Fünf Großfahrzeuge der Feuerwehr mit Abbiegeassistenten ausgerüstet

Die Holzwickeder Feuerwehr hat fünf Großfahrzeuge mit Abbiegeassistenzsystemen nachgerüstet. Das radarbasierte Sicherheitselement ist am linken Fahrzeug unterhalb des Seitenspiegels auf der gelben Fläche gut zu erkennen. (Foto: Gemeinde Holzwickede)

Ab nächstes Jahr sollen Abbiegeassistenzsysteme (AAS), die den toten Winkel beim Abbiegen verhindern, für alle neuen Lkw vom Gesetzgeber als ein wesentliches Sicherheitselement vorgeschrieben werden. Die Gemeinde Holzwickede hat die fünf Großfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr schon jetzt mit solchen Abbiegeassistenzsystemen nachgerüstet.

Wie Andrea Brune vom Fachbereich IIa (Feuerschutz) erläutert, dient das eingebaute Sicherheitssystem dazu, dem Fahrer schwächere Verkehrsteilnehmer sichtbar zu machen. Bei Fußgängern und Radfahrern, die sich im toten Winkel des Fahrzeuges befinden und deshalb vom Fahrer nicht erkannt werden können, erfolgt eine Warnung durch ein akustisches und optisches Signal.

Toter Winkel wird verhindert

Durch das Kamera-Monitor-System, für das sich die Gemeinde entschieden hat, kann der Fahrer die Gefahrensituation auch auf einem Bildschirm auf dem Armaturenbrett erkennen und darauf reagieren.

Das radarbasierte Kamerasystem ist von einer Firma aus dem Kreis Unna entwickelt worden und auch bereits in Fahrzeugen anderer Feuerwehren im Kreis verbaut worden. Die Resonanz ist bislang durchweg positiv.

Der Anschaffungspreis des Systems beträgt je Fahrzeuge 1.800 Euro, also insgesamt 9.000 Euro. Für die Nachrüstung des Abbiegeassistenzsystems wurde beim Bundesamt für Güterkraftverkehr ein Förderantrag gestellt. Die Kosten für die Nachrüstung werden laut Zuwendungsbescheid, der Mitte Februar die Gemeinde Holzwickede erreichte, mit 80 Prozent dieser Summe gefördert.

Abbiegeassistenzsystem, Feuerwehr

Kommentar

  • Interessiert warte ich auf die Unfallzahlen und ob solche Hilfssysteme tatsächlich für einen signifikanten Rückgang von Unfällen beim Rechtsabbiegen sorgen. Ich habe da so meine Zweifel.

    Wer darauf bedacht ist, niemanden zu schädigen, nutzt die zur Verfügung stehenden analogen Mittel. Drei Spiegel auf der Fahrerseite bilden den Raum rechts neben dem Fahrerhaus sehr gut ab. Zudem ist es ratsam, aufmerksam an diese Stellen heranzufahren, vorher also die Straßennebenräume im Auge zu haben. Dann ist man weitestgehend vor bösen Überraschungen gefeit.

    Wer sich sicher ist, dass da keine Gefahr droht, der schaut auch nicht auf den Monitor. Ebensowenig, wie die Spiegel aufmerksam im Blick behalten werden.

    Daher halte ich als Pessimist solche Systeme für nicht oder wenig hilfreich. Es müssten schon aktive Systeme sein, die bei Gefahr das Fahrzeug abbremsen.

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