DTM---Luftbild---Start--und-Landebahn Airport Dortmund

Flughafen plant längere Landebahn: Holzwickeder Ratsherr will es genau wissen

DTM---Luftbild---Start--und-Landebahn Airport Dortmund
Dieses Luft­bild zeigt den Dort­munder Flug­hafen mit der Start- und Lan­de­bahn. Die Lan­deschwellen sind als Zebra­streifen darauf erkennbar. (Foto: DTM Luft­bild Air­port Dort­mund)

Die Betreiber des Dort­munder Flug­ha­fens wollen die Lan­de­bahn mit einem Trick um 300 Meter auf ins­ge­samt 2.000 Meter ver­län­gern, wie der WDR berich­tete. Künftig könnten dann auch grö­ßere Maschinen wie der Airbus A 321neo in Dort­mund landen, die etwa auch von der Flug­ge­sell­schaft Wizz Air ein­ge­setzt werden. Der Holzwickeder Rats­herr Hans Ulrich Ban­gert (Die Grünen) hat vor diesem Hin­ter­grund nun eine offene Anfrage an die Geschäfts­füh­rung des Flug­ha­fens sowie an Bür­ger­mei­sterin Ulrike Drossel gerichtet.

Der Trick mit dem die Ver­län­ge­rung der Lan­de­bahn erreicht werden soll: Durch das Ver­setzen der so genannten Lan­deschwellen in Rich­tung Unna-Massen könnten die Flug­ha­fen­be­treiber 300 zusätz­liche Meter gewinnen. Der Dort­munder Rat muss der Ver­län­ge­rung nicht einmal zustimmen, da der Flug­hafen bereits eine Geneh­mi­gung für eine 2.000 Meter lange Lan­de­bahn hat.

Aller­dings wäre dazu die Geneh­mi­gung der Bezirks­re­gie­rung Mün­ster erfor­der­lich, für die zusätz­liche Lärm­mes­sungen not­wendig sind. Die Geneh­mi­gung, so die Flug­ha­fen­be­treiber, soll noch in diesem Jahr in Mün­ster bean­tragt werden.

Sollte die Geneh­mi­gung erteilt werden, könnte das unan­ge­nehme Kon­se­quenzen für Unna-Massen haben. Die grö­ßeren Flieger müssten wohl früher in den Sink­flug gehen, um die Lan­de­bahn aus­nutzen zu können. Das Ver­setzen der Lan­deschwellen in Rich­tung Dort­mund ist übri­gens aus tech­ni­schen Gründen nicht mög­lich. Dort sind eine Bahn­linie und Hoch­span­nungs­ma­sten im Weg.

Sechs Fragen von Hans-Ulrich Bangert

Vor diesem Hin­ter­grund bittet Hans-Ulrich Ban­gert „auf Basis der aktu­ellen Kli­ma­de­batte“ um Ant­wort auf sechs Fragen:

  1. Welche Ver­än­de­rungen ergeben sich vor­aus­sicht­lich für die unmit­tel­baren Anwohner und Anwoh­ne­rinnen im Hin­blick auf den Flug­lärm?
  2. Wie ver­än­dert sich die Luft­qua­lität für die umlie­genden Orte und Orts­teile?
  3. Wie schätzen Sie das nach einer Ver­län­ge­rung der Flug­lan­de­bahn zusätz­liche Ver­kehrs­auf­kommen auf den vor­han­denen Zubrin­ger­straßen ein?
  4. Wie kann der durch die geplante Erwei­te­rung vor­han­denen KFZ-Park­pro­ble­matik für Holzwickeder Bürger und Bür­ge­rinnen ent­ge­gen­ge­wirkt werden?
  5. Welche Aus­gleich­mög­lich­keiten erhalten die mög­li­cher­weise mehr bela­steten Anwohner und Ein­rich­tungen wie Schulen und Kin­der­gärten?
  6. Wie werden sich die Boden­richt­preise in den zusätz­lich bela­steten Orts­teilen ver­än­dern bzw. wie kann dem ent­gegen gesteuert werden?

Auch wenn die Ant­wort auf diese Fragen nicht leicht ist, so Ban­gert abschlie­ßend, haben „den­noch betrof­fene Anwohner im Vor­feld aller geplanten Maß­nahmen ein Recht darauf, (Anm. d. Red.: über) wesent­liche Ver­än­de­rungen ihrer Lebens­um­welt mög­lichst prä­zise auf­ge­klärt zu werden“. 

Flughafen, Landebahn


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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