Fahrerflucht vom Rewe-Parkplatz: 67-Jährige verliert Führerschein für einen Monat und muss 250 Euro zahlen

Die klas­si­sche Fah­rer­flucht: Nach dem Ein­kaufen am 8. März des Jahres war die 67-jäh­rige Haus­frau Anna M. mit ihrem Pkw auf­grund eines Fahr­feh­lers gegen ein par­kendes Auto auf dem Rewe-Park­platz an der Haupt­straße gefahren und hatte dieses erheb­lich beschä­digt. Trotzdem ent­fernte sich die 67-jäh­rige vom Unfallort, ohne sich um die Scha­dens­re­gu­lie­rung zu küm­mern. Der von ihr ver­ur­sachte Schaden wurde anschließen auf min­de­stens 1.300 Euro bezif­fert. Doch die Seniorin will nichts von dem Unfall bemerkt haben, wie sie später angab. Ihr Pech: Auf­grund von Zeu­gen­aus­sagen konnte sie als Fah­rerin ermit­telt werden. Es erging ein Straf­be­fehl gegen die Seniorin wegen uner­laubten Ent­fer­nens vom Unfallort über 375 Euro Geld­strafe und drei Monate Füh­rer­schein­entzug.

Erfolgreicher Widerspruch gegen Strafbefehl

Gegen diesen Straf­be­fehl legte die 67-Jäh­rige Wider­spruch ein – und hatte gestern vor dem Amts­ge­richt Erfolg. Ein Gut­achter war zu dem Schluss gekommen, dass die Holzwicke­derin den Unfall wahr­schein­lich gespürt, aber nicht unbe­dingt gehört haben muss. Da sie jedoch inzwi­schen ihren Fehler ein­sieht, bis dato unbe­scholten durchs Leben gegangen ist und außerdem ihren herz­kranken Mann regel­mäßig zum Arzt und zu Behörden fahren muss, hatte Richter Jörg Grans­euer ein Ein­sehen. Er redu­zierte die Strafe für die 67-jäh­rige Holzwicke­derin auf 250 Euro Geld­strafe und einen Monat Füh­rer­schein­entzug. Mit den Worten: „Das ist der Gute, den will ich aber so wieder haben“, hän­digte die Sün­derin ihren Füh­rer­schein gleich an Ort und Stelle an das Gericht aus.

Fahrerflucht


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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