Bürgerentscheid knapp gescheitert

Der Bürgerentscheid zur Emscherkaserne ist knapp gescheitert. Insgesamt wären 2.880 Ja-Stimmen  notwendig gewesen, um den Grundsatzbeschluss des Rates zur Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Kasernengelände wieder zu kippen. Doch nur 2.409 Ja-Stimmen wurden gestern im Sitzungszimmer des Rathauses gezählt. Mit Nein haben 1.408 Holzwickeder gestimmt.  Damit hat sich zwar eine deutliche Mehrheit der Holzwickeder, die an der Entscheidung teilgenommen haben, gegen eine geplante Wohnbebauung ausgesprochen. Doch reichte dies nicht aus, um den Ratsbeschluss wieder aufzuheben.  Denn notwendig wären dazu 20 Prozent der Stimmen aller stimmberechtigten 14.398 Holzwickeder gewesen. Bemerkenswert allerdings auch:  Die große schweigende Mehrheit in Holzwickede hat überhaupt nicht abgestimmt. Nur 3.821 Holzwickeder von insgesamt 14.398 Stimmberechtigten haben sich beim Bürgerentscheid geäußert.

„Nach dem gescheiterten Bürgerentscheid geht es jetzt ganz normal weiter“,  stellte Bürgermeister Jenz Rother in einer ersten Stellungnahme nach der Auszählung zufrieden fest.  „Wir werden jetzt versuchen, das Verkehrsgutachten auf den Plan zu bringen.“ Es sei nun wichtig, so der Bürgermeister weiter, dass die Gemeinde zu einem gemeinsamen Miteinander findet und das Abstimmungsergebnis die Holzwickeder nicht in zwei Lager spaltet. Jenz Rother, der sich im Vorfeld  klar für eine Wohnbebauung auf dem Kasernengelände positioniert hatte, zeigte sich erleichtert mit dem Ausgang des Bürgerentscheids. „Bedauerlich ist lediglich, dass uns diese Sache mindestens 20.000 Euro gekostet hat.“ Das offizielle Abstimmungsergebnis des Bürgerentscheids finden Sie auch hier http://www.holzwickede.de/medien/Praesentation.pdf

Planung, Wohnen


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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