Synode des Kirchenkreises beschließt Haushalt 2018

Pfarrer Andreas Müller wurde mit großer Mehrheit als stellvertretender Assessor in das Leitungsgremium des Kirchenkreises gewählt. Dazu gratuliert ihm Superintendent Hans-Martin Böcker auf der Kreissynode auf ihrer Herbsttagung in Kamen. (Foto: Ev. Kirchenkreis)

Pfarrer Andreas Müller (l.) wurde mit großer Mehrheit als stellvertretender Assessor in das Leitungsgremium des Kirchenkreises gewählt. Dazu gratuliert ihm Superintendent Hans-Martin Böcker auf der Kreissynode auf ihrer Herbsttagung in Kamen. (Foto: Ev. Kirchenkreis)

Die Synode des Ev. Kirchenkreises Unna kam am Mittwoch (29.11.) in Kamen zu ihrer Herbstsitzung zusammen. Die Delegierten aus den Gemeinden und aus den Einrichtungen des Kirchenkreises beschlossen den Haushalt für den Kirchenkreis. Aber auch eine wichtige Personalentscheidungen stand im Gemeindehaus in Kamen an: so wurde die Stelle des stellvertretenden Assessors neu besetzt.

Insgesamt 9,7 Mio. Euro stehen für die kirchliche Arbeit im Kirchenkreis für das kommende Jahr zur Verfügung. Größte Posten sind die Zuwendungen an die Gemeinden (insg. 3,5 Mio.) und die Gehälter der Pfarrerinnen und Pfarrer (3,2 Mio). Als Träger der KiTas bringt der Kirchenkreis 800.000 Euro Trägeranteil auf. Für die kirchlichen Dienste auf Kirchenkreis-Eben wie Erwachsenenbildung oder  diakonische Aufgaben stehen 745.000 Euro zur Verfügung. Das gemeinsame Verwaltungsamt und dessen Arbeit stehen mit 1,4 Mio. im Plan.

Rd. 650 000 Euro mehr Kirchensteuer

Noch seien die Einnahmen gut, nicht zuletzt die hohen Einnahmen durch die gute Konjunktur verschafften den Kirchen zurzeit eine Verschnaufpause. Doch das Ende davon sei absehbar, so Verwaltungsleiter Thomas Sauerwein: „Es gilt also, den bisherigen Kurs im Kirchenkreis fortzusetzen, um in guten Zeiten für die schlechteren Zeiten Vorsorge zu treffen.“ Der Kirchenkreis kann mit in diesem Jahr zwar mit Mehreinnahmen aus der Kirchensteuer 2017 in Höhe von rund 650.000 Euro rechnen. Sauerwein:  „Über die Verwendung müssen wir uns in diesem und in den kommenden Jahren keine Gedanken machen, weil wir ja im April diesen Jahres den Beschluss gefasst haben, diese Nachzahlungen zugunsten der Absicherung der Kindergartenarbeit zu verwenden.“

Mehr Personal und Qualität oberste Ziele für KiTas

In Sachen Kindertagesstätten arbeitet seit dem April eine Arbeitsgruppe, wie neben den Finanzen die KiTas auch strategisch weiterentwickelt werden können. Mehr Personal und Qualität sind dabei oberste Ziele. Doch auch das gehört dazu: ein Kriterienkatalog für die Ermittlung von Kennziffern für jede Einrichtung. Nach den Kriterien wie Pädagogik, Gebäude oder Finanzen entsteht so für den schlimmsten anzunehmenden Fall einer Schließung eine Entscheidungshilfe. „Doch das Raster hoffen wir nie zu brauchen, denn wir sind zurzeit auf einem guten Weg, auch im Gespräch mit der Politik.”, warb Michael Niggemeier, Vorsitzender der Arbeitsgruppe, für Zuversicht.

Gewählt zum stellvertretender Assessor wurde Pfarrer Andreas Müller. Er ist Schulpfarrer im Kirchenkreis und war einziger Kandidat. Die Neuwahl war nötig, nachdem Diakoniepfarrerin Anja Josefowitz ihr Amt aus persönlichen Gründen niedergelegt hatte.

Ein Rückblick auf das Jahr 2017 und eine Auswertung der vielen Aktivitäten zum Reformationsjubiläum stand weiter auf dem Programm. Darin auch ein kurzer Ausblick auf das Jahr 2018, in dem der Kirchenkreis sein 200jähriges Bestehen feiern wird. Exakt am 23. September 1817 war die erste Synode des Evangelischen Kirchenkreises Unna, an diesem 23. September wird es im Jahr 2018 einen Festgottesdienst geben.

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