Mehr Parkzeitbegrenzung an Wilhelmstraße und Verkehrsberuhigung für Krämersweg

Die Gemeinde Holzwickede wird das Parken auf den öffentlichen Parkplätzen (1. und 2. Reihe von links) an der Wilhelmstraße zeitlich begrenzen. Außerdem soll es strengere Kontrollen durch das Ordnungsamt in diesem Bereich geben. (Foto: (P. Gräber - Emscherblog.de)
Die Gemeinde Holzwickede wird das Parken auf den öffent­li­chen Park­plätzen (1. und 2. Reihe von links) an der Wil­helm­straße zeit­lich begrenzen. Außerdem soll es stren­gere Kon­trollen durch das Ord­nungsamt in diesem Bereich geben. (Foto: (P. Gräber – Emscherblog.de)

Im Ver­kehrs­aus­schuss am Mitt­woch­abend wurde nicht nur gestritten – es gab auch einige ein­mü­tige Beschlüsse: So beschlossen die Frak­tionen auf Vor­schlag der Ver­wal­tung gleich zu Beginn ein­stimmig, drei zusätz­liche Fahrten des TaxiBus-Systems auf der Linie T 51 bei­zu­be­halten. 3.000 Euro lässt sich die Gemeinde diese Ver­bes­se­rung des Nah­ver­kehrs­an­ge­bote zwi­schen Opher­dicke und der Gemein­de­mitte kosten.

Zum Hin­ter­grund: Im ver­gan­genen Jahr hatte der Kreis Unna die TaxiBus-Zusatz­fahrten als ein­jäh­rigen Vor­lauf­be­trieb zur bes­seren Erreich­bar­keit des Hauses Opher­dicke werk­tags abends bei der VKU in Auf­trag gegeben. Beab­sich­tigt war ursprüng­lich, ins­be­son­dere nach den Ver­an­stal­tungen auf Haus Opher­dicke Besu­chern neue Fahr­an­ge­bote um 21.12 Uhr, 22.12 Uhr und 23.12 Uhr die Rück­fahrt nach Hause mit öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln zu ermög­li­chen. Zustän­dig­keits­halber und als Ver­ur­sa­cher hatte der Kreis Unna die Kosten getragen.

Auf Nach­frage teilte die VKU nun mit, dass der Erhalt der TaxiBus-Fahrten auf der T 51 werk­tags abends für die Gemeinde Holzwickede zusätz­liche Kosten von 3 000 Euro bedeuten würden. Die Über­nahme dieser Kosten hält die Gemeinde für gerecht­fer­tigt, weil die zur Rede ste­henden Zusatz­fahrten nicht ab Haus Opher­dicke, son­dern in erfreu­li­cher Zahl (388 Fahr­gäste) in der Gemein­de­mitte von Holzwickede bestellt wurden.

Spielstraße auch für Anwohner zu teuer

Eben­falls ein­stimmig beschlossen wurden vom Aus­schuss ver­kehrs­be­ru­hi­gende Maß­nahmen im Umfeld des Krä­mers­weges. Auf Vor­schlag der Ver­wal­tung sollen dort nun in den Straßen Krämers‑, Lilien- und Rosenweg ein­ge­schränkte Hal­te­ver­bote (Ver­kehrs­zei­chen 290) aus­ge­wiesen werden und gleich­zeitig in eigens gekenn­zeich­neten Flä­chen das Parken aus­schließ­lich für den Krä­mersweg frei­ge­geben werden. Gleich­zeitig soll auf den Fahr­bahnen Tempo „30“ mar­kiert werden.

