Posieren mit der E-Fahrzeugflotte der Gemeinde fürs Foto, v.li.: Bernd Hellweg (Leiter Baubetriebshof), Stefan Petersmann (Leiter Wasserversorgung), Bürgermeisterin Ulrike Drossel sowie Ralf Wiese (Baubetriebshof). Zwei weitere E-Fahrzeuge wird die Gemeinde in Kürze noch anschaffen. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Gemeinde verfügt inzwischen über kleine Flotte von E-Fahrzeugen

Posieren mit der E-Fahrzeugflotte der Gemeinde fürs Foto, v.li.: Bernd Hellweg (Leiter Baubetriebshof), Stefan Petersmann (Leiter Wasserversorgung), Bürgermeisterin Ulrike Drossel sowie Ralf Wiese (Baubetriebshof). Zwei weitere E-Fahrzeuge wird die Gemeinde in Kürze noch anschaffen. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)
Gruppenbild mit der E-Fahrzeugflotte der Gemeinde, v.li.: Bernd Hellweg (Leiter Baubetriebshof), Stefan Petersmann (Leiter Wasserversorgung), Bürgermeisterin Ulrike Drossel sowie Ralf Wiese (Baubetriebshof). Zwei weitere E-Fahrzeuge wird die Gemeinde in Kürze noch anschaffen. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

In ganz Holzwickede sind bislang 26 Elektrofahrzeuge (mit E-Kennzeichen) zugelassen (Stand: Juli 19). Die Gemeinde Holzwickede selbst hat inzwischen eine ansehnliche kleine Flotte von vier E-Fahrzeugen, mit denen man bislang recht gute Erfahrung gemacht hat:

Ein Nissan NV und ein Peugeot Partner, so genannte Hochkombis, sind schon seit vier Jahren am Baubetriebshof im Einsatz. Ein neuer Nissan Leaf wird von der Wasserversorgung eingesetzt. Das neueste E-Fahrzeug, ein VW Golf,  fährt Holzwickedes Bürgermeisterin als Dienstwagen. „Die Fahrzeuge laufen im Alltagsbetrieb alle ganz problemlos“, bestätigt Baubetriebshofleiter Bernd Hellweg. „Die beiden älteren Fahrzeuge haben auch schon deutlich über 10.000 Kilometer auf dem Tacho“, bestätigt Ulrike Drossel. „Die mussten auch schon richtig Schwerstarbeit leisten. Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingswelle haben wir damit hier praktisch alle Flüchtlingstransporte durchgeführt.“

Mit ihrem neuen Dienstwagen hat die Bürgermeister noch nicht so lange Erfahrungen sammeln können. Bei verhaltener Fahrweise betrage die Reichweite etwa 270 Kilometer, bevor der voll ausgestattete Golf wieder an die Steckdose muss, berichtet Ulrike Drossel. „Ich nutze das Fahrzeug hauptsächlich für kurze Distanzen, längere Dienstfahrten kann ich damit nicht machen.“ Die drei anderen E-Fahrzeuge haben, je nach Fahrweise, eine Reichweite von knapp über 300 Kilometern. Der Peugeot schafft gerade einmal gut 100 Kilometer.

Vier nichtöffentliche und fünf öffentliche Ladestationen

Für die vier E-Fahrzeuge der Gemeinde stehen insgesamt vier Ladestationen bereit, die allerdings nichtöffentlich sind: eine am Baubetriebshof, eine Doppelsteckdose an den Garagen hinter dem Bauamt und eine an der neuen Wasserversorgung in Opherdicke. Daran angeschlossen vergehen etwa vier Stunden bis die Akkus der E-Fahrzeuge wieder voll aufgeladen sind.

