Joboxers dürfen mit Erdarbeiten für neue Baseballanlage beginnen

Die Zukunft der Baseballanlage der Holzwickeder Joboxers ist weiter offen. Foto: privat)

Die Jobo­xers sind ihrer neuen Spiel­an­lage ein großes Stück näher gekommen: Eigen­ar­beit im Gegen­wert von 93.000 Euro muss der Verein dafür erbringen. (Foto: privat)

Die Jobo­xers sind der Ver­le­gung ihrer Base­ball­an­lage ein großes Stück näher gekommen. In der Sit­zung des Pla­nungs- und Bauuschusses am Don­ners­tag­abend (26.3.) haben die Holzwickeder Base­baller prak­tisch grünes Licht für ihre neue Spiel­an­lage zuge­sagt bekommen – vor­aus­ge­setzt, die eben­falls im Aus­schuss vor­ge­stellten Zahlen sind belastbar.

Bekannt­lich muss der Billy-Garcia-Ball­park der Jobo­xers in Opher­dicke der neuen Ret­tungs- und Feu­er­wache Süd wei­chen. Ange­dacht ist die neue Spiel­an­lage in süd­li­cher Rich­tung zu ver­legen. Im Fach­aus­schuss nannte die Ver­wal­tung jetzt erst­mals kon­krete Kosten für das Vor­haben. Danach soll der Neubau der Spiel­an­lage ins­ge­samt rund 256.000 Euro kosten. Den rech­ne­ri­schen Gegen­wert der Eigen­ar­beit der Jobo­xers setzt die Ver­wal­tung mit rund 93.000 Euro an. Bei der Gemeinde würden danach also Kosten von rd. 163.000 Euro für die Bau­maß­nahme ver­bleiben.

Verwaltung wollte zunächst Bürgschaft vom Verein

Etwas über­ra­schend emp­fahl Fach­be­reichs­leiter Jens-Uwe Schmiedgen in der Sit­zung, dass die Holzwickeder Jobo­xers eine Bürg­schaft in Höhe ihres Eigen­an­teils über­nehmen sollten. Der 1. Vor­sit­zende der Jobo­xers, der bei der Sit­zung anwe­send war, lehnte das jedoch ab: „Eine Bürg­schaft ließe unsere Ver­eins­sat­zung gar nicht zu“, betonte Peter Steckel. Als Ver­eins­vor­sit­zender sei er zudem per­sön­lich gesamt­schuld­ne­risch haftbar, würde die Bürg­schaft über­nommen. „Schon des­halb würde ich das auch nicht machen mit der Bürg­schaft. Das ist ja quasi wie ein Kredit.“

Dass die Jobo­xers keine Bürg­schaft ein­gehen können und ihr Vor­sit­zender Peter Steckel das per­sön­liche finan­zi­elle Risiko scheut – dafür hatte die Mehr­heit der Mit­glieder im Aus­schuss denn auch Ver­ständnis. Aus­schuss­vor­sit­zender Wil­fried Brink­mann brachte die Kuh schließ­lich mit einem Antrag vom Eis: Danach sollen die Kosten für die Ver­le­gung der Base­ball­an­lage in den näch­sten Gemein­de­haus­halt 2016 ein­ge­stellt werden, sofern sich die genannten Zahlen als belastbar her­aus­stellen. Die Jobo­xers können mit den wich­tigen Erd­ar­beiten bereits in diesem Jahr beginnen und damit zugleich den Nach­weis erbringen, wie ernst sie es mit ihrer Eigen­ar­beit und dem Platz­neubau meinen. Anfang näch­sten Jahres könnte dann die Gemeinde den Platz noch vor Beginn der Base­ball-Saison kom­plett fer­tig­stellen.

CDU behält sich Prüfung des Zahlenwerkes vor

Bis auf die CDU nahm die Mehr­heit der Frak­tionen diesen Vor­schlag an. Die CDU, so Spre­cher Roland Schütt­forth, behalte sich die Prü­fung des vor­ge­legten Zah­len­werkes vor und will vor einer end­gül­tigen Ent­schei­dung aus­führ­lich in der Frak­tion beraten.

Ich kann mir nicht vor­stellen, dass die Gemeinde schon jemals von einem anderen Verein, etwa beim Bau eines Kunst­ra­sens, so eine Bürg­schaft ver­langt hat.“

Peter Steckel, 1. Vor­sit­zender der Jobo­xers

In einer ersten Stel­lung­nahme nach der Sit­zung zeigte sich Peter Steckel zufrieden mit dem Beschluss des Fach­aus­schusses: „Es ist noch kein end­gül­tiges grünes Licht für die Platz­ver­le­gung, aber doch eine Vor­stufe.“ Über den Vor­schlag der Ver­wal­tung, die Jobo­xers eine Bürg­schaft über­nehmen zu lassen, habe er sich aller­dings doch gewun­dert, gibt Steckel zu: „Ich kann mir nicht vor­stellen, dass die Gemeinde schon jemals von einem anderen Verein, etwa beim Bau eines Kunst­ra­sens, so eine Bürg­schaft ver­langt hat.“

Peter Steckel geht davon aus, dass in der näch­sten Vor­stands­sit­zung der Jobo­xers am 11. April über das wei­tere Vor­gehen gespro­chen wird. Kon­kret werde es um die Orga­ni­sa­tion der Tief­bau­ar­beiten in Eigen­ar­beit und die Gewin­nung von Spon­soren dafür gehen. „Die wich­tigen Erd­ar­beiten stellen dann aber auch schon den größten Brocken unserer Eigen­ar­beit dar“, erklärt Peter Steckel.

Print Friendly, PDF & Email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.