Ausbau Montanhydraulikstraße und Neubau L 677n: CDU fordert mehr Moderation und Abstimmung bei Planung

In diesem Bereich wird die Ostumgehung an den neuen BAB-Anschluss anbinden. Was nach Ansicht der CDU noch für eine umfassende Verkehrslösung fehlt, ist ein Radweg an der Ostumgehung und der Ausbau der Montanhydraulikstraße. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)
In diesem Bereich wird die Ostumgehung (L 677n) an den neuen BAB-Anschluss anbinden. Was nach Ansicht der CDU noch für eine umfassende Verkehrslösung fehlt, ist ein Radweg an der Ostumgehung und der Ausbau der Montanhydraulikstraße. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Seit dem Jahr 2014 hat die CDU bei jeder Gelegenheit immer wieder deutlich gemacht, von welcher zentralen Bedeutung der Ausbau der Montanhydraulikstraße sei und darauf gedrängt, dass diese Maßnahme möglichst zeitgleich mit dem ersten Bauabschnitt der Ortsumgehung bis zur Unterführung am Oelpfad einhergeht. „Weil wir unbedingt verhindern möchten, dass ein Verkehrschaos entsteht und die Wohnstraße wie die Goethe- und Opherdicker Straße mit Ausweichverkehr belastet werden“, nennt Frank Lausmann den Grund.

Auch in ihren aktuellen Klausurberatungen hat sich die CDU mit dem Thema beschäftigt und fordert anschließend: „Es müssen unverzügliche die Planungen der DEGES, Straßen.NRW und der Gemeinde miteinander koordinieren werden“, so Lausmann weiter. Außerdem spricht sich die CDU dafür aus, 300.000 Euro im neuen Haushalt für den Grunderwerb an der Montanhydraulikstraße vorzusehen.

300.000 Euro für Grunderwerb in Haushalt einsetzen

Die Mitteilung der Bürgermeisterin, dass ein Grunderwerb an der Montanhydraulikstraße nicht möglich sei, weil zwei Eigentümer den Verkauf ablehnen, ist für die Christdemokraten nicht akzeptabel. „Da muss die Bürgermeister als Moderatorin jetzt persönlich ran und sich für den Grunderwerb einsetzen und mehr Druck machen“, fordert Lausmann. „Da reicht es nicht mehr, nur einen Brief zu schreiben.“ Die klare Forderung der CDU: „Sollte eine einvernehmliche Lösung mit den Eigentümern der benötigten nicht möglich sein, ist der Rechtsweg zu prüfen und einzuleiten.“

Mit Freude und Erleichterung hat die CDU die Nachricht von der abgewiesenen Klage gegen den seit drei Jahren bestehenden Planfeststellungsbeschluss für den Bau der Ostumgehung (L 677n) zur Kenntnis genommen. „Ein Meilenstein“, glaubt Lausmann. Damit sei der Weg nunmehr frei, in die Detail- und Ausführungsplanungen überzugehen, „sodass im Jahre 2023 mit dem Baubeginn gerechnet werden kann“.

CDU fordert Radweg an der Ostumgehung

Was aus Sicht der CDU noch neben einem Ausbau der Montanhydraulik an einer rundum gelungene Verkehrslösung fehlt, ist ein Radweg: Deshalb sollte Straßen.NRW parallel zum Bau der Ostumgehung (L 677n) auch noch einen Radweg planen, fordert die CDU. Hier biete sich ein Streckenverlauf entlang der Massener Straße an. Dabei handelt es sich allerdings um eine Kreisstraße. Das Radwegekonzept des Kreises sieht sogar schon einen Radweg entlang der Massener Straße vor.

Deshalb sei eine enge Abstimmung zwischen den beiden Straßenbaulastträgern unbedingt erforderlich, so die CDU. Auch hier sei die Bürgermeisterin als Moderatorin gefragt.

Montanhydraulikstraße, Ostumgehung, Radweg


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

Comments (2)

  • Wenn man ehrlich ist, führt die hier zitierte „rundum gelungene Verkehrslösung“ allerdings auch zu einer Mehrbelastung des Wohnumfelds an der Bahnhofstraße. Geplant ist in diesem Zuge auch die bislang beschauliche Einmündung Montanhydraulikstraße/Bahnhofstraße zu einem großen Kreisvervekehrsplatz umzubauen. Eine Entlastung der Nordstrasse führt zwangsläufig auch zu einer Belastung anderer Wohnbereiche Holzwickedes, soviel Ehrlichkeit sollte in der ganzen Diskussion schon sein.

  • Die Politik des Holzwickeder Rates erinnert ein bisschen an den Suppenkasper.
    Ich esse meine Suppe nicht, meine Suppe ess ich nicht.
    Die Umgehungsstraße wird, Gott-sei-Dank, nun endlich kommen.
    Alle Klagen sind abgewiesen.
    Alle Bürger im Einzugsgebiet Nord- und Hauptstraße bekommen endlich eine Entlastung. Tempo 30 für die Sicherheit von Jungen und Alten. Ein Traum.
    Warum jetzt aber die Umgehungsstraße nicht mitgestaltet wird, es bleibt ein Rätsel.
    Auch die Bürger an der Massener Straße haben ein Recht auf Lärmschutz.
    Bitte daher: Alle Beteiligten an einen Tisch und zusammenarbeiten.

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