Mit Klau-Tasche erwischt: Geldstrafen für Diebstahl bei H&M

Die bei­den Angeklagten, die sich heute vor dem Amts­gericht Unna wegen Dieb­stahls zu ver­ant­worten hat­ten, sind  21 und 22 Jahre alt und bei­de mehrfach ein­schlägig vorbe­straft. Bei­de wohnen gemein­sam in Holzwickede, wo sie sich als aus­ländis­che Staat­sange­hörige auch aufhal­ten dür­fen.

Ende Okto­ber 2014 fie­len die bei­den jun­gen Män­ner bei ein­er Polizeikon­trolle auf, weil sie eine soge­nan­nte Klau-Tasche mit sich führten. Dabei han­delt es sich um eine gewöhn­liche Einkauf­s­tasche, die mit Alu­mini­um­folie aus­gelegt ist, damit darin unterge­brachte gestoh­lene Ware kein Alarm beim Ver­lassen eines Geschäftes aus­löst.  Mit ein­er solchen Tasche waren die bei­den Angeklagten bei H&M in Essen gewe­sen,  wo sie Klei­dung im Wert von knapp 170 Euro stahlen. Der Trick mit der Klau-Tasche funk­tion­ierte zwar – doch fiel die Tasche den Beamten bei ein­er Polizeikon­trolle auf dem Rück­weg nach Holzwickede auf.

Wir hat­ten die Sachen wirk­lich nötig. Son­st hät­ten wir das nicht getan“

Ein­er der Angeklagten zu seinem Motiv

Vor Gericht räumten die bei­den Angeklagten, die mit Hil­fe eines Dol­metsch­ers der Ver­hand­lung fol­gten, den Dieb­stahl bei H&M in Essen ein. Ihr Motiv: Sie hät­ten keine Klei­dung gehabt und drin­gend etwas zum Anziehen benötigt. „Wir hat­ten die Sachen wirk­lich nötig. Son­st hät­ten wir das nicht getan“, beteuerte ein­er der Angeklagten. Bei­de zeigten sich heute reuig und ver­sicherten Amt­srichter Jörg Granseuer. „Es tut uns unglaublich leid. So etwas wird nicht wieder vorkom­men.“

Zugun­sten der bei­den Angeklagten wertete das Gericht denn auch, dass sie Reue zeigten, geständig waren und sich ein­er schwieri­gen Sit­u­a­tion befan­den.  Let­zteres könne aber keine Entschuldigung für ihren Dieb­stahl sein, so der Richter in sein­er Urteils­be­grün­dung weit­er, zumal in Anbe­tra­cht ihrer Vorstrafen. Der Richter emp­fahl bei­den Angeklagten drin­gend, keine weit­eren Straftat­en mehr zu bege­hen, da son­st Haft­strafen dro­ht­en. Mit seinem Urteil von jew­eils 500 Euro beließ es das Gericht heute noch ein­mal bei Geld­strafen für die Angeklagten.

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Dipl.-Journalist

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