Seniorenberater widmen sich dem Thema Abzocke am Geldautomaten

Seniorenberaterin Karin Petschat zeigt richtiges Verhalten am Geldautomaten. (Foto: privat)
Senio­ren­be­ra­terin Karin Pet­schat zeigt rich­tiges Ver­halten am Geld­au­to­maten. (Foto: privat)

Auf­grund eines aktu­ellen Falles von Trick­dieb­stahl in einer Spar­kas­sen­fi­liale in Unna hatten sich die Senio­ren­be­rater des Pro­jekts „Senioren helfen Senioren“ (ShS) der Kreis­po­li­zei­be­hörde Unna, Kom­mis­sa­riat Kriminalprävention/​Opfer­schutz, dazu ent­schlossen, heute (29. Mai) in der Spar­kasse Holzwickede über Abzocke am Geld­au­to­maten, betrü­ge­ri­sche Spen­den­samm­lungen und über die Sicher­heit im Alltag im All­ge­meinen auf­zu­klären und Tipps zu geben. Mit dabei war am Freitag Kri­mi­nal­ober­kom­mis­sarin Petra Land­wehr – sie ist ShS-Pro­jekt­lei­terin.

Spitz­buben (auch Kinder) suchen sich ihre Opfer überall, gerne aber in Fuß­gän­ger­zonen und an Aus­zah­lungs­au­to­maten der Geld­in­sti­tute. Getarnt als Spen­den­sammler betrügen sie ihre Opfer nicht nur, son­dern bestehlen sie bei gün­stiger Gele­gen­heit auch noch.

Am Geldautomaten nicht ablenken lassen

In Banken sollte man sich nach Ein­gabe der PIN nicht durch – bei­spiels­weise durch Spen­den­sammler – ablenken lassen, denn ein zweiter Täter könnte mit­tels eines Klemm­bretts oder einer Zei­tung die Tastatur ver­decken und eine Abhe­bung vom Konto ver­an­lassen – vom Bank­kunden unbe­merkt. Ein Täter zieht die EC-Karte ein Stück zurück und ent­nimmt das Geld. Beim Opfer ent­steht der Ein­druck, dass der Aus­zah­lungs­vor­gang abge­bro­chen wurde. Jetzt bekommt das Opfer natür­lich kein Geld mehr und wendet sich an die Bank­an­ge­stellten. Das ist der Moment, den die Täter zur Flucht nutzen.

Die Täter suchen sich ihre Opfer aber auch gern auf Park­plätzen von Ein­kaufs­zen­tren und Super­märkten. Sie geben vor, für Hilfs­or­ga­ni­sa­tionen tätig zu sein und Spenden zu sam­meln. Ein Klemm­brett mit einer „Spen­der­liste“ wird dem Opfer direkt vors Gesicht gehalten und da das Porte­mon­naie sich so nicht mehr im Sicht­feld des Spen­ders befindet, ent­wenden die „Sammler“ Geld­scheine aus der noch geöff­neten Geld­börse. Auch gibt es Fälle, in denen die Spender vor Dank­bar­keit umarmt werden: Geld­börse oder Mobil­te­lefon sind danach weg.

Betrüger nutzen häufig Klemmbrett

Ebenso in Geschäften, Büros oder Lokalen sind die Spitz­buben unter­wegs. Sie suchen sich Per­sonen aus, die zum Bei­spiel ein hoch­wer­tiges Mobil­te­lefon vor sich liegen haben. Auch hier spielt das Klemm­brett eine „tra­gende Rolle“. Es wird wieder über die Beute gehalten und das dar­unter befind­liche Telefon ent­wendet. Ebenso dreist ist die For­de­rung nach einer Spende für Rosen­ge­schenke. Die Rose schenkt der Täter zunächst – aber im Anschluss forder er eine Spende, und zwar so massiv, dass die Opfer frei­willig einen Geld­be­trag über­geben, damit sie die „Bitt­steller“ wieder los werden. Ist die Gele­gen­heit gün­stig, wird dann die Geld­börse geklaut.

Sei schlauer, als der Klauer“, könnte man hier anfügen. Senio­ren­be­rater und Polizei raten von daher: nicht spenden, nicht bedrängen lassen, Kör­per­kon­takte ver­meiden, räum­li­chen Abstand schaffen. Auch laute Hil­fe­er­su­chen helfen, umste­hende Per­sonen auf sich auf­merksam zu machen und so Hilfe gegen auf­dring­liche Per­sonen zu bekommen. Weiter appel­lieren die Sicher­heits­ex­perten, keine Wert­ge­gen­stände offen liegen zu lassen. Am Geld­au­to­maten sollte man sich nicht stören lassen und Dis­play und Tastatur im Auge behalten.

Bei ver­däch­tigem Ver­halten sollte sofort die Polizei unter der Not­ruf­nummer 110 infor­miert werden.

Infor­mierten in der Spar­kasse in Holzwickede über Abzocke an Geld­au­to­maten: (von links) Bri­gitte Müller, Ilse Leh­ning, Uschi Berg­mann, Karin Pet­schat, Walter Gott­behüt, Kurt Treder, John Okello, Kri­mi­nal­ober­kom­mis­sarin Petra Land­wehr (ShS-Pro­jekt­lei­terin). (Foto: privat)

Kripo, Senioren

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