für Flücht­linge auf dem Lok­schup­pen­ge­lände aus.

Deutliche Kritik an Bürgermeisterin Ulrike Drossel

Ange­sichts der sich fast täg­lich über­schla­genden Ereig­nisse mahnt der CDU-Frak­ti­ons­chef „drin­gend ein inter­frak­tio­nelles Gespräch“ an. „Es kann doch nicht sein, dass wir neue Infor­ma­tionen, wie zum Bei­spiel die Über­nahme von Holzwickeder Flücht­lingen durch die Stadt Schwerte, nur noch aus den Medien erfahren. Wir wollen infor­miert werden und die Politik machen.“ Diese Kritik, so Frank Mar­kowski, richte sich auch und gerade an die Bür­ger­mei­sterin: „Schließ­lich hat Ulrike Drossel die Flücht­lings­frage zur Chef­sache erklärt.“

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