Flüchtlinge ziehen in Vereinsheim auf Haarstrang-Anlage: Vereine arrangieren sich

Die Gemeinde Holzwickede bringt Flüchtlinge im Vereinsheim an der Haarstrang-Sportanlage unter. (Foto: Peter Gräber)
Die Gemeinde Holzwickede bringt Flücht­linge im Ver­eins­heim an der Haarstrang-Sport­an­lage unter. (Foto: Peter Gräber)

Nach dem Bericht des Emscher­blogs in dieser Woche, dass die Gemeinde Holzwickede Teile des Ver­eins­heim auf der Haarstrang-Sport­an­lage für Flücht­linge nutzen will, hat jetzt der Vor­stand des Holzwickeder Sport Clubs reagiert:

Das ist eine große Auf­gabe auch für den Sport, und wir stellen uns ihr vor­be­haltlos“

Karl Lös­b­rock, HSC-Vor­sit­zender

Die drin­gend benö­tigte Auf­nahme von Syrien-Flücht­lingen auch in Holzwickede habe Aus­wir­kungen auf den Übungs- und Spiel­be­trieb des Holzwickeder Sport­clubs. „Das ist eine große Auf­gabe auch für den Sport, und wir stellen uns ihr vor­be­haltlos“, erklärte HSC-Vor­sit­zender Karl Lös­b­rock in einer erwei­terten Vor­stands­sit­zung zur Ankün­di­gung der Gemeinde, von Montag an Teile des Sport­heims der Haarstrang-Sport­an­lage in Opher­dicke für die Unter­brin­gung von Flücht­lingen zu nutzen.
In einer Orts­be­sich­ti­gung mit dem Fach­be­reichs­leiter Schule, Sport, Kultur, Soziales der Gemeinde, Mathias Auf­er­mann, infor­mierten sich jetzt Vor­stands­mit­glieder des HSC zusammen mit dem Vor­sit­zenden des Orts­ver­bandes für Sport, Dirk Jacobi, und dem Vor­sit­zenden der Turn­ge­meinde, Peter Wehlack, über die geplanten Maß­nahmen, die vor­nehm­lich den HSC betreffen. Danach wird das gesamte Ober­ge­schoss des Sport­heims mit seinen Sit­zungs­räumen sowie eine Dusch-/Um­klei­de­ka­bine im Erd­ge­schoss den in der kom­menden Woche ein­tref­fenden Flücht­lingen zur Ver­fü­gung gestellt.

Nur eine von vier Kabinen für die Vereine blockiert

Ursprüng­lich war ange­dacht, zwei der ins­ge­samt vier Kabinen zu belegen. „Aber da wir mög­lichst nur männ­liche Flücht­linge in dem Sport­heim unter­bringen wollen, benö­tigen wir nur eine Kabine“, betonte Auf­er­mann und stieß bei den HSC-Ver­tre­tern auf posi­tive Reso­nanz. „Damit ist uns schon sehr geholfen“, so der 2. Vor­sit­zende Wolf­gang Hense.

Wegen der Bele­gung des Ober­ge­schosses kann auch der HSC-Gesund­heits­sport dort drei seiner Kurse nicht mehr durch­führen. „Wir akzep­tieren das und haben schon Lösungs­mög­lich­keiten“, lobte die Gesund­heits­sport-Lei­terin Susanne Wer­binsky unter anderem eine Familie, die einen Kursus in ihren Pri­vat­räumen durch­führen will. „Das ist die Soli­da­rität, die wir alle den aus den schreck­li­chen Kri­sen­ge­bieten kom­menden Men­schen gegen­über zeigen sollten.“

Das ist die Soli­da­rität, die wir alle den aus den schreck­li­chen Kri­sen­ge­bieten kom­menden Men­schen gegen­über zeigen sollten.“

Susanne Wer­binsky, HSC-Gesund­heits­sport

Wie lange das Opher­dicker Sport­heim vom HSC nur teil­weise genutzt werden kann und ob even­tuell auch andere Sport­stätten für die Unter­brin­gung von Flücht­lingen her­an­ge­zogen werden müssen, konnte Fach­be­reichs­leiter Auf­er­mann nicht ver­bind­lich sagen: „Wir wollen mög­lichst keine wei­teren Sport­stätten in Anspruch nehmen und sind ständig auf der Suche nach anderen geeig­neten Räum­lich­keiten, aber ob uns das bei dem zu erwar­tenden Flücht­lings­strom auf Dauer gelingt, kann natür­lich nicht vor­her­ge­sagt werden“.

Flüchtlinge, HSC


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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