Emscher wird in der Quellgemeinde Holzwickede weiter renaturiert

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Die weitere Renaturierung der Emscher ist am kommenden Montag auch Thema beim Bauunternehmer-Forum im restaurierten Emscherquellhof. (Foto: Peter Gräber)

Die Emscher wird Holzwickede weiter renaturiert. Das kündigte die Emschergenossenschaft jetzt an.

Die Emschergenossenschaft und der Bauindustrieverband Nordrhein-Westfalen veranstalten am kommenden Montag (11. Januar) ein Bauunternehmer-Forum in Holzwickede im restaurierten Emscherquellhof.  In der Emscherquellgemeinde hat der Emscher-Umbau bereits viel bewirkt. So investierte die Emschergenossenschaft von 2009 bis 2010 rund eine Million Euro allein in die Renaturierung der Emscher im Herzen der Gemeinde sowie in die Umgestaltung des Emscherparks. Und auch in Zukunft stehen noch weitere Umbauten an. So soll die Emscher auf ihren ersten Metern im Bereich der Hauptstraße leicht verlegt werden und somit eine neue Trasse erhalten.

 Aktuell fließt die Emscher aus Richtung des Emscherquellhofes in nordöstlicher Richtung auf die Hauptstraße zu und unterquert diese – um knapp 300 Meter weiter nördlich unterhalb der Opherdicker Straße in einer vorläufigen unterirdischen Verrohrung zu verschwinden. Erst nahe des Gemeindeparks taucht die Emscher dann wieder an der Tagesoberfläche auf.

Weitere 200 Meter werden offen gelegt

Ein gesunder Fluss braucht jedoch Luft und Licht – eine Verrohrung steht daher im Gegensatz zu den Zielen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Im Sinne einer weiteren Revitalisierung der Emscher plant die Emschergenossenschaft daher, den Fluss vom Quellhof aus kommend nun westlich anstatt östlich der Hauptstraße in Richtung Norden fließen zu lassen. Die Unterquerung der Hauptstraße würde dann erst auf Höhe der Opherdicker Straße erfolgen.

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Von 2009 bis 2010 hat die Emschergenossenschaft bereits rund eine Million Euro allein in die Renaturierung der Emscher und die Umgestaltung im Bereich des Emscherparks investiert. (Foto: Peter Gräber)

Die Verrohrung der Emscher wäre mit dieser Maßnahme um rund 200 Meter verringert – für Flora und Fauna in und um den Fluss ein wahrer Segen, denn jeder Meter Offenlegung zählt!

Nach derzeitigem Stand plant die Emschergenossenschaft einen Baubeginn in diesem Bereich für frühestens 2017. Der Genehmigungsantrag soll im Laufe dieses Jahres eingereicht werden.

In Holzwickede plant die Emschergenossenschaft im Rahmen des Emscher-Umbaus Investitionen in Höhe von insgesamt 22 Millionen Euro. Davon wurden bislang rund 19 Millionen Euro eingebracht. Von insgesamt sechs Kilometern der Emscher wurden bereits in Holzwickede mehr als fünf Kilometer umgestaltet.

Emscher, Renaturierung

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