Geschäftsführer des KreisSportbundes Unna: Matthias Hartmann ( Foto: KSB)

KreisSportBund Unna informiert über Corona-Auflagen für Sportvereine

Geschäftsführer des KreisSportbundes Unna: Matthias Hartmann ( Foto: KSB)
Geschäfts­führer des Kreis­Sport­bundes Unna: Mat­thias Hart­mann ( Foto: KSB)

Der Kreis­Sport­Bund Unna hat heute eine Infor­ma­tion zum Sport mit der neuen Corona-Schutz­ver­ord­nung (Coro­naSchVO) ver­öf­fent­licht. „Der von der Lan­des­re­gie­rung prä­sen­tierte Stu­fen­plan geht weit über das hinaus, was Lan­des­sport­bund NRW und seine ange­schlos­senen Bünde und Fach­ver­bände erwartet hatten“, heißt es darin. Das betrifft ins­be­son­dere die bereits ab heute (11. Mai) gel­tenden Locke­rungen für den Sport­be­trieb in gedeckten Sport­an­lagen, so KSB-Geschäfts­führer Mat­thias Hart­mann weiter. „Die Reak­tionen auf die poli­ti­schen Ent­schei­dungen fallen sehr unter­schied­lich aus und rei­chen von ‚End­lich!’ bis hin zu ‚Das ist viel zu weit­ge­hend!’.“

Der Lan­des­sport­bund hat sich in den ver­gan­genen in engem Schul­ter­schluss mit der für den Sport zustän­digen Staats­se­kre­tärin und der Sport­ab­tei­lung der Staats­kanzlei für eine schritt­weise, ver­ant­wor­tungs­volle Wie­der­auf­nahme des Sport­be­triebs aus­ge­spro­chen. „Diese ist nun mög­lich“, glaubt Mat­thias Hart­mann. „Aber: Der Stu­fen­plan ist immer unter der Maß­gabe zu sehen, dass sich die Gesund­heits­lage nicht ver­schlech­tert. Es ist ein Plan, keine Garantie, dass es so kommen wird. Vor­sicht und bedachtes Han­deln sind das Gebot der Stunde.“

Die weitere Entwicklung

Mit dem schritt­weisen Wie­der­ein­stieg in den Ver­eins­sport beginnt für die Sport­ver­eine im Kreis Unna eine neue Phase der Coro­na­krise. War der Lock­down noch durch zen­trale Vor­gaben bestimmt, so wird die Umset­zung des Wie­der­ein­stiegs dagegen dezen­tral und hoch unter­schied­lich ver­laufen.

Zwar ist keine Geneh­mi­gung der in der Coro­naSchVO vor­ge­se­henen Locke­rungen (z. B. Öff­nung von Sport­plätzen ab 7. Mai) durch die ört­li­chen Behörden not­wendig. Aber die Kom­munen können diese selbst­ver­ständ­lich in eigener Ent­schei­dung trotzdem aus ganz unter­schied­li­chen Gründen geschlossen halten. Glei­ches gilt auch für ver­eins­ei­gene Anlagen, wenn die Kom­mune hier eine Nicht­be­ach­tung der Sicher­heits­maß­nahmen erkennen kann. Wie der Kreis Coes­feld gezeigt hat, kann sich die Frei­gabe der Anlagen durch neue Infek­tionen von heute auf morgen ändern.

Zudem gestaltet sich die Umset­zung von Vor­sichts­maß­nahmen und Vor­schriften von Sportart zu Sportart unter­schied­lich. Die ent­spre­chenden Hin­weise der Spit­zen­ver­bände sind auf der Inter­net­seite des Deut­schen Olym­pi­schen Sport­bundes zu finden.

Hohe Eigenverantwortung der Vereine

Nicht zuletzt ist nun auch eine hohe Eigen­ver­ant­wor­tung der Ver­eine selbst gefragt. Nicht jede Frage kann von Lan­des­sport­bund, Kreis­Sport­Bund, Fach­ver­band oder Stadt­sport­ver­band beant­worten werden, ebenso wenig wie von der Politik. Denn auch von Verein zu Verein kann sich die kon­krete Situa­tion hin­sicht­lich Sport­stätten, Mit­glie­dern und Abläufen unter­schied­lich dar­stellen.

Vor­sicht ist das Gebot der Stunde.“

Mat­thias Hart­mann (KSB-Geschäfts­führer)

Ein­zel­heiten zur neuen Corona-Schutz­ver­ord­nung hat der Kreis­Sport­Bund auf seiner Inter­net­seite für die Ver­eine ver­öf­fent­licht. Ins­be­son­dere weist der KSB auf fol­gende Rege­lungen hin:

  • Kein Wett­kampf­be­trieb
  • Nur kon­takt­freier Sport, Aus­nahmen: Trai­ning an NRW-Bun­des­stütz­punkten, Tanz­sport (lt. Text nur Tanz­schulen, aber u. E. kann das nur bedeuten, dass auch Tanz­port­ver­eine ein­ge­schlossen sind): Trai­ning mit einem festen Tanz­partner
  • Zum Infek­ti­ons­schutz geeig­nete Hygie­ne­maß­nahmen
  • Min­dest­ab­stand von 1,5 Metern zwi­schen Per­sonen
  • Keine Nut­zung von Dusch-/Wasch-/Um­klei­de­räumen
  • Keine Zuschauer
  • Keine Sport­feste und ähn­liche Sport­ver­an­stal­tungen (Schüt­zen­feste) bis zum 31. August
  • Im Semi­nar­be­trieb min­de­stens fünf qm Raum­fläche pro Teil­nehmer und maximal 100 Teil­nehmer in einem Raum
  • Vor­stands­sit­zungen unter Ein­hal­tung des Min­dest­ab­standes und der Hygie­ne­vor­schriften sind wieder erlaubt (Coro­naSchVO §13, Abs. 3 Ziff 2).

Unter den o. g. Bedin­gungen können auch die Ange­bote „Sport im Park“ wieder auf­ge­nommen werden (siehe §9 Abs. 4 Satz 1 Coro­naSchVO).

Für Sport­an­ge­bote in geschlos­senen Räumen ist außerdem die Anlage Ziff. VII zur Coro­naSchVO für Fit­ness­stu­dios zu beachten.

Gastronomie in Vereinen

Lan­des­sport­bund und Kreis­Sport­Bund Unna gehen gemäß §§ 14 und 15 der Coro­naSchVO und Anlage I zur Coro­naSchVO davon aus, dass für Ver­eins­gast­stätten die­selben Bedin­gungen gelten wie für son­stige gastro­no­mi­sche Betriebe. Wann Sport­ver­eine mit selbst geführter, also nicht ver­pach­teter Gastro­nomie wieder öffnen dürfen ist zur­zeit noch nicht klar.

Corona-Schutzverordnung, KreisSportBund Unna

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