Kreisdirektor und Kämmerer Janke hat den Haushaltsplanentwurf für 2019 eingebracht. (Foto: Fabiana Regino – Kreis Unna)

Kreisdirektor Janke bringt Etatentwurf ein: Kaum Entlastung für Kommunen

Kreisdirektor und Kämmerer Janke hat den Haushaltsplanentwurf für 2019 eingebracht. (Foto: Fabiana Regino – Kreis Unna)
Kreis­di­rektor und Käm­merer Janke hat den Haus­halts­plan­ent­wurf für 2019 ein­ge­bracht. (Foto: Fabiana Regino – Kreis Unna)

Digi­tal­sie­rung, Kli­ma­schutz und Bil­dung – Kreis­di­rektor und Käm­merer Mike-Seba­stian Janke hat am Dienstag (5.11.) den Ent­wurf für den Kreis­haus­halt 2020 in den Kreistag ein­ge­bracht und zeigt mit den darin geplanten Aus­gaben: Er hat damit die Zukunft des Kreises fest im Blick. Gleich­zeitig nimmt er größt­mög­liche Rück­sicht auf die Städte und Gemeinden im Kreis Unna.

Die welt­weit größte Her­aus­for­de­rung ist der­zeit der Kli­ma­wandel – klar, dass das Thema auch die Ver­wal­tungs­spitze des Kreises Unna bewegt. Zwar ist dort nicht erst seit dem Aus­rufen des Kli­ma­not­standes klar, dass bei der Gebäu­de­sa­nie­rung Ener­gie­ef­fi­zienz eine wich­tige Rolle spielt, doch gewinnt das Thema damit erneut an Gewicht.

Für den Neubau der För­der­zen­trums, des Wei­ter­bil­dungs­kol­legs im Bil­dungs­campus Unna und die Sanie­rung der Kreis­sport­halle ist das Thema Energie grund­le­gend wichtig. Wir inve­stieren allein in diese drei Gebäude rund zwölf Mil­lionen Euro“, sagt Kreis­di­rektor und Käm­merer Mike-Seba­stian Janke.

Digitalisierung als Aufgabenschwerpunkt

Dass das Internet viel­mehr als Social-Media, Online-Handel und Enter­tain­ment ist, ist der Kreis­ver­wal­tung seit langem klar. Kon­kreter wird das mit dem Digi­talen Master­plan, der die stra­te­gi­sche Aus­rich­tung des Kreises auf dem Gebiet der Digi­ta­li­sie­rung fest­ge­legt hat. Ein Mammut-Pro­jekt, das die Arbeit mit und in der Kreis­ver­wal­tung in den Grund­lagen ver­än­dern wird.

Spürbar wird das eben­falls für den Bürger sein: Der Ser­vice wird mobiler, soll Behör­den­gänge eher zur Aus­nahme und die Erle­di­gung von Amts­ge­schäften per PC, Tablet oder Smart­phone zum Stan­dard machen. Auch wird die Digi­ta­li­sie­rung der kreis­ei­genen Schulen die Bil­dungs­land­schaft und damit den Alltag von fast 11.000 Schü­lern und ihren Leh­rern umkrem­peln. Ins­ge­samt plant der Käm­merer für 2020 rund 2,1 Mil­lionen Euro an ver­schie­denen Stellen für die Digi­tal­sie­rung ein. 

Sorgsam haushalten: Kreisumlage und Co.

Schon bei der Vor­stel­lung der Eck­daten zum Haus­halt sagte Kreis­di­rektor und Käm­merer Mike-Seba­stian Janke: „Die Steu­er­quellen spru­deln der­zeit und alle kreis­an­ge­hö­rigen Kom­munen haben mehr Geld zur Ver­fü­gung. Die wirt­schaft­li­chen Aus­sichten trüben sich aller­dings ein. Die ersten Früh­in­di­ka­toren weisen auf eine bevor­ste­hende Delle der Kon­junktur hin. Des­halb wird der Kreis weiter sorgsam haus­halten.“ Gegen­über den bereits vor­ge­stellten Eck­daten hat daher der Käm­merer nach­ge­steuert und will so die kreis­an­ge­hö­rigen Städte und Gemeinden ent­la­sten.

Fik­tiver Haus­halts­aus­gleich: Aus der Aus­gleichs­rück­lage werden im kom­menden Jahr 6,3 Mil­lionen Euro zur Ent­la­stung der Städte und Gemeinden ein­ge­setzt – das sind rund 4 Mil­lionen Euro mehr als in den Eck­daten geplant.

Zahl­last: Die Summe, die die kreis­an­ge­hö­rigen Städte und Gemeinden an den Kreis zur Erle­di­gung seiner Auf­gaben über­weisen, steigt gegen­über 2019 um rund 7,6 Mil­lionen Euro und liegt damit bei 261,5 Mil­lionen Euro. (In den Eck­daten plante Janke noch mit 265,5 Mil­lionen Euro – Ver­bes­se­rung um 4,1 Mio. Euro)

Kreis­um­lage: Der Hebe­satz der All­ge­meinen Kreis­um­lage sinkt auf histo­risch nied­rigen Wert von 39,13 v.H. (2019: 39,98 v.H.). (In den Eck­daten plante der Käm­merer noch mit einem Hebe­satz 39,73 v.H.)

Differenzierte Kreisumlage

Die dif­fe­ren­zierte Kreis­um­lage wird von Bönen, Frön­den­berg und Holzwickede an den Kreis zur Erle­di­gung der Jugend­amts­auf­gaben gezahlt. Auf­zu­bringen sind von den drei Kom­munen nach dem Ent­wurf rund 21,2 Mil­lionen Euro – gut 850.000 Euro mehr als 2019.

Weitere große Positionen im Etatentwurf

Der Etat­ent­wurf hat ein Volumen von über 520 Mil­lionen Euro. Größter Posten im Kreis­haus­halt: die Sozi­al­ko­sten. So ist zum Bei­spiel die Umlage des Land­schafts­ver­bands West­falen-Lippe (LWL) deut­lich gestiegen. Sie springt um rund 7,3 Mil­lionen Euro (2019: 101 Mil­lionen Euro) auf 108,3 Mil­lionen Euro (2020).

Wäh­rend die Per­so­nal­ko­sten beim Kreis (+5,9 Mil­lionen Euro) auf­grund von Besol­dungs­an­pas­sungen, Tarif­er­hö­hungen und Zufüh­rungen zu Pen­sions- und Bei­hil­fe­rück­stel­lungen steigen werden, gibt es posi­tive Signale bei den Kosten der Unter­kunft: Jah­re­lang war das der größte Posten im Haus­halt. Nun sinken die Aus­gaben auf rund 86,9 Mil­lionen Euro (2019: 91 Mil­lionen Euro). „Dieser Erfolg ist auf die gute Arbeit des Job­cen­ters und der Wirt­schafts­för­de­rung zurück­zu­führen“, sagt der Kreis­di­rektor.

Nach der for­mellen Ein­brin­gung des Haus­haltes durch Kreis­di­rektor und Käm­merer Mike-Seba­stian Janke in dieser Woche ist die poli­ti­sche Dis­kus­sion eröffnet. Mit der Ver­ab­schie­dung des Haus­haltes am 3. Dezember wird diese abge­schlossen. Mehr Infor­ma­tionen gibt es unter www.kreis-unna.de (Such­be­griff Haus­halt). PK | PKU

Kreis-Haushalt


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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