Ex-OKD Landwehr wird 80 Jahre alt

Karl-Heinrich Landwehr (rechts), letzter OKD des Kreises Unna, wird heute 80 Jahre alt. Unser Bild zeigt ihm mit dem heute amtierenden Verwaltungsleiter, Landrat Michael Makiolla. (Foto: Egbert Teimann)
Karl-Hein­rich Land­wehr (rechts), letzter OKD des Kreises Unna, wird heute 80 Jahre alt. Unser Bild zeigt ihm mit dem heute amtie­renden Ver­wal­tungs­leiter, Landrat Michael Makiolla. (Foto: Egbert Tei­mann)

Der ehe­ma­lige und zugleich letzte Ober­kreis­di­rektor des Kreises Unna, Karl-Hein­rich Land­wehr, wird heute 80 Jahre alt. In Heeren-Werve 1935 geboren, ist er stets seiner Hei­mat­re­gion treu geblieben und wohnt heute mit seiner Familie in der Schil­ler­straße.

Nach dem Stu­dium war der Jurist zunächst als Staats­an­walt an der Zen­tral­stelle Nord­rhein-West­falen in Dort­mund für die Bear­bei­tung von NS-Ver­bre­chen zuständig. Als 1975 die bis dato letzte kom­mu­nale Neu­glie­de­rung mit Schaf­fung des Kreises Unna in seinen jet­zigen Grenzen erfolgte, zog Karl-Hein­rich Land­wehr in den Kreistag Unna ein. Als­bald aber schon erfolgte seine Beru­fung zum Kreis­rechts­di­rektor und 1976 die Wahl zum Ober­kreis­di­rektor.

Mit ihm“, so war in den Fol­ge­jahren immer wieder zu hören, „steht der rich­tige Mann am rich­tigen Platz“. Mit großem Enga­ge­ment und uner­schüt­ter­li­cher Liebe zur Heimat übte Land­wehr bis zur Abschaf­fung der Dop­pel­spitze im Jahre 1999 das Amt des OKD aus und wurde mit Hoch­ach­tung von allen Seiten in den Ruhe­stand ver­ab­schiedet. Land­wehr ist Träger des Ver­dienst­kreuzes 1. Klasse der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land und hat in seiner Amts­zeit „das Gesicht des Kreises Unna geprägt“, wie 2000 im Kreis­jahr­buch zu lesen war.

Vom europäischen Gedanken beseelt

Er war gleich­zeitig Motor der Kreis-Part­ner­schaften zum eng­li­schen Kirk­lees und zum pol­ni­schen Nowy Sacz. Vom euro­päi­schen Gedanken beseelt, nahm er Kon­takt zu Polen auf und lei­stete erste Vor­ar­beiten und Über­zeu­gungen bis hin zu einem Freund­schafts­ver­trag. Auch enga­gierte er sich nach Grenz­öff­nung zum Osten im dama­ligen Kreis Tem­plin (heute Kreis Ucker­mark). Auf Wunsch der ost­deut­schen Partner und der NRW-Lan­des­re­gie­rung stelle er Mit­ar­bei­te­rinnen und Mit­ar­beiter der Kreis­ver­wal­tung Unna ab, um beim Aufbau neuer Ver­wal­tungs­struk­turen in Tem­plin fach­kundig mit­zu­wirken. Über seine Tätig­keit an der Spitze der Kreis­ver­wal­tung hinaus enga­gierte sich der Jubilar auf musi­ka­li­schem Par­kett und auch im Reit­sport. So war er mehr als vier Jahr­zehnte Leiter eines Posau­nen­chores und wirkte an der Spitze der Kreis-Rei­ter­ver­ei­ni­gung mit.

Seinen Ehrentag wird Karl-Hein­rich Land­wehr mit seiner Frau und den beiden Töch­tern im Kreise der Ver­wandten, der Freunde und Bekannten im Land­haus Pütt­mann in Frön­den­berg feiern und dabei manche Erin­ne­rung an sein Wirken im und für den Kreis Unna wach­rufen.

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Oberkreisdirektor

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