Thema Emscher und Lippe: SPD-Spitzen treffen Verbandschef Dr. Uli Paetzel

Norbert Enters, Vorsitzender Kreisumweltausschuss Dr. Uli Paetzel, Emschergenossenschaft Verbandsvorsitzender Michael Klimziak, Fraktionsvorsitzender SPD Holzwickede Hartmut Ganzke, MdL Monika Mölle, 1. stellvertretender Bürgermeisterin Holzwickede Oliver Kaczmarek, MdB Theodor Rieke, Vorsitzender SPD Holzwickede

Treffen im Emscherhof, v.l.: Nor­bert Enters (Vor­sit­zender Kreisum­welt­aus­schuss), Dr. Uli Paetzel (Emscher­ge­nos­sen­schaft Ver­bands­vor­sit­zender), Michael Klim­ziak (Frak­ti­ons­vor­sit­zender SPD Holzwickede), Hartmut Ganzke (SPD MdL), Monika Mölle (1. stell­ver­tre­tender Bür­ger­mei­sterin Holzwickede), Oliver Kacz­marek, (SPD MdB), Theodor Rieke (Vor­sit­zender SPD Holzwickede) (Foto: SPD)

Aus erster Hand wurden die Sozi­al­de­mo­kraten im Emscher­quellhof vom neuen Ver­bands­vor­sit­zenden der Emscher­ge­nos­sen­schaft Dr. Uli Paetzel über den Stand des Umbaus von Emscher und Lippe infor­miert. Der Holzwickeder SPD-Chef Theodor Rieke konnte beson­ders die Ange­ord­neten Oliver Kaczmarek(MdB) und Hartmut Ganzke(MdL) sowie den Vor­sit­zenden des Kreisum­welt­aus­schusses Nor­bert Enters begrüßen.

Der Region den Fluß zurück­geben“, mit diesem Auf­trag star­tete die Genos­sen­schaft 1992 und ver­baut seitdem rund zwei Mio. an jedem Arbeitstag. Dabei geht es um 350 Kilo­meter rena­tu­rierte Gewässer und rund 400 Kilo­meter Abwas­ser­ka­näle. Im Abschnitt Holzwickede, dem Quell­ge­biet der Emscher, bis weit in den Dort­munder Bereich hinein kann der Erfolg besich­tigt werden: Hier ist die Emscher abwas­ser­frei und an dem Ufer lädt der Emscherweg zum Wan­dern und Rad­fahren ein. In Holzwickede selbst werden noch rund 2 Mio. Euro von der EG ver­baut, dazu gehört ein Rück­hal­te­becken.

Neben dem Mehr­wert Frei­zeit ver­bes­sert die Rena­tu­rie­rung vor allem das Mikro­klima in der Region, in Zeiten des Kli­ma­wan­dels mit zukünftig höheren Tem­pe­ra­turen in den Som­mer­mo­naten eine nicht zu unter­schät­zende Funk­tion des Flusses. Dr. Uli Paetzel berich­tete auch von der „Emscherkunst.2016“ und lud zum Auf­takt am 4. Juni um 16 Uhr am Phö­nixsee in Dort­mund ein.

Wasser ist Daseins­vor­sorge und ein öffent­li­ches Gut“ unter­strich Dr. Paetzel für die EG und erteilte allen Pri­va­ti­sie­rungs­be­stre­bungen rund ums Nass eine klare Absage.
„Der Emscher­quellhof als Teil der Inter­na­tio­nalen Gar­ten­aus­stel­lung Metro­pole Ruhr 2027“, diesen Wunsch gab Theodor Rieke Dr. Uli Paetzel mit auf den Weg. Bekannt­lich bewirbt sich aktuell das gesamte Ruhr­ge­biet mit einem dezen­tralen Kon­zept. Auch für die Fort­füh­rung des Pro­jekts „Emscher meets Ruhr“ setzt sich die SPD ein.

Wie geht es an der Lippe weiter? Wäh­rend die Seseke in den ver­gan­genen Jahren erfolg­reich umge­staltet wurde, steht das Lip­pe­pro­gramm noch aus. Hier befindet sich der Ver­band mit dem Land NRW als Eigen­tümer in der End­ab­stim­mung, konnte Dr. Paetzel berichten. Klar ist: Der Fluß soll länger in der Aue gehalten werden, daher wird die Lippe breiter und fließt in der Folge nicht mehr so schnell zum Rhein.
„Sorge bereitet dem Kreis wei­terhin der PCB-Ein­trag aus der Berg­bau­zeit“, so Nor­bert Enters. Hier gilt aus SPD-Sicht das Ver­ur­sa­cher­prinzip. Immer stärker im Fokus ist die Ver­un­rei­ni­gung der Gewässer durch Medi­ka­mente.
„Natur, Nah­erho­lung und Tou­rismus ver­binden“ – Dieses Ziel sollte aus Sicht der Sozi­al­de­mo­kraten das Lip­pe­pro­gramm beinhalten. Dazu gehört nach den Worten von Nor­bert Enters auch die Prü­fung einer zusätz­li­chen Lip­pe­que­rung zwi­schen Werne und Berg­kamen.

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