Kommunalwahl (Foto: kartub/Pixabay)

Mit Folgen: Einfach mal wahltechnisch von Hengsen nach Opherdicke „umgesiedelt“

Zu den ver­än­derten Wahl­be­zirken bei der Kom­mu­nal­wahl am 13. Sep­tember erreicht uns ein Leser­brief von Peter Rei­mann aus Hengsen:

Gestern lag die Wahl­be­nach­rich­ti­gung für die Kom­mu­nal­wahl in meinem Brief­ka­sten und Ver­wun­de­rung kam auf. Warum soll ich, der an der Ost­straße in Hengsen lebt, meine Stimme im Wahl­be­zirk Opher­dicke abgeben? Sollte da sei­tens der Ver­wal­tung – nach dem Miss­ge­schick mit den Wahl­un­ter­lagen für den Senio­ren­beirat – viel­leicht ein zweiter Fehler pas­siert sein? 

Es ist noch nicht lange her, dass ich in der Zei­tung gelesen habe, dass die 16 Wahl­be­zirke in Holzwickede ein wenig umstruk­tu­riert werden müssen, die beiden Dörfer Opher­dicke und Hengsen auf­grund ihrer gewach­senen Struktur davon aber aus­ge­nommen sind. Ich frage bei Orts­vor­steher Fried­rich-Wil­helm Schmidt und Volker Schütte nach, der wie ich an der Ost­straße lebt und einer der sechs Kan­di­daten für den Wahl­be­zirk Hengsen ist. Von ihm erfahre ich, dass die Ver­wal­tung – nach Abseg­nung durch den Wahl­aus­schuss – fast die kom­plette Ost­straße (ab der Haus­nummer 16) wahl­tech­nisch an Opher­dicke „ange­flanscht“ hat. Die eigent­liche „Grenze“ zwi­schen den beiden Berg­dör­fern bleibt natür­lich bestehen. 

Was bedeutet das nun? Wir, die Bewohner von fast 20 Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häu­sern, die teil­weise seit Jahr­zehnten unsere Stimmen für die Hengser Rats­kan­di­daten abge­geben und damit indi­rekt auch die Wahl des Orts­vor­ste­hers mit­be­stimmen, können das bei dieser Wahl nun nicht mehr! Ab sofort „dürfen“ wir „Aus­sor­tierten“ unsere Kreuz­chen bei einem der Opher­dicker Rats­be­werber machen. Und die, so kann ich es in den jewei­ligen Wahl­bro­schüren lesen, setzen sich natür­lich erst einmal für die spe­zi­fi­schen Belange ihres Dorfes ein, was ja so auch richtig ist. 

Die Quint­essenz: „Mein Lokal­po­li­tiker“ bleibt natür­lich mein kom­pe­tenter Ansprech­partner vor Ort, wählen darf ich ihn, obwohl ich es möchte, aber nicht mehr! Das könnte bei der Aus­zäh­lung am 13. Sep­tember durchaus Aus­wir­kungen haben, denn meine und über 50 wei­tere Stimmen von den „aus­sor­tierten Wahl­be­rech­tigten der Ost­straße“ kommen bei den Kan­di­daten unseres Hei­mat­dorfes Hengsen nicht mehr an.

Schade, irgendwie gibt es in unserer Gemeinde ein Stück­chen gelebte Kom­mu­nal­po­litik weniger – und das ist schlecht für „Howi“!

Peter Rei­mann
per E‑Mail

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