Runde Sache: ADFC Kreisverband Unna mit Klimaschutzflagge ausgezeichnet

Fach­bere­ich­sleit­er Holzbeck (2.v.l.) über­re­ichte die Kli­maschutzflagge an Wern­er Wülf­ing (l.) vom ADFC. Zu den Grat­u­lanten gehörte auch der Vor­sitzende des Kreis-Umweltauss­chuss­es, Nor­bert Enters (2.v.r.). (Foto: Kreis Unna)

So ein Fahrrad ist eine runde Sache, meint der Kreisver­band Unna des All­ge­meinen Deutschen Fahrrad Clubs. Er wirbt seit Jahren für seine Nutzung als wichti­gen und doch ein­fachen Beitrag zum Kli­maschutz. Das blieb nicht unbe­merkt und wurde nun mit der Kli­maschutzflagge der Lan­desar­beits­ge­mein­schaft Lokale Agen­da 21 NRW aus­geze­ich­net.

Die Ver­lei­hung über­nahm Lud­wig Holzbeck, Fach­bere­ich­sleit­er Natur und Umwelt beim Kreis. Empfänger der Ausze­ich­nung war Wern­er Wülf­ing, seines Zeichens Vor­sitzen­der des All­ge­meinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC), Kreisver­band Unna e.V.

Das Fahrrad gilt als das ressourcenscho­nend­ste und umwelt­fre­undlich­ste Verkehrsmit­tel und ist in der Freizeit und im All­t­ag ein­satzbere­it“, weiß Lud­wig Holzbeck. Mehr noch: „Das Fahrrad ist als Null-Emis­sions-Fahrzeug ein kli­ma­neu­trales Verkehrsmit­tel. Die Förderung des Rad­verkehrs dient also ganz konkret der Reduzierung des CO2-Ausstoßes.“

Das Fahrrad ist als Null-Emis­sions-Fahrzeug ein kli­ma­neu­trales Verkehrsmit­tel. Die Förderung des Rad­verkehrs dient also ganz konkret der Reduzierung des CO2-Ausstoßes.“

Lud­wig Holzbeck, Fach­bere­ich­sleit­er Natur und Umwelt beim Kreis Unna

Wenn jed­er EU-Bürg­er täglich 2,6 Kilo­me­ter mit dem Fahrrad führe, kön­nte die Europäis­che Union (EU) mehr als ein Vier­tel der im Trans­port­sek­tor angestrebten Emis­sion­sre­duzierung erre­ichen: Zu diesem Ergeb­nis kommt eine Studie des Europäis­chen Rad­fahrerver­ban­des (ECF), die Autos, Busse, Elek­tro­fahrräder und nor­male Fahrräder miteinan­der ver­glich. Selb­st wenn Her­stel­lung und Wartung des Fahrrades sowie die Kosten für die Nahrung des Rad­fahrers berück­sichtigt wer­den, sind die durch das Rad­fahren verur­sacht­en Emis­sio­nen zehn Mal geringer als die Kfz-Emis­sio­nen.

ADFC-Arbeit wichtig für Umsetzung klimapolitischer Ziele

Die Studie stützt die jüng­ste Ein­schätzung der Europäis­chen Umwelt­a­gen­tur, dass allein tech­nis­che Verbesserun­gen und Kraft­stof­f­ef­fizienz nicht aus­re­ichen, um in der EU das Ziel zu erre­ichen, die vom Verkehr verur­sacht­en Emis­sio­nen um 60 Prozent zu reduzieren. „Fahren Sie fünf Kilo­me­ter Rad pro Tag und wir schaf­fen 50 Prozent des Ziels“, meint Benoit Blondel, der Autor der Studie und Ref­er­ent für Umwelt und Gesund­heit beim ECF.

Diese Studie unter­stre­icht let­ztlich auch die Bedeu­tung der ADFC-Arbeit zur Umset­zung unser­er klimapoli­tis­chen Ziele. Und das Engage­ment hat eine lange Tra­di­tion: Der Kreisver­band Unna ist seit 26 Jahren mit neun Ortsver­bän­den (Bergka­men, Bönen, Frön­den­berg, Holzwickede, Lünen, Schw­erte, Selm, Unna und Werne) und knapp 1.000 Vere­ins­mit­gliedern in Sachen Umweltschutz aktiv.

Die Arbeit des ADFC KV Unna reicht von ein­er bre­it­en Öffentlichkeit­sar­beit, die seit 1992 im Umwelt­ber­atungs­cen­ter Unna stat­tfind­et, bis hin zu rad­touris­tis­chen Aktiv­itäten. So wurde allein im let­zten Jahr kreisweit bei über 460 Rad­touren mit mehr als 5.200 Teil­nehmern eine Strecke von 270.000 km „erradelt“.

Bei 460 Radtouren im Vorjahr kreisweit 270.000 km geradelt

Seit vier Jahren beteiligt sich der ADFC Unna vor Ort auch an der Pla­nung und Organ­i­sa­tion der bun­desweit stat­tfind­en­den Aktion Stad­tradeln des Vere­ins Kli­ma-Bünd­nis. 2016 wur­den 1.470 Men­schen zum Mit­machen bewegt. Sie legten inner­halb der drei Aktionswochen fast 239.530 km zurück und ver­mieden dabei mehr 34.013 kg Kohlen­diox­id.

Außer­dem set­zt sich der ADFC KV Unna für den Aus­bau des Rad­we­genet­zes (derzeit kreisweit gut 12 Prozent) durch die Verbesserung der Infra­struk­tur, der Verkehrssicher­heit und der Mit­be­förderung von Rädern im öffentlichen Per­so­nen­nahverkehr ein.

Konkret unter­stützt der ADFC KV Unna durch Infor­ma­tionsver­anstal­tun­gen und Diskus­sio­nen derzeit die zeit­na­he Umset­zung des im Ruhrge­bi­et geplanten Rad­schnell­wegs 1 (RS1), der auf gut 20 km durch den Kreis Unna führt. Pla­nun­gen gehen davon aus, dass der RS1 das Straßen­netz um bis zu 400.000 Pkw-Kilo­me­ter ent­las­ten kön­nte (CO2-Ersparnins: 16.600 Ton­nen). PK | PKU

Print Friendly, PDF & Email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.