Gefahrengut-Unfall: Heißes Aluminium blockiert Autobahn A1

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Nach dem Gefah­rengut-Unfall trat heißes Alu­mi­nium aus und ent­zün­dete die Fahr­bahn. Die A1 bleibt vor­aus­sicht­lich bis in die Abend­stunden gesperrt. (Foto: Polizei Dort­mund)

Nach einem Gefah­ren­gut­un­fall auf der Auto­bahn 1 in Fahrt­rich­tung Bremen zwi­schen der Rast­stätte Lich­ten­dorf und dem Unnaer Kreuz heute Morgen (16.8.) um 6.30 Uhr wird die Fahr­bahn der A 1 in Rich­tung Bremen vor­aus­sicht­lich bis in die Abend­stunden gesperrt sein.

Zum Unfall­zeit­punkt fuhr ein 45-jäh­riger Lkw-Fahrer aus Neuss einen Lkw aus Moers mit drei Gefahr­gut­be­häl­tern. Aus bis­lang unge­klärter Ursache geriet der Lkw zwi­schen der Rast- und Tank­an­lage Lich­ten­dorf und dem Auto­bahn­kreuz Dort­mund-Unna ins Schleu­dern und prallte gegen die mit­tige Beton­gleit­schutz­wand. Das Füh­rer­haus des Gespanns kata­pul­tierte die Wand hoch und ver­keilte sich schließ­lich auf den Beton­wänden beider Fahrt­rich­tungen. Der Fahrer ver­letzte sich bei dem Unfall leicht, er wurde zur Erst­ver­sor­gung in ein Kran­ken­haus gebracht.

Lkw-Fahrer nur leicht verletzt

Der Hänger mit den drei Flüs­sig­keits­be­häl­tern – Heiß­alu­mi­ni­um­ge­fäße – riss vom Zug­fahr­zeug ab und kippte auf die Fahr­bahn. Zwei der drei Behälter platzten bei dem Unfall auf so dass der Inhalt aus­trat. Auf der Fahr­bahn ent­zün­dete sich dann das aus­ge­tre­tene Alu­mi­nium und beschä­digte die drei Fahr­streifen und den Sei­ten­streifen zusätz­lich. Der dritte Behälter scheint der­zeit noch intakt.

Die Ber­gungs­ar­beiten dauern vor­aus­sicht­lich bis in die Abend­stunden an, solange bleibt Sper­rung der A 1 in Rich­tung Bremen min­de­stens auf­recht erhalten. Die Fahrt­rich­tung Köln wird vor­aus­sicht­lich inner­halb der näch­sten 1 – 2 Stunden wieder frei gegeben werden können.

Ob für den Unfall tech­ni­sche Mängel, nicht ange­passte Geschwin­dig­keit oder andere Fak­toren ursäch­lich sind, ist Gegen­stand der Unfall­er­mitt­lung. Die Höhe des Sach­scha­dens zum jet­zigen Zeit­punkt schätzt die Polizei auf ca. 200.000 Euro.

Die Polizei bittet alle Ver­kehrs­teil­nehmer auf die Ver­kehrs­warn­hin­weise und Stau­mel­dungen zu achten, den betrof­fenen Bereich mög­lichst groß­zügig zu umfahren und sich auf mög­liche Staus und War­te­zeiten ein­zu­richten.

Fol­gein­for­ma­tion der Polizei:

Seit 14:05 Uhr sind zwei Fahr­streifen der Rich­tungs­fahr­bahn Köln wieder befahrbar. Das Unfall­fahr­zeug sowie zwei von drei Behäl­tern wurden durch eine Fach­firma abtrans­por­tiert. Auf­grund der vor­han­denen Beschä­di­gung kann der dritte Behälter erst in den Nacht­stunden geborgen werden. Die Repa­ra­tur­ar­beiten der Fahr­bahn werden erst am Montag (17.8.) beginnen. Bis dahin bleibt die Rich­tungs­fah­bahn Bremen voll gesperrt. Umlei­tungs­strecken sind ein­ge­richtet.

Fol­gein­for­ma­tion der Polizei (17.8.):

Gegen 15.15 Uhr sollen der Sei­ten­streifen und der rechte Fahr­streifen wieder frei gegeben werden. Die Frei­gabe des mitt­leren Fahr­strei­fens in Rich­tung Bremen ist für etwa 17 Uhr anvi­siert. Der linke Fahr­streifen bleibt wei­terhin – vor­aus­sicht­lich bis morgen Vor­mittag – gesperrt. Trotz Auf­he­bung der Sper­rungen für ein /​meh­rere Fahr­streifen wird es einige Zeit dauern, bis sich der Ver­kehr auf den Aus­weich­strecken wieder nor­ma­li­siert. Auch auf der A 1 ist wei­terhin mit Ver­kehrs­be­hin­de­rungen zu rechnen. Bitte fahren Sie vor­sichtig und planen trotz der Frei­gabe mehr Zeit und ggfs. Aus­weich­strecken für Ihre Fahrten ein.

Gefahrengut, Unfall


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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