Sabine Radig, Anica Althoff und Jan Dettweiler (v. l.) vom Krisenteam der WFG stehen hilfesuchenden Unternehmen und Selbständigen aus dem Kreis Unna mit Rat und Tat zur Seite. (Foto: WFG Kreis Unna)

Aktiv der Corona-Krise begegnen: WFG Kreis Unna bietet passenden Workshop

Sabine Radig, Anica Althoff und Jan Dettweiler (v. l.) vom Krisenteam der WFG stehen hilfesuchenden Unternehmen und Selbständigen aus dem Kreis Unna mit Rat und Tat zur Seite. (Foto: WFG Kreis Unna)
Sabine Radig, Anica Alt­hoff und Jan Dett­weiler (v. l.) vom Kri­sen­team der WFG stehen hil­fe­su­chenden Unter­nehmen und Selb­stän­digen aus dem Kreis Unna mit Rat und Tat zur Seite. (Foto: WFG Kreis Unna)

Sofort­hilfe, Über­brückungs­hilfe – und dann? Vielen Unter­nehmen treibt der Blick in die nahe Zukunft die Sor­gen­falten auf die Stirn. Auch die Berater der Wirt­schafts­för­de­rungs­ge­sell­schaft für den Kreis Unna (WFG) sehen mit Sorge auf die kom­menden Monate. „Manche hilf­reiche Unter­stüt­zungs­an­ge­bote laufen jetzt aus und es gibt auch Unter­nehmen, auf die bisher kein Zuschuss­pro­gramm gepasst hat. Diese können in der zweiten Jah­res­hälfte in arge Bedrängnis bis hin zur Insol­venz geraten“, gibt Wirt­schafts­för­derin Sabine Radig vom Kri­sen­team der WFG zu bedenken. Die WFG bietet daher nun maß­ge­schnei­derte kosten­lose Krisen-Work­shops an, um der Krise aktiv zu begegnen.

Schwierig wird es zum Bei­spiel für die Unter­nehmen, die bisher noch bestehende Auf­träge abge­ar­beitet haben. Sie stehen in der Bilanz noch so gut da, dass sie weder Sofort- noch Über­brückungs­hilfe bean­tragen konnten. Nun aber kommen diese Firmen auf­grund der welt­weiten Ein­schrän­kungen kaum noch an neue Auf­träge. Auch sie sind von enormen Ver­lu­sten und Kurz­ar­beit bedroht. Und ob es im Herbst eine Wei­ter­füh­rung oder Neu­auf­lage von Hilfs­pro­grammen geben wird, ist frag­lich.

Gestundete Sozialbeiträge werden zum Problem

Ein großes Pro­blem, dass eben­falls auf manche Unter­nehmen zukommt, sind die gestun­deten Sozi­al­bei­träge. Die Stun­dung war noch bis Juni in einem ver­ein­fachten Ver­fahren mög­lich. Ab Juli müssen die Betriebe, so sie eine wei­tere Stun­dung anstreben, dies mit den jewei­ligen Kran­ken­kassen indi­vi­duell aus­han­deln. „Außerdem muss man bedenken, dass die Bei­träge nur gestundet werden, also auf jeden Fall nach­ge­zahlt werden müssen. Monat für Monat laufen also immer höhere Summen auf, die die Kran­ken­kassen ein­for­dern werden“, gibt Sabine Radig zu Bedenken.

Ganz kon­kret könnte der 30. Sep­tember für so man­ches Unter­nehmen schick­sals­ent­schei­dend sein. Zu diesem Termin läuft die Aus­set­zung der Insol­venz­an­trags­pflicht aus. Bisher waren Betriebe, die auf­grund der Corona-Pan­demie derart in wirt­schaft­liche Schwie­rig­keiten geraten waren, dass sie eigent­lich Insol­venz hätten anmelden müssen, davon befreit. „Dies sollte den Unter­nehmen Zeit geben, sich mit Nach­lassen der Pan­demie selber wieder in posi­tive Zahlen wirt­schaften zu können“, weiß Jan Dett­weiler, der eben­falls Ansprech­partner im Kri­sen­team der WFG ist.

Insolvenzwelle droht

Doch Corona ist immer noch prä­sent, eine Ver­län­ge­rung der Aus­set­zung aber bisher nicht vor­ge­sehen. Es droht eine Insol­venz­welle.

Um auf diese Hürden reagieren zu können, bietet die WFG ab sofort indi­vi­du­elle Krisen-Work­shops für Unter­nehmen an, die sich aktiv diesen neuen Her­aus­for­de­rungen stellen und ihr Geschäfts­mo­dell weiter ent­wickeln wollen. „In diesem kosten­losen Work­shop-Angebot arbeiten wir zunächst die Stärken der Unter­nehmen heraus und hin­ter­fragen das bestehende Geschäfts­mo­dell, die bis­he­rigen Pro­zesse und Geschäfts­felder“, erläu­tert Anica Alt­hoff vom Kri­sen­team der WFG.

Kreativ geht es daran anknüp­fend in einen struk­tu­rierten Pro­zess zur Ent­wick­lung von Alter­na­tiven zu Geschäfts­mo­dell und Geschäfts­idee. Der Kri­sen­work­shop kann sowohl im per­sön­li­chen Kon­takt genau wie digital statt­finden.

Zum Ende des Work­shops werden den Teil­neh­menden je nach Fall pas­sende För­der­mittel aber auch Kre­dit­mög­lich­keiten auf­ge­zeigt, die dem Unter­nehmen ein lang­fri­stiges Bestehen sichern können. „Als Wirt­schaft­för­de­rung ver­fügen wir zudem über ein großes Netz­werk von regio­nalen Unter­nehmen und können auch gege­be­nen­falls pas­sende Koope­ra­ti­ons­partner ver­mit­teln“, so Wirt­schafts­för­derin Sabine Radig.

Das Kri­sen­te­lefon der WFG Kreis Unna ist auch wei­terhin für Unter­nehmen aus dem Kreis Unna unter Tel. 02303÷27−1690 erreichbar. Dort erhalten Inter­es­sierte Unter­nehmen auch wei­tere Infor­ma­tionen zu den Work­shops.

Corona, WFG


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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