Kinderglück e.V. wird nun offiziell zur Stiftung Kinderglück

Susanne und Bernd Krispin mit der Stiftungsurkunde für die Stiftung Kinderglück. (Foto: Kinderglück)
Susanne und Bernd Krispin mit der Stif­tungs­ur­kunde für die Stif­tung Kin­der­glück. (Foto: Kin­der­glück)

Neues Mit­glied in der Stif­tungs­land­schaft: 2006 als Kin­der­glück e.V. von Susanne und Bernd Krispin gegründet, ist der Verein nun offi­ziell zur Stif­tung Kin­der­glück geworden. Wie der Verein wird auch die Stif­tung Kin­der­glück unver­än­dert ope­rativ im Bereich der Kinder- und Jugend­hilfe tätig sein und bei­spiels­weise das jähr­liche Schul­ran­zen­pro­jekt in der Kin­der­glück-Halle in Holzwickede für von Kin­der­armut betrof­fene Erst­klässler rea­li­sieren.

Eine Stif­tung gründet man nicht von heute auf morgen. Auch die Grün­dung der Stif­tung Kin­der­glück wurde schon seit rund ein­ein­halb Jahren vor­be­reitet, erklärt Bernd Krispin, der sich riesig freut, dass der letzte Schritt nun end­lich getan wurde.

Was ändert sich nun mit der Stif­tung Kin­der­glück? „Was unsere täg­liche Arbeit angeht, ändert sich gar nichts“, ver­si­chert Bernd Krispin. „Es gibt ja viele Stif­tungen, die rein för­dernd tätig sind. Das sind wir ganz und gar nicht. Wir sind nach wie vor ein gemein­nüt­ziger Verein, der für seine Arbeit auf Spenden ange­wiesen ist. Wir bleiben auch eine genauso ope­rativ tätige und quir­lige Orga­ni­sa­tion wie bisher.“

Hilfe für rd. 10 000 Kinder und Jugendliche jedes Jahr

Doch warum dann über­haupt eine Stif­tung? Dazu muss man die Kin­der­glück-Geschichte, die 2006 begann, etwas näher betrachten. Nachdem Susanne und Bernd Krispin viele Jahre als pri­vate Spender unter­schied­liche Orga­ni­sa­tionen unter­stützten, ent­stand der Wunsch das Enga­ge­ment zu bün­deln und lang­fri­stige Hilfe mit eigenen Pro­jekten zu rea­li­sieren.

Was unsere täg­liche Arbeit angeht, ändert sich gar nichts.“

Bernd Krispin

Wir haben Glück in unserem Leben und das ist uns jeden Tag bewusst. Unsere Kinder sind gesund und uns geht es gut. Das ist nicht selbst­ver­ständ­lich. Kin­der­armut, Trau­mata, Krank­heit und pro­ble­ma­ti­sche fami­liäre Ver­hält­nisse ver­hin­dern oft ein unbe­schwertes Auf­wachsen. Diese jungen Men­schen möchten wir errei­chen. Wir wissen, dass jemand, der Glück durch empa­thi­sche Zuwen­dung erfahren hat, dieses Gefühl auf seinen Lebensweg mit­nimmt und nicht ver­gisst“, so Susanne und Bernd Krispin.

Aus diesen Gedanken wurde der Verein zur Grün­dung und För­de­rung der Stif­tung Kin­der­gück Dort­mund e.V. geboren, der in der Öffent­lich­keit kurz Kin­der­glück e.V. genannt wurde. Wie der aus­führ­liche Name besagt, war er immer darauf aus­ge­legt später in einer Stif­tung zu münden.

Die Jahre ver­gingen schnell und jedes ein­zelne der zehn Pro­jekte, vom Schul­ran­zen­pro­jekt über die Feri­en­pa­ten­schaften bis hin zu den Kin­der­glück-Kissen, wuchs. Heute errei­chen 250 Ehren­amt­liche gemeinsam mit Familie Krispin pro Jahr rund 10.000 Kinder und Jugend­liche im Kreis Unna, Dort­mund und dar­über hinaus.

Die aktive Umset­zung der Hilfs­maß­nahmen nahm viel Zeit in Anspruch, sodass die Stif­tungs­grün­dung etwas in den Hin­ter­grund geriet.

Ein Hauch von Ewigkeit

Umso glück­li­cher sind Susanne und Bernd Krispin nun, dass die Grün­dung end­lich erfolgt ist. „Mit der Stif­tung bauen wir ein ganz anderes Fun­da­ment für die Arbeit von Kin­der­glück auf“, ist Bernd Krispin sicher. „Meine Frau und ich werden ja nicht ewig da sein und ein gemein­nüt­ziger Verein kann sich auch schnell wieder auf­lösen.“ Solche Gedanken gingen dem Ver­eins­gründer und seiner Frau Susanne schon länger durch den Kopf.

Haupt­ge­danke der Stifter ist es also, ihr Enga­ge­ment, das von vielen Men­schen mit­ge­tragen und unter­stützt wird, in ein zeit­über­dau­erndes Fun­da­ment ein­zu­betten und so Kin­der­glück noch mehr Nach­hal­tig­keit zu ver­leihen. „Tat­säch­lich merke ich von Tag zu Tag mehr, wie gut es ist, dass wir die Stif­tung gegründet haben. Wenn ich mir etwa die Prä­ambel zur Sat­zung ansehe, die auch auf unserer Inter­net­seite steht, ist das schon so ein biss­chen auf Ewig­keit ange­legt.“ 

Um nicht zu sagen: Mit der Stif­tung weht nun­mehr ein „Hauch der Ewig­keit“ durch die Kin­der­halle in Holzwickede.

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