Die SPD möchte die sanierungsbedürftigen Flüchtlingsunterkünfte an der Bahnhofstraße abreißen und an ihrer Stelle neue, bezahkbare Wohnungen errichten. Das Foto zeigt die Modulbauten im September 2016 kurz vor der Fertigstellung. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)

Bezahlbarer Wohnraum fehlt: SPD stellt Antrag zur Grundstücksbevorratung

Die SPD möchte die sanierungsbedürftigen Flüchtlingsunterkünfte an der Bahnhofstraße abreißen und an ihrer Stelle neue, bezahkbare Wohnungen errichten. Das Foto zeigt die Modulbauten im September 2016 kurz vor der Fertigstellung. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)
Die SPD möchte die sanie­rungs­be­dürf­tigen Flücht­lings­un­ter­künfte an der Bahn­hof­straße mög­lichst schnell durch neuen, bezahl­bare Wohn­raum ersetzen. Das Foto zeigt die Modul­bauten im Sep­tember 2016 kurz vor Fer­tig­stel­lung. (Foto: P. Gräber – Emscher­blog)

Die SPD-Frak­tion for­dert mög­lichst schnell, neuen bezahl­baren Wohn­raum in Holzwickede zu schaffen und hat dazu einen Antrag zur Grund­stücks­be­vor­ra­tung gestellt: Darin ent­halten sind zwei For­de­rungen: Die sanie­rungs­be­dürf­tigen Flücht­lings­un­ter­künfte an der Bahn­hof­straßen sollen abge­rissen werden, um an ihrer Stelle neue, bezahl­bare Woh­nungen errichten zu können. Außerdem soll die Gemeinde geeig­nete Grund­stücke erwerben, um Pro­jekte mit bezahl­baren Wohn­raum rea­li­sieren zu können.

In der jüng­sten Ver­gan­gen­heit war der Presse zu ent­nehmen, dass die UKBS im Kreis­ge­biet ins­ge­samt 269 neue Woh­nungen errichten will und somit 64 Mill. Euro inve­stiert“, erläu­tert Frak­ti­ons­chef Michael Klim­ziak. „Unsere Gemeinde, eben­falls Gesell­schaf­ter­kom­mune, wird hier nicht erwähnt. Als Grund wird die schlechte Grund­stücks­be­vor­ra­tung der Gemeinde ange­führt. “

Flüchtlingsunterkünfte ersetzen

Michael Klim­ziak erin­nert daran, dass seine Frak­tion schon in einem Antrag am 21. Januar 2016, also vor vier Jahren, auf diese Pro­ble­matik hin gewiesen und die Ver­wal­tung auf­ge­for­dert habe, mög­liche geeig­nete Grund­stücke zu erwerben, um den Bau von bezahl­barem Wohn­raum zu ermög­li­chen. „Leider gibt es hier bis heute keine Ergeb­nisse“, bedauert Klim­ziak.

Außerdem hat die Ver­wal­tungs­spitze in den Klau­sur­be­ra­tungen im Herbst erläu­tert, dass die Flücht­lings­un­ter­künfte an der Bahn­hof­straße erheb­liche Mängel auf­weisen. „Hier hat die Ver­wal­tung selbst darauf hin­ge­wiesen, dass nach einer Besei­ti­gung der bestehenden Gebäu­de­körper, neue bezahl­bare Woh­nungen errichtet werden könnten. Dieses Vor­haben unter­stützen wir sehr“, so der Frak­ti­ons­vor­sit­zende. Aller­dings: „Gespräche sind dies­be­züg­lich mit der UKBS anschei­nend nicht geführt worden.“

Große Lücke im Wohnungsmarkt schließen

Aus diesem Grund stellt die SPD nun­mehr einen neuen Antrag mit den beiden ein­gangs erwähnten Kern­for­de­rungen. „Seit län­gerer Zeit ist bekannt, dass bezahl­barer Wohn­raum in Holzwickede nicht gerade im Über­an­gebot vor­handen ist. Wir hören immer wieder von Men­schen, die gerne in unserer Gemeinde eine Woh­nung mieten würden, die auch ihren finan­zi­ellen Res­sourcen ent­spricht, aber leider oft genug dabei ohne Erfolg bleiben“, begründet Klim­ziak den Antrag seiner Frak­tion.

Zudem beschäf­tigt die SPD-Frak­tion die Frage der Inte­gra­tion der Men­schen, die als Flücht­linge in der Gemeinde ange­kommen sind und der­zeit in den bekannten Ein­rich­tungen eine erste Unter­kunft gefunden haben. Klim­ziak: „Wir gehen davon aus, dass ein Groß­teil der Men­schen auch dau­er­haft hier­bleiben wird, somit stellt sich auch in diesem Zusam­men­hang die Frage nach bezahl­barem Wohn­raum.“

Ein wei­terer Aspekt sei der Bedarf an kleinem Wohn­raum für Sin­gles und Allein­er­zie­hende mit einem Kind. Die SPD hoffe, so Klim­ziak abschlie­ßend, gemeinsam mit den übrigen Frak­tionen das Ziel zu errei­chen, „die vor­han­dene große Lücke im Woh­nungs­markt schließen“ zu können.

Grundstücksbevorratung, SPD


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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