Stellten heute den neuen Bürgerpreis für Holzwickede der Stiftung "Gutes Tun" vor: die Beiratsmitglieder Ulla Voswinkel, Jochen Hake (Vorsitzender) und Rolf Unnerstall (re.). Viertes Beiratsmitglied ist Ludwig Oesingmann, der nicht mit im Bild ist. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)

Für besonderes ehrenamtliches Engagement: Stiftung „Gutes Tun“ lobt stattlichen Bürgerpreis aus

Stellten heute den neuen Bürgerpreis für Holzwickede der Stiftung „Gutes Tun“ vor: die Beiratsmitglieder Ulla Voswinkel, Jochen Hake (Vorsitzender) und Rolf Unnerstall (re.). Viertes Beiratsmitglied ist Ludwig Oesingmann, der nicht mit im Bild ist. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Die Stiftung „Gutes Tun“ für Holzwickede wird im nächsten Jahr einen Bürgerpreis ausloben, der mit einem stattlichen Preisgeld von 5.000 Euro verbunden ist. Das hat der Beirat der Stiftung „Gutes Tun“ beschlossen. „Wir haben uns überlegt, wie wir das Ehrenamt in besonderer Weise wertschätzen können“, erklärte dazu heute der Vorsitzende des Beirates, Jochen Hake. „Andere Stiftungen haben auch Bürgerpreise ausgelobt. Bei uns in Holzwickede, wo es eine solche Vielfalt an ehrenamtlichen Aktivitäten gibt, die auf zahlreichen unterschiedlichen Ebenen stattfinden, gibt es so etwas bisher noch nicht. Das wollen wir ändern.“  

Der neue Preis soll sich an alle Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Organisationen oder Gruppen richten, die sich im besonderen Maße für das öffentliche Leben in Holzwickede einsetzen oder eingesetzt haben, insbesondere in den Bereichen Kultur, Soziales, Sport oder der Heimatforschung. Dieser Einsatz sollte im Rahmen eines bürgerschaftlichen, ehrenamtlichen Engage­ments in einem gemeinnützigen Projekt, Verein, einer Einrichtung oder einer Initiative erfolgen und sich dadurch beispielhaft auf die Allge­meinheit auswirken. Der Preis kann auch an Personen oder Organisationen verliehen werden, die nicht in der Gemeinde ansässig sind, wie Hake erläutert. „Entscheidender ist, dass die ehrenamtliche Initiative sich auf die Gemeinde richtet und hier auswirkt.“

Ziel der Auszeichnung ist es, den Preisträgern zu danken und gleichzei­tig ihr Tun als vorbildhaft hervorzuheben.

Bürgerpreis alle zwei Jahre mit 5.000 Euro dotiert

Wie der Beiratsvorsitzende heute erläuterte, ist der Preis für Einzelpersonen, Vereine, Or­ganisationen oder Gruppen gedacht, die entweder ein Projekt oder eine langjährige Arbeit im Bereich des Ehrenamtes repräsentieren. Der mit der Auszeichnung verbundene stattliche Geldpreis soll ausschließlich dem jewei­ligen Preisträger oder Projekt direkt zufließen. „Das Preisgeld sollte idealerweise für die ausgezeichnete Initiative oder das Projekt eingesetzt werden.“

Der Geldpreis beläuft sich, bezogen auf einen Zwei-Jahres-Zeitraum, auf 5.000 Euro, die im Ausnahmefall auch auf bis zu maximal drei Einzelpreise aufgeteilt werden können. Bewerbungen oder Vorschläge können innerhalb eines Zeit­raums von mindesten sechs Wochen entgegengenommen werden. Diese können von „außen“ erfolgen oder aus Reihen des Kuratoriums, des Bei­rats oder der Stifter stammen und eine entsprechende Begründung ent­halten.

Danach entscheidet eine Jury bestehend aus den Kuratoriums- und Bei­ratsmitgliedern sowie dem Vorstandsmitglied der Stiftung „Gutes Tun“ für den Bereich Holzwickede in nicht öffentlicher Sitzung über die Preis­vergabe. Zusätzlich ist die Bürgermeisterin in der Jury vertreten.

Die erste Ausschreibung soll nun im Januar / Februar 2022 erfolgen. Die erste Verleihung des Bürgerpreises ist dann für April / Mai 2022 vorge­sehen. Dafür wird zurzeit ein Prospekt mit den Ausschreibungskriterien und dem geplanten Ablauf erstellt.

Kuratorium und Beirat

Dem Beirat der Stiftung „Gutes Tun“ gehören Jochen Hake (Vorsitzender), Ulla Voswinkel, Rolf Unnerstall und Ludwig Oesingmann an. Die beiden Kuratoriumsmitglieder sind Felicitas Stephan und Dr. Peter Lipphardt. Vorstand der Stiftung ist Sparkassen-Vorstand Klaus Moßmeier.

Zustifter können Privatpersonen ab einer einmaligen Einlage von 250 Euro werden, Unternehmen ab 1.000 Euro. Für Unternehmen sind auch Immobilien und andere Sachwerte als Zustiftungen möglich – steuerlich voll absetzbar.

Was die Stiftung schon Gutes getan hat

Der Stiftung „Gutes Tun“ stehen jährlich etwa 25.000 bis 30.000 Euro für Förderzwecke in Holzwickede zur Verfügung. Unterstützt wurden seit der offiziellen Gründung im vergangenen Jahr sehr unterschiedliche Projekte durch die Stiftung:

Zwei Kulturveranstaltungen zum Weltkindertag am Emscherquellhof, die Neuauflage einer sozialpädagogischen Info-Broschüre für das Schulzentrum, die Umgestaltung des kleinen Parks vor der ev. Kirche Opherdicke, die Arbeit des Vereins „Wir für Holzwickede“, die Fortbildung eines mehrsprachigen Flüchtlings aus Tadschikistan zu einem zertifizierten Dolmetscher, Nachhilfen an den Grundschulen in der Corona-Pandemie, ein Trixit-Sportevent für die Hauptschule, Lebensmittelgutscheine für die Tafel-Kunden. Als nächste Initiativen soll der Bürgerbusverein und ein Projekt „Schüler werden Schriftsteller“ unterstützt werden.

Bürgerpreis, Stiftung Gutes Tunm


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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