Hofft auf engagierte Sonderpädagogen, die sich für Unterricht in den Ferien zur Verfügung stellen: Hubert Hüppe (CDU). (Foto: Stella von Saldern - CDU)

CDU-Politiker wollen Ferienangebote für Schüler mit Behinderungen

Hofft auf engagierte Sonderpädagogen, die sich für Unterricht in den Ferien zur Verfügung stellen: Hubert Hüppe (CDU). (Foto: Stella von Saldern - CDU)
Hofft auf enga­gierte Son­der­päd­agogen, die sich für Unter­richt in den Ferien zur Ver­fü­gung stellen: Hubert Hüppe (CDU). (Foto: Stella von Saldern – CDU)

Die umge­hende Ein­füh­rung der För­de­rung und Unter­stüt­zung von Schü­le­rinnen und Schü­lern mit son­der­päd­ago­gi­schen För­der­be­darf wäh­rend der Som­mer­fe­rien for­dert der ehe­ma­lige CDU-Bun­des­tags­ab­ge­ord­nete Hubert Hüppe. Bereits vor den Ferien hatte der Poli­tiker eine Anfrage an den Schul­de­zer­nenten des Kreises, Tor­sten Göp­fert, gestellt, inwie­weit eine Unter­stüt­zung durch den Kreis Unna für die betrof­fenen Kinder und Jugend­li­chen wäh­rend der Ferien erfolgt.

In der jetzt vor­lie­genden Ant­wort wird erklärt, dass den Eltern kein Angebot unter­breitet wurde. Dies ist für Hüppe ange­sichts der Tat­sache, dass das Bil­dungs­mi­ni­ste­rium NRW 75 Mil­lionen Euro für diese Zwecke zur Ver­fü­gung gestellt hat, völlig unver­ständ­lich. Auch der CDU-Kreis­vor­sit­zende Marco Morten Pufke sieht die Not vieler Fami­lien: „Die betrof­fenen Fami­lien wurden in den letzten Monaten enorm bela­stet. Gerade die Schüler von För­der­schulen, die am läng­sten wegen des Corona-Virus geschlossen waren, sind in einer schwie­rigen Situa­tion.“

Land NRW stellt 75 Mio. Euro zur Verfügung

Dabei wendet sich das Pro­gramm nicht nur an Son­der­schüler, son­dern auch Kinder mit För­der­be­darf im inklu­siven Unter­richt. Hubert Hüppe liegen vor allem die durch das Lan­des­pro­gramm geför­derten grup­pen­spe­zi­fi­schen Maß­nahmen am Herzen. Diese Pro­gramme können bis zu drei Wochen durch das Land geför­dert werden. Hüppe ver­spricht sich neben der Ent­la­stung der Eltern auch das Auf­holen von coro­nabe­dingten Benach­tei­li­gungen. Nach seinen Infor­ma­tionen seien noch genü­gend Mittel vor­handen und die Bear­bei­tungs­zeit der Anträge sei außer­ge­wöhn­lich kurz.

Ich hoffe, dass sich auch enga­gierte Son­der­päd­agogen für einen Unter­richt wäh­rend der Ferien zur Ver­fü­gung stellen, damit nicht nur reine Betreuung statt­findet“, so Hüppe.

Wenn jetzt noch den Eltern ein kreis­weites Angebot gemacht würde, könnten für die letzten drei Feri­en­wo­chen die Maß­nahmen durch­ge­führt werden. „Es wäre äußerst bedau­er­lich, wenn der Kreis Unna diese Chance nicht wahr­nehmen würde“, so Pufke.

Eltern sollen sich bei Trägern melden

Beide Poli­tiker weisen außerdem darauf hin, dass für Kinder mit sog. „inten­siv­päd­ago­gi­schem Unter­stüt­zungs­be­darf gemäß § 15 AO-SF“ (das betrifft beson­ders schwer behin­derte Schü­le­rinnen und Schüler) zusätz­lich eine Finan­zie­rung für eine indi­vi­du­elle Betreuung durch eine Person bis zu drei Wochen mög­lich ist. Diese Person kann auch der schon vor­han­dene Schul­be­gleiter sein. Hier sind eben­falls bis zu drei Wochen mit 2.012 EUR för­de­rungs­fähig. Anträge können in diesen Fällen die Träger von Schul­be­glei­tungs­maß­nahmen stellen.

Des­wegen sollten sich die betrof­fenen Eltern, die an dieser Ein­zel­be­treuung inter­es­siert sind, bei diesen Trä­gern melden. Eben­falls sollten die Träger im Kreis Unna das Angebot an die Eltern machen, da längst nicht alle über die Mög­lich­keiten infor­miert sind.


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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