Richtig gut wird es wohl nicht. Dazu ist der Park­druck in diesem Gebiet ein­fach zu groß.“

Bernd Kasischke

Wie Holzwickedes Bei­geord­neter vor der Abstim­mung erläu­terte, ist dieser Beschluss ein Kom­pro­miss, dem eine sehr lange Dis­kus­sion, auch mit Anwoh­nern vor Ort, vor­an­ge­gangen ist. Ange­stoßen wurde die Dis­kus­sion durch Anwohner und eine Liste mit 73 Unter­schriften. Die Pro­ble­matik wurde auch durch das Kind einer Anwoh­nerin im Ver­kehrs­aus­schuss am 10. Juli mit­ge­teilt: In dem frag­li­chen Bereich werde viel zu schnell gefahren. Des­halb wünschten sich die Anlieger die Aus­wei­sung einer Spiel­straße. Zudem werde bei Ver­an­stal­tungen auf Haus Opher­dicke der Krä­mersweg und sein Umfeld zuge­parkt.

Wie Bernd Kasischke haben sich in der fol­genden Dis­kus­sion zwei Lösungen her­aus­kri­stal­li­siert: Die wohl beste Lösung sein ein ver­kehrs­be­ru­higter Bereich (Spiel­straße). Die Umset­zung würde jedoch „unheim­lich viel Geld kosten“, wovon ein großer Teil auch von den Anlie­gern auf­ge­bracht werden müsste.

Des­halb sei das nun­mehr auch „in enger Abstim­mung mit den Anwoh­nern“ vor­ge­schla­gene ein­ge­schränkte Hal­te­verbot samt Abmar­kie­rung von Tempo „30“ auf der Fahr­bahn „die bes­sere Lösung“, so Kasischke weiter: „Alle sehen klar, wo geparkt werden dar und wo nicht. Das bringt schon mehr Sicher­heit.“ Ehr­li­cher­weise fügte der Bei­geord­nete hinzu: „Richtig gut wird es wohl nicht. Dazu ist der Park­druck in diesem Gebiet ein­fach zu groß.“

Stellplätze wieder für Berufstätige sichern

Wenn man auswärtige "Flughafenparker" an der Wilhelmstraße vermeiden will, sind solche Schilder allerdings eher missverständlich und kontraproduktiv. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)
Wenn man aus­wär­tige „Flug­ha­fen­parker“ an der Wil­helm­straße ver­meiden will, sind solche Schilder aller­dings eher miss­ver­ständ­lich und kon­tra­pro­duktiv. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Eben­falls ein­stimmig sprach sich der Aus­schuss auch dafür aus, die Park­zeit auf dem öffent­li­chen Park­platz an der Wil­helm­straße zu begrenzen. Gemeint sind die Stell­plätze gegen­über McDo­nalds und Reddy, die eigent­lich als P+R‑Parkplätze für Berufs­tä­tige gedacht sind. Statt­dessen muss die Gemeinde fest­stellen, so der bei­geord­nete Bernd Kasischke, dass immer mehr Fahr­zeuge mit aus­wär­tigen oder aus­län­di­schen Kenn­zei­chen diese Park­plätze teils wochen­lang blockieren.

Diese Stell­plätze fehlen den Berufs­tä­tigen aus dem Eco Port und natür­lich auch den eigenen Mit­ar­bei­tern und Besu­chern der dort unter­ge­brachten Gemein­de­ver­wal­tung.

Die Gemeinde wird die Park­zeit auf diesen Stell­plätzen des­halb zunächst für die Dauer von einem Jahr auf maximal zwölf Stunden begrenzen. Gleich­zeitig kün­digte der Bei­geord­nete kon­se­quente Kon­trollen an. „Wir können das selbst kon­trol­lieren und werden das auch tun.“ Am Flug­hafen gebe es 5 000 Park­plätze, wo Rei­sende eine Woche lang für unter 20 Euro parken könnten. Dass es immer noch Flug­ha­fe­nutzer gibt, denen das teuer ist, „dafür fehlt mir jedes Ver­ständnis“, so der Bei­geord­nete.

Zwar hätten die SPD und Bür­ger­block einen Park­au­to­maten wie auf dem P+R‑Parkplatz an der Bahn­hof­straße für die bes­sere Lösung gehalten, wie ihre Spre­cher erklärten. Doch auch gegen die Lösung mit einer Park­scheibe wollten sie sich nicht sperren. 

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