„Bei mir zu Hause habe ich keine Schnellladestation, da kommt der Golf an die normale Steckdose in der Garage“, meint Ulrike Drossel. „Deshalb dauert das laden natürlich länger, aber über Nacht ist der Akku dann am anderen Morgen auch wieder voll.“

Öffentlich Ladestationen gibt es in der Emschergemeinde insgesamt fünf: Eine davon steht auf dem P+R-Parkplatz an der Bahnhofstraße, eine weitere an der Carolinenallee sowie eine Zweifach-Ladesäule auf dem Parkplatz Kirchstraße. Ganz aktuell hat Innogy gerade auch die vor dem alten Gebäude der Wasserversorgung entfallene Ladesäule auf die Straße Am Markt verlegt und freigeschaltet.

Zwei weitere Fahrzeuge werden noch angeschafft

Wie Bürgermeisterin Ulrike Drossel ankündigt, wird die Gemeinde in Kürze noch zwei weitere E-Fahrzeuge anschaffen. Diese werden ältere Fahrzeuge für das Ordnungsamt und die Wasserversorgung ersetzen. Die am Baubetriebshof eingesetzten Arbeitsfahrzeuge gibt es allerdings noch nicht mit E-Motoren.

„Wir wollen natürlich mit gutem Beispiel vorangehen, wenn wir Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren durch E-Fahrzeuge ersetzen“, betont die Bürgermeisterin. Allerdings: Für die Gemeinde ist die E-Mobilität auch deutlich günstiger als für einen Normalbürger zu haben. Da E-Fahrzeuge nicht geleast werden können, muss die Gemeinde die Dienstwagen kaufen. Abgesehen von der günstigeren Finanzierung für die Kommune wird jedes angeschaffte E-Fahrzeug vom Land auch noch mit bis zu 40 Prozent gefördert. „Voraussetzung dafür ist aber, dass wir es mit Ökostrom betreiben“, sagt Ulrike Drossel. „Das müssen wir auch nachweisen.“ Holzwickedes Bürger profitierten aber trotzdem von den E-Fahrzeugflotte der Gemeinde, meint die Bürgermeisterin. „Die Bürger können ja auch die weiter ausgebaute Infrastruktur für die E-Fahrzeuge nutzen.“  

E-Fahrzeuge


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

Comments (4)

    • Hallo Frau Hussmann,

      vielen Dank für Ihren Hinweis. Es mag durchaus sein, dass E-Fahrzeuge auch von Privatleuten geleast werden können. Nach Aussage der Bürgermeisterin können E-Fahrzeuge jedoch nicht von der Gemeinde geleast werden, für die ganz andere Konditionen gelten als für Privatleute. Ich persönlich würde zum aktuellen Zeitpunkt auf keinen Fall ein E-Fahrzeug leasen, weil es noch völlig unklar ist, wie es sich mit dem technischen Zustand (vor allem der Akkus) nach einigen Jahren oder auch dem Wiederverkaufswert von E-Fahrzeugen verhält. Mit freundlichen Grüßen Peter Gräber

  • Guten Morgen, Herr Gräber!
    Die von Ihnen aufgeführten Gründe waren für uns genau die richtigen, einen E zu leasen.
    Mit freundlichen Grüßen
    M. Hussmann

    • Frau Hussmann,
      Ich kann Herrn Gräber nur zustimmen. Die böse Überraschung kommt dann bei Leasingende. Aber muss natürlich jeder für sich entscheiden.
      Grundsätzlich ist es in der derzeitigen Situation eh nicht sinnvoll in ein neues Auto zu investieren. Erst einmal sehen, wohin sich das Auto entwickelt. E-Autos sind (noch) keine Alternative: zu wenig Reichweite, zu lange Ladezeiten, teure Anschaffung, teure Investition in einen Anschluß am Haus, Strom aus Kohlekraftwerken, Herstellung und Entsorgung Batterien. Ökologische gesehen lohnt sich ein E-Antrieb erst ab ca 150.000 km. Das wird sich alles in den nächsten Jahren verbessern, aber wer lange Strecken fahren muss, wird eher auf das Bewährte setzen oder auf den Wasserstoffantrieb warten.

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