Nadelöhr für die Ostumgehung: die Bahnunterführung an der Massener Straße. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)

Ökologische Ausgleichsmaßnahmen für Ostumgehung (L677n) beginnen im neuen Jahr

Nadelöhr für die Ostumgehung: die Bahnunterführung an der Massener Straße. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)
Nadelöhr für die Ostumgehung: die Bahnunterführung an der Massener Straße. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Kritiker der Ostumgehung (L677n) haben auch nach dem gerichtsfesten Planfeststellungsbeschluss die Hoffnung nicht aufgegeben, dass das umstrittene Straßenbauvorhaben auf der Zielgeraden noch scheitern könnte. Wenn schon nicht an juristischen Einsprüchen, dann doch an fehlenden finanziellen Mitteln. Tatsächlich sieht es derzeit gar nicht danach aus. Im Gegenteil: Bereits im neuen Jahr wird mit den ökologischen Ausgleichsmaßnahmen für die Ostumgehung begonnen. 2025 soll dann der Bau der Ostumgehung begonnen.

Derzeit wird von der zuständigen Straßen.NRW-Regionalniederlassung Bochum die Ausführungsplanung für das Straßenbauprojekt erstellt. Parallel dazu sind die Verhandlungen mit den betroffenen Eigentümern über den nötigen Grunderwerb angelaufen. Scheitern kann das Projekt am nötigen Grunderwerb wohl nicht mehr.

Baubeginn Ostumgehung für 2025 geplant

Zumal bereits im neuen Jahr mit der Umsetzung des Vorhabens begonnen wird und die ersten notwendigen vorgezogenen Kompensationsmaßnahmen erfolgen werden. „Nach derzeitiger Disposition wird abhängig von den Kompensationsmaßnahmen im Jahr 2025 mit dem Straßenbau begonnen“, erklärt Nadia Leihs, Sprecherin der Regionalniederlassung Straßen.NRW in Bochum dazu.

Wie die Sprecherin auf Nachfrage des Emscherblogs weiter mitteilt, werden „aktuell die Ausschreibungsunterlagen für die notwendigen vorgezogenen Kompensationsmaßnahmen“ in der Regionalniederlassung Bochum erstellt.

Aufwertung im Bereich Natorper- und Holzwickeder Bach

Durchgeführt werden die Ausgleichsmaßnahmen „auf insgesamt vier Hektar im Umfeld des Natorper und Holzwickeder Bachs“, wobei die Maßnahmen „unter anderem der Verbesserung des brutplatznahen Jagd- und Nahrungshabitats für die Schleiereule dienen“. Außerdem werden im Vorgriff auf die Ostumgehung „auf insgesamt drei Hektar Fläche (…) Wiesengräser- und Wiesenkräutermischungen aus regionaler Herkunft eingesät und mit Totholz- und Steinhaufen als Lebensräume aufgewertet.

Zusätzlich werden auf etwa einem Hektar Fläche standortgerechte blüten- und insektenreiche Laubgehölze gepflanzt. Durch die Maßnahmen wird auch das Landschaftsbild bereichert und der Boden entlastet.“

Ausgleichsmaßnahmen, L667n, Ostumgehung


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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