Schuleingangsuntersuchung: Gute Förderung in Familie und Kita

Dr. Petra Winzer-Milo. (Foto: Kreis Unna)

Lei­te­rin Kin­der- und Jugend­ge­sund­heits­dienst: Dr. Petra Win­zer-Milo. (Foto: Kreis Unna)

Ob Kin­der eine beson­de­re Unter­stüt­zung zum Start in die Schul­kar­rie­re benö­ti­gen, soll durch Schul­ein­gangs­un­ter­su­chun­gen geklärt wer­den. In die­sem Jahr hat sich dabei gezeigt: Die Kin­der im Kreis wer­den in der Fami­lie und der Kita grund­sätz­lich gut geför­dert.

Die Anfor­de­run­gen an die Kin­der wach­sen zuneh­mend“, berich­tet Dr. Petra Win­zer-Milo, Lei­te­rin des Kin­der- und Jugend­ge­sund­heits­dien­stes. „Der Lei­stungs­druck steigt und damit wer­den die indi­vi­du­el­len Ent­wick­lungs­zei­ten ver­kürzt. Und obwohl die Ansprü­che hoch sind, sind die Kin­der bei den Unter­su­chun­gen nicht schlech­ter gewor­den.“ Das sei zumeist guter För­de­rung in der Fami­lie und in den Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen zu ver­dan­ken, so Win­zer-Milo.

3.350 Kinder untersucht

Im Zeit­raum Sep­tem­ber 2016 bis Juli 2017 unter­such­ten die Kreis­me­di­zi­ner 3.350 Kin­der. Das sind 50 Kin­der mehr als im Vor­jahr. Ins­ge­samt stell­ten die Schul­ärz­tin­nen Stö­run­gen und Auf­fäl­lig­kei­ten in den Berei­chen Moto­rik, Spra­che, Wahr­neh­mung und Ver­hal­ten ähn­lich häu­fig wie im Vor­jahr fest. Wie erwar­tet zeig­ten Jun­gen auch 2017 wie­der häu­fi­ger the­ra­pie­be­dürf­ti­ge Ent­wick­lungs­de­fi­zi­te als Mäd­chen.

Die Schul­ärz­tin­nen des Krei­ses Unna emp­fah­len jedem fünf­ten Kind eine Kon­troll­un­ter­su­chung beim Kin­der- oder Augen­arzt. Bei 15 Pro­zent emp­fah­len sie zusätz­li­chen För­der­sport in der Schu­le und bei eben­so vie­len Kin­dern sahen sie einen beson­de­ren Unter­stüt­zungs- oder För­der­be­darf im päd­ago­gi­schen Bereich.

Der Anteil der Kin­der, die als erste Spra­che nicht Deutsch ler­nen, hat sich gegen­über den Vor­jah­ren kaum ver­än­dert und beträgt rund 27 Pro­zent. Das liegt auch dar­an, dass weni­ger Flücht­lin­ge als in den ver­gan­ge­nen bei­den Jah­ren zuge­zo­gen sind. Kin­der von Migran­ten haben bei Schul­be­ginn sel­te­ner unzu­rei­chen­de Deutsch­kennt­nis­se (5,2 Pro­zent). (PK | PKU)

Die Ergeb­nis­se der Schul­ein­gangs­un­ter­su­chun­gen, auf­ge­schlüs­selt nach Kom­mu­nen, fin­den Sie hier

 

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