Unterstützen statt bestrafen: Beratung bei Zeugnissorgen

Leiterin der Psychologischen Beratungsstelle für Holzwickede: Inga Richter weiß, dass es viele Gründe für schlechte Noten gibt. (Foto: Max Rolke – Kreis Unna)

Die Zeugnisvergabe steht vor der Tür. Während der eine das Papier freudestrahlend nach Hause trägt, kämpft manch anderer mit einem mulmigen Gefühl. Denn wenn die Noten aus Sicht der Eltern nicht stimmen, kann es für den Nachwuchs schon mal stressig werden. Hilfe bei Zeugnis-Sorgen gibt es bei verschiedenen Beratungsstellen.  

„Mancher Schüler hat Angst vor Bestrafung in der Familie, aber auch Angst, der „Klassenschlechteste“ zu sein und ausgelacht zu werden“, sagt Inga Richter. Die Leiterin der Psychologische Beratungsstelle für Bönen, Fröndenberg und Holzwickede weiß auch: „Eltern haben ebenfalls Angst vor den Zeugnissen, weil sie sich um die Zukunftsperspektiven ihrer Kinder sorgen.“  

Die Note als Momentaufnahme

Es gibt viele Gründe für Lernschwierigkeiten. „Vielleicht war wegen eines Umzugs ein Schulwechsel nötig, vielleicht haben sich die Eltern getrennt oder die Oma ist gestorben“, nennt Inga Richter Beispiele und rät: „Eltern sollten nicht nur die schlechten Noten sehen, sondern auch die Begleitumstände, also den Alltag ihrer Kinder, im Blick haben.“  

Rat und Hilfe bei verschiedenen Stellen: 

Psychologische Beratungsstelle des Kreises: Tel. 0 23 01 / 94 59 40 Allgemeiner Sozialdienst in Bönen: Tel. 0 23 83 / 92 16 0
Allgemeiner Sozialdienst in Fröndenberg: Tel. 0 23 73 / 75 26 80
Allgemeiner Sozialdienst in Holzwickede: Tel. 0 23 01 / 94 59 10 Bundesweite „Nummer gegen den Kummer“: 0 800 / 11 10 333

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Beratung, Zeugnisausgabe

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