Vinckestraße wird für Radverkehr in Gegenrichtung geöffnet

Der Verkehrsausschuss empfahl einstimmig, die Vinckestraße gegen die Einbahnregelung fpr den Radverkehr zu öffenen: Der Schilderwald wird zunehmen.(Foto: P. Gräber)
Der Verkehrsausschuss empfahl einstimmig, die Vinckestraße gegen die Einbahnregelung für den Radverkehr zu öffnen: Der Schilderwald wird zunehmen. (Foto: P. Gräber)

Die Vinckestraße wird zwischen der Elsa-Brandström-Straße und der Hauptstraße für den Radverkehr entgegen der Einbahnregelung geöffnet. Das empfahlen die Mitglieder des Verkehrsausschusses in ihrer Sitzung heute einstimmig.

Allerdings sprach sich die Politik aus Sicherheitsgründen dafür aus, aus Sicherheitsgründen die beiden auf der südlichen Seite gelegenen Pflanznasen zu entfernen. Im März 2015 hatte sich der Ausschuss schon einmal auf Antrag des Bürgerblocks damit befasst, ob die Vinckestraße für den Radverkehr in beiden Fahrtrichtungen geöffnet werden sollte. Schon damals hatte die Verwaltung empfohlen, dem Antrag stattzugeben, doch die Politik sprach sich dagegen aus.

Die Ortsgruppe Holzwickede des ADFC hatte daraufhin jetzt erneut einen solchen Antrag gestellt. Schließlich fahren viel Radfahrer trotz des Verbotes auch jetzt schon gegen die Einbahnregelung in die Vinckestraße. Der ADFC wollte dieses Verhalten legalisieren. Die Verwaltung setzte mit den zuständigen Vertretern der Straßenverkehrsbehörde im Oktober dieses Jahres einen Ortstermin an und kam zu dem Schluss, dass keine Gründe gegen eine Öffnung des Straßenabschnitts der Vinckestraße für den Radverkehr in Gegenrichtung sprechen. Anders als vor drei Jahren stimmte heute auch die Politik der Öffnung zu.

Die Kosten für die Entfernung der Pflanznasen kostet nach Schätzung der Verwaltung weniger als 1.000 Euro, wie es heute im Ausschuss hieß.

Massener Straße: Keine Schilder mit Durchfahrtshöhe

Massener Straße / Oelpfad
Bietet nach Ansicht der Verkehrsexperten eine sehr komfortable Durchfahrtshöhe für Lkw und Busse: die Unterführung Massener Straße. (Foto: P. Gräber)

Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde ein Antrag der FDP abgelehnt, mit dem die Kennzeichnung der Unterführung Massener Straße/Oelpfad auf beiden Seiten mit der Durchfahrtshöhe gefordert wurde. Die Antragstellerinnen, Gisela Ludwig und Marie-Luise Wehlack, begründeten ihren Antrag damit, dass eine Beschilderung die Sicherheit erhöhen würde. Viele Lkw-Fahrer seien unsicher, was die Durchfahrtshöhe angeht, und führen deshalb in der Fahrbahnmitte, was Verkehrsteilnehmer im Gegenverkehr, vor allem aber Radfahrer, gefährde. Nach Darstellung der Verwaltung ist eine Beschilderung nicht geeignet, um an der grundsätzlichen Situation etwas zu ändern.

Harald Meibert vom zuständigen Straßenverkehrsamt des Kreises wies darauf hin, dass eine Beschilderung des Brückenbauwerkes erst dann vorgenommen werden darf, wenn ein Brückenbauwerk niedriger als 4 Meter ist. Jeder Lkw- und auch Busfahrer weiß nach Aussage des Verkehrsexperten, dass ein Brückenbauwerk mindestens 4 Meter Höhe hat, wenn keine Durchfahrtshöhe ausgeschildert ist. „Dass manche Lkw-Fahrer trotzdem dazu neigen, etwas versetzt zur Mitte durch das Bauwerk zu fahren, ist psychologisch ganz normal“, glaubt Meibert. „Das kommt, weil die Durchfahrt ziemlich dunkel ist.“ Es wäre aber gar nicht notwendig.“ Die Brücke an der Massener Straße/Oelpfad hat aber durchgehend mindestens 4,60 Meter Höhe an beiden Seiten, bei einer Fahrbahnbreite von 6 Meter. „Komfortabler geht‘s eigentlich kaum noch.“

Schließlich stand auch die Parksituation im Eco Port auf der Tagesordnung. Der Ausschuss empfahl einstimmig die Halteverbotszone in der Gottlieb-Daimler-Straße bis zur Vincenz-Wiederholt-Straße auszudehnen. Außerdem erhielt das Ordnungsamt den Auftrag, in diesem Bereich häufiger den ruhenden Verkehr zu kontrollieren.

Verkehrsausschuss


